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Analysen - Ausland
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17.10.2002
Heinz zu tief bewertet
Zürcher Kantonalbank
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www.optionsscheinecheck.de
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Für die Analysten der Zürcher Kantonalbank ist die Heinz-Aktie (WKN 851291) im Branchenvergleich zu tief bewertet.
Für den weltgrössten Ketchuphersteller Heinz sei das laufende Geschäftsjahr ein Übergangsjahr. Die Ertragslage bleibe unbefriedigend. Stark erhöhte Marketingaufwendungen v.a. für die Hauptmarken von nun branchenüblichen 5% des Konzernumsatzes würden ebenso belasten wie die ausserordentlichen Restrukturierungskosten von USD 160 Mio. Auch die enttäuschende Geschäftsentwicklung der Bereiche Tiernahrung, Gefrierprodukte und Foodservice (Restaurantbelieferung) drücke auf die Ertragslage. Heinz habe wichtige strategische Neuausrichtungen eingeleitet: Die margen- und wachstumsschwachen Bereiche Tiernahrung, Thunfisch, Babynahrung und Büchsensuppen sollen abgespaltet und mit Del Monte Foods zusammengeführt werden.
Diese Bereiche hätten per Geschäftsjahr April 2002 rund 20% zum Umsatz und 13% zum Betriebsgewinn beigetragen. Heinz werde an der neuen Del-Monte-Gesellschaft zu 75% beteiligt sein. Die Transaktion sollte demnächst abgeschlossen werden. Der neue Heinz-Konzern werde einen Umsatz von USD 7,6 Mrd. erzielen. Das Produkteportfolio sei stärker fokussiert (Gefrierprodukte, Ketchup, Saucen, Würze) und lasset eine dynamischere Entwicklung erwarten.
Die Heinz-Aktie ist im Branchenvergleich zu tief bewertet, so die Analysten der Zürcher Kantonalbank. Die defensiven Qualitäten würden sich im unsicheren Börsenumfeld (ungewisse wirtschaftliche und geopolitische Lage) besonders auszahlen. Die Aktie figuriere weiterhin im Portfolio Nordamerika der Zürcher Kantonalbank.
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