|
Analysen - DAX 100
|
15.08.2012
Deutsche Telekom-Aktie: Q2-Zahlen im Rahmen der Erwartungen
National-Bank AG
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Essen (www.aktiencheck.de) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, bewertet die Aktie der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) weiterhin mit dem Votum "halten".
Die Deutsche Telekom habe in der vergangenen Woche - wie bereits von den Analysten kommentiert - ihren Q2-Bericht veröffentlicht: Umsatz: 14,379 Mrd. EUR (-0,7%); EBITDA bereinigt: 4,697 Mrd. EUR (+0,2%); EBIT: 1,609 Mrd. EUR (+1,6%); Überschuss: 614 Mio. EUR (+76,4%); Überschuss bereinigt: 819 Mio. EUR (-13,9%); Ergebnis je Aktie: 0,14 EUR (Vorjahr: 0,08 EUR). Die Deutsche Telekom habe mit ihrem Quartalsbericht die Erwartungen insgesamt erfüllt. Ein schwaches Europageschäft (vor allem außerhalb Deutschlands) habe der Konzern durch einen unerwartet starken Ergebnisanstieg in den USA kompensieren können.
Zum Ausblick auf das Gesamtjahr sowie für 2013 habe es keine nennenswerten Anpassungen gegeben, was angesichts der erwartungsgemäßen Entwicklung des ersten Halbjahres aber auch nicht überrasche. Hier würden unverändert die Vorgaben aus dem 2011er Geschäftsbericht gelten, wonach u. a. 2012 ein bereinigtes EBITDA von rund 18 Mrd. EUR (H1: 9,174 Mrd. EUR) sowie ein Free Cashflow von rund 6 Mrd. EUR (H1: 2,79 Mrd. EUR) angestrebt würden. Im Rahmen der Bekanntgabe des Quartalsberichts habe die Deutsche Telekom zudem die Planung einer Dividendenzahlung für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von unverändert 0,70 EUR je Aktie bestätigt.
Positiv zu bewerten sei, dass der Konzern seinen Schuldenabbau vorantreibe. So hätten die Netto-Finanzverbindlichkeiten binnen Jahresfrist um 5,3% (2,3 Mrd. EUR) auf jetzt rund 41 Mrd. EUR gesenkt werden können.
Zum Ausblick auf das Gesamtjahr habe es keine neuen Aussagen gegeben, sodass unverändert die Vorgaben aus dem Geschäftsbericht 2011 Gültigkeit besitzen würden. Danach wolle der Konzern 2012 bei leicht rückläufig erwarteten Umsätzen (2011: 58,7 Mrd. EUR) ein bereinigtes EBITDA von rund 18 Mrd. EUR (2011: 18,7 Mrd. EUR) sowie einen Free Cashflow von rund 6 Mrd. EUR (2011: 6,4 Mrd. EUR) erzielen. Mit Blick auf die Zahlen des ersten Halbjahres (Umsatz: -0,9%, EBITDA: 9,2 Mrd. EUR, Free Cashflow: 2,8 Mrd. EUR) würden die Analysten die Zielsetzung für realistisch halten.
Im Geschäftsjahr 2013 wolle die Deutsche Telekom den eigenen Prognosen zufolge eine Ergebnisentwicklung auf Vorjahresniveau erreichen, wobei alle Vorgaben unter der Prämisse sich nicht signifikant verschlechternder makroökonomischer und regulatorischer Bedingungen stünden. Zudem könnten Wechselkursschwankungen die Ergebnisentwicklung beeinflussen, wobei die Analysten diesbezüglich aktuell jedoch eher Rückenwind für die Deutsche Telekom sehen würden.
Der jüngste Bericht des Konzerns zum zweiten Quartal bzw. ersten Halbjahr 2012 reihe sich nahtlos in die Liste der Vorquartale ein. Die Deutsche Telekom kämpfe unverändert mit einem schrumpfenden Festnetzgeschäft und den konjunkturellen Problemen im Südosten Europas. Zudem stelle die weiterhin ungeklärte Zukunft des US-Geschäfts T-Mobile USA einen Belastungsfaktor dar. Die momentane Dividendenrendite von 7,5% erscheine auch mit Blick auf das Niveau der Kapitalmarktzinsen sehr attraktiv, allerdings sollte angesichts einer schrumpfenden Ertragsbasis für die kommenden Jahre eine Absenkung der Ausschüttung einkalkuliert werden.
Die Analysten der National-Bank AG bestätigen angesichts des Fehlens neuer Impulse ihr Kursziel für die Aktie der Deutschen Telekom in Höhe von 10,00 EUR und belassen die Einstufung auf "halten". (Analyse vom 15.08.2012) (15.08.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|