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24.07.2012
Deutsche Bank-Aktie: Kreditinstitut hat laut Medienbericht keine Rückstellungen wegen Libor-Skandal gebildet
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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) will einem Medienbericht zufolge in Zusammenhang mit den Verstrickungen des Kreditinstituts in den Libor-Skandal keine Rückstellungen im zweiten Quartal bilden.

Wie die Tageszeitung "DIE WELT" (Montag) unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, wächst der Druck auf das Geldhaus, in der Affäre um manipulierte Referenzzinsen millionenschwere Rückstellungen zu bilden. Das Frankfurter Kreditinstitut muss auf Drängen der Wirtschaftsprüfer möglicherweise bereits für das abgelaufene zweite Quartal Geld für die juristischen Risiken zurücklegen, was den Gewinn erheblich schmälern würde.

Wenn die Geldhäuser damit rechnen müssten, dass wegen Tricksereien bei der Festsetzung des Referenz-Zinssatzes Libor Strafen auf sie zukämen, müssten sie schon für das zweite Quartal Rückstellungen bilden, forderte der Präsident des Wirtschaftsprüferverbands (IdW), Klaus-Peter Naumann, mit Blick auf drohende Belastungen aus der Affäre.

Aus Finanzkreisen ist allerdings zu hören, dass eine Rückstellung schon anlässlich der Quartalsergebnisse am kommenden Dienstag äußerst unwahrscheinlich sei, berichtet die Tageszeitung. Es sei unüblich, in Rechtsstreitigkeiten eine konkrete Zahl zu nennen, vor allem in einem so frühen Stadium. Noch ließe sich der mögliche Schaden durch die Affäre nicht annähernd beziffern. Auch andere Banken hätten noch keine Zahlen genannt, hieß es weiter.

Die Bank hofft auf einen Strafrabatt durch eine Kronzeugenregelung. Allerdings ist nach Informationen von "Welt Online" noch offen, ob die Bank tatsächlich von einer solchen Stellung profitieren kann. Dies stehe offenbar immer erst am Ende des Verfahrens definitiv fest.

Die Aktie der Deutschen Bank notiert derzeit unverändert bei 23,52 Euro.
(24.07.2012/ac/n/d)


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