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12.07.2012
BMW-Aktie: Vorstandschef warnt vor Zerfall der Eurozone
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München (www.aktiencheck.de) - Der Vorstandschef des Automobilkonzerns Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003/ WKN 519000), Norbert Reithofer, hat in einem Zeitungsinterview eindringlich vor einem Zerfall der Euro-Zone gewarnt.
"Bei einer Rückkehr zur D-Mark hätte Deutschland mit einer massiven Aufwertung zu kämpfen, die das deutsche Exportwunder weitgehend zunichte machen würde", sagte Reithofer in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Donnerstag). "Die wirtschaftlichen Folgen wären gravierend." Als einer der ersten großen Wirtschaftsführer in Deutschland stellte sich Reithofer klar hinter die Ergebnisse des jüngsten EU-Gipfels und die Zugeständnisse von Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Ich würde sagen, dass der Gipfel Teil der Lösung ist", sagte der BMW-Vorstandschef
Ungeachtet des schwierigen Automarktes in Europa in Folge der Eurokrise sieht sich BMW weiter auf Rekordkurs. "Wir sind auf dem besten Weg, im Gesamtjahr einen neuen Absatzrekord zu erzielen", kündigte Reithofer an. Im ersten Halbjahr hatte der Hersteller mit seinen drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce rund 900.000 Autos weltweit verkauft. Im vergangenen Jahr lag der Absatz insgesamt noch bei 1,67 Millionen Autos. Der Autobauer rechnet dabei nach Aussage des Managers mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung in China. Noch mache das Reich der Mitte nur 20 Prozent des Gesamtabsatzes von BMW aus - Europa dagegen rund 45 Prozent. "Ich würde sagen, dass wir immer noch sehr europalastig sind - vor allem wenn ich die Probleme in der Eurozone sehe", sagte Reithofer.
Die Aktie von BMW notiert derzeit mit einem Minus von 0,74 Prozent bei 56,27 Euro. (12.07.2012/ac/n/d)
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