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11.07.2012
Munich Re-Aktie: Rückversicherer prüft laut Medienbericht Einstieg ins Bankgeschäft
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München (www.aktiencheck.de) - Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Munich Re) (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) erwägt einem Medienbericht zufolge den Einstieg ins Bankengeschäft.

Wie die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) berichtet, prüft der Rückversicherer laut Finanzvorstand Jörg Schneider die direkte Vergabe von Krediten an Unternehmen. "Das Thema wird bei uns diskutiert", sagte Schneider der Wirtschaftszeitung. Mit dem Einstieg ins Bankgeschäft will sich der Rückversicherungskonzern in Zeiten extremer Niedrigzinsen neue Erlösquellen erschließen. Immerhin könnte der Münchener Konzern mit der Kreditvergabe höhere Zinsen einstreichen, als wenn er sein Geld in Staatsanleihen parkt. Eine Banklizenz bräuchte der Rückversicherungskonzern nicht, weil die Kreditvergabe rechtlich kein versicherungsfremdes Geschäft ist, schreibt das Blatt.

Noch allerdings zögert Schneider. "Ein Problem ist, dass wir die Kreditwürdigkeit aller Unternehmen beobachten müssten, denen wir Geld leihen." Auch von einem Angriff auf das Kerngeschäft der Banken will er nichts wissen. Munich Re brauche "gute Banken", zum Beispiel für Derivategeschäfte zum Absichern langfristiger Kapitalmarktrisiken. Insgesamt ist Schneider mit dem Zustand des Konzerns zufrieden.

Die "atemberaubenden Verwerfungen im Umfeld" hätten nach Aussage des Managers erstaunlich wenig auf das Eigenkapital durchgeschlagen. "Wir haben immer nur das gemacht, was wir auch verstehen", so Schneider. So hätten Berater vergeblich versucht, ihm das Geschäft mit Kreditausfallversicherungen schmackhaft zu machen. Zurücklehnen will er sich deshalb aber nicht. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht selbstzufrieden werden." Munich Re will nach Aussage des Managers neue Geschäfte ausbauen.

Die Aktie der Munich Re notierte zuletzt bei 112,20 Euro. (11.07.2012/ac/n/d)


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