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Analysen - DAX 100
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10.09.2012
Volkswagen-Aktie: Konzern thront auf einem Cash-Mount-Everest
Frankfurter Börsenbrief
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" legen sich bei der Vorzugsaktie von Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) mit einem Abstauberlimit auf die Lauer.
Die letzten Jahre seien für die Aktie eine wahre Bergwanderung von etwa 30 EUR (2009) auf grob 150 EUR gewesen. An dieser Marke sei der Kurs in den letzten beiden Jahren allerdings an seine Grenzen gestoßen. Vor einem definitiven Test und Ausbruch sei aber erst einmal Atemholen angesagt. Und genau das sei die Chance für den strategischen Einstieg.
Die Qualität des Managements bei Volkswagen sei erste Wahl. Wenngleich es für den Konzern inkl. der diversen Töchter bzw. Marken Gegenwind gebe, unterm Strich brumme das Geschäft. Für die ersten 7 Monate des laufenden Geschäftsjahres liege die Zahl der Auslieferungen bei 5,19 Mio. Einheiten weltweit, was einer Steigerung um etwa 9% entspreche. Hier liege das Ziel bis 2018 bei einem Verkauf von 10 Mio. Autos pro Jahr. Ausgehend von einem Umsatz von 159,3 Mrd. EUR im letzten Jahr dürften sich die Erlöse deutlich ausweiten, allerdings auch inkl. der Konsolidierung von MAN (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) und Porsche (ISIN DE000PAH0038/ WKN PAH003).
Das operative Ergebnis sollte in etwa auf Vorjahreshöhe bei ca. 11,3 Mrd. EUR liegen. Schon per Jahresmitte habe das operative Ergebnis 6,5 Mrd. EUR erreicht und nach Steuern seien sogar 8,8 Mrd. EUR verdient worden. Die "Automobilwoche" wolle erfahren haben, dass bestimmte Zulieferer von VW über eine Produktionskürzung im Herbst um ca. 10% vorgewarnt worden seien. Dies sei durchaus ernst zu nehmen und passe in das europäische Auto-Branchenbild. Aufgrund anzunehmender Abschreibungen würden die Neukonsolidierungen ergebnisseitig in diesem Jahr nicht viel beitragen. Außerdem ergebe sich ein gewisser Gewinndruck durch hohe Vorlaufleistungen, z.B. beim Audi A3 oder auch dem Golf 7. Gleichwohl greife zunehmend das Produktionsmodell des sog. Modularen Querbaukastens - eine Plattformstrategie, mit der verschiedene Vorteile realisiert werden sollten. Dazu würden Effizienzverbesserungen durch standardisierte Bauteile, Abläufe und Maße, insofern niedrigere Kosten und kürzere Produktionszeiten gehören.
Per Halbjahresultimo habe der Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmittel-Äquivalenten und Termingeld bei etwa 20,2 Mrd. EUR gelegen. Damit throne der Konzern quasi auf einem Cash-Mount Everest und habe damit viel Raum für weitere strategische Überlegungen. Sofern die Gewinntaxe von 24,95 EUR greife, bewege sich die Gewinnbewertung von ca. 5,5 aus Sicht der Experten auf einem lächerlichen Niveau. Würde man von einer realistischen und nicht utopischen Bewertung von etwa 8 bis 10 ausgehen, seien Potenzialkurse von ca. 210 EUR leicht darstellbar.
Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" legen sich bei der Volkswagen-Vorzugaktie mit einem niedrig gesetzten Kauflimit von 125,11 EUR auf die Lauer. Das Kursziel werde bei 210 EUR veranschlagt und der Stopp-Kurs sollte bei 107,20 EUR gesetzt werden. (Ausgabe 36 vom 08.09.2012) (10.09.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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