Logo
Analysen - Ausland
11.07.2012
Boeing-Aktie: weiterer Großauftrag für den Flugzeugbauer
Frankfurter Tagesdienst

www.optionsscheinecheck.de

Detmold (www.aktiencheck.de) - Sofern der Aktie von Boeing (ISIN US0970231058/ WKN 850471) der Sprung über die 80-USD-Marke gelingt, ist nach Einschätzung der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" der Zeitpunkt zum Einstieg gekommen.

Die europäischen EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914)-Tochter Airbus und der US-Konzern Boeing würden sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Die beiden Flugzeug-Hersteller würden sich auf Augenhöhe begegnen und sich nichts schenken. Zuletzt habe Airbus wieder die Nase vorn gehabt. Mit dem Bau einer Produktionsstätte in den USA hätten die Europäer dem Erzrivalen einen veritablen Schlag versetzt. Es habe jedoch nicht lange auf sich warten lassen, bis Boeing wieder die Schlagzeilen übernommen habe. Zum wiederholten Mal in der jüngeren Zeit hätten die Amerikaner einen milliardenschweren Auftragseingang vermeldet.

Die Order stamme von Air Lease (ISIN US00912X3026/ WKN A1H92R), einem Spezialisten für Flugzeug-Leasing, der 75 Maschinen des Typs 737 MAX bestellt habe. Gemäß Liste belaufe sich der Auftragswert auf mehr als 7 Mrd. USD. Auch nach Abzug eines möglichen Rabattes sei dies ein einträgliches Geschäft für Boeing. Bei dem 737 MAX getauften Modell handle es sich um eine modernisierte Version der klassischen 737. Vor allem dank der neuen Triebwerke werde die neue Version wesentlich sparsamer unterwegs sein als das Vorgänger-Modell. Die Experten hätten in Zusammenhang mit ihrer Kaufempfehlung von MTU Aero Engines (ISIN DE000A0D9PT0/ WKN A0D9PT) in der vorhergehenden Ausgabe auf die starke Nachfrage nach kerosinsparenden Flugzeugen hingewiesen

Mit der Entwicklung der 737 MAX-Baureihe reagiere Boeing auf den großen Erfolg, den Airbus mit dem A320neo erzielt habe. Die Kunden würden sich freuen, eine brauchbare Alternative an der Hand zu haben. Boeing lägen bereits 500 feste Bestellungen vor, Airbus habe für den A320neo bislang mehr als 1.400 Fixbestellungen einsammeln können. Die Auslieferung der ersten Modelle sei für die Jahre 2016 und 2017 vorgesehen. Um das Rennen offen zu halten, setze Airbus bereits zum nächsten Sprung an. Man habe eine Generalüberholung der Baureihe A330 in Aussicht gestellt. Neben einem geringeren Kerosinverbrauch strebe Airbus hier auch eine Verlängerung der Reichweite des Langstrecken-Jets an. Als zunehmende Konkurrenz müsse Boeing mit Blick auf das Flaggschiff 777 Airbus' Ansinnen fürchten, seine Marktanteile mit dem A350 auszuweiten.

Freuen dürften sich die Verantwortlichen bei Boeing aller Voraussicht nach über einen Prestige-Erfolg. Eine Dekade sei man Airbus im Hinblick auf die Verkaufszahlen bei Passagiermaschinen, mit einer Ausnahme im Jahr 2008, hinterher gelaufen. In diesem Jahr dürfte sich das Blatt wenden. Im ersten Halbjahr habe Boeing nahezu doppelt so viele Maschinen verkaufen können wie der europäische Wettbewerber. Dabei sei es nicht so, dass Boeing die Kunden mit Dumping-Preisen habe ködern müssen. Im Gegenteil: Die Margen seien höher als beim Erzrivalen. Um die Zukunft von Boeing müsse man sich nach Einschätzung der Experten keine Sorgen machen. Ungeachtet der schwierigen Ausgangslage im Luftfahrt-Sektor stimme die Auftragslage. Die Aktie spiegle die gute Entwicklung der vergangenen Monate ihre Meinung nach nur unzureichend wider. Luft nach oben sei reichlich vorhanden, allerdings sollten Anleger in Lauerstellung verweilen, bis sich die Aktie freigeschwommen habe.

Gelingt dem Papier der Sprung über die 80-USD-Marke ist für die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg bei der Boeing-Aktie gekommen. (Ausgabe 104 vom 10.07.2012) (11.07.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de