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Analysen - DAX 100
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02.08.2012
Deutsche Bank-Aktie: Libor-Skandal und Gerüchte um Kapitalerhöhung lasten auf Kurs
Der Aktionär
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www.optionsscheinecheck.de
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Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" sehen bei der Deutsche Bank-Aktie (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) ein ausgeglichenes Chance/Risiko-Verhältnis.
Angeblich solle die Deutsche Bank in den Skandal um die Manipulation des Interbankenzinses Libor verwickelt sein. Wäre dies der Fall, könnte dem Kreditinstitut wie der bereits geständigen Barclays (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) eine Strafzahlung von 350 Mio. Euro oder mehr drohen. Käme es sogar zu einer Verurteilung könnten auf die Deutsche Bank sogar Klagen in Milliardenhöhe zukommen. Neben dem Libor-Skandal seien noch Gerüchte um eine Kapitalerhöhung aufgekommen, weshalb der Aktienkurs zuletzt stark gefallen sei.
Dem sei die Unternehmensführung mit der früher als erwarteten Veröffentlichung von Eckdaten zum zweiten Quartal 2012 begegnet. Demnach seien Erträge von 8,0 Mrd. Euro erwirtschaftet worden und der Gewinn sei von 1,2 Mrd. Euro auf 700 Mio. Euro zurückgegangen. Die Zahlen seien von Analysten mit Enttäuschung aufgenommen worden. Positiv sei immerhin die Verbesserung der Core Tier 1-Quote von 10,0% auf 10,2% zu erwähnen.
Die Zahlen sollten keinen Befreiungsschlag auslösen. Nach wie vor werde am Markt über eine Kapitalerhöhung spekuliert und der Libor-Skandal dürfte weiter belasten.
Anleger sollten sich darüber bewusst sein, dass Investments in Banken-Titel momentan heiße Eisen seien. Vor diesem Hintergrund sollten nur Mutige mit einem langen Atem und am besten nur schrittweise Engagements wagen. Zudem sollten eingegangene Positionen unbedingt per Stoppkurs abgesichert werden.
Die Experten von "Der Aktionär" sehen bei der Deutsche Bank-Aktie ein ausgeglichenes Chance/Risiko-Verhältnis. Das Kursziel werde mit 40,00 Euro angegeben und ein Stopp sollte bei 22,00 Euro platziert werden. (Ausgabe 32) (02.08.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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