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26.09.2012
Deutsche Bank-Aktie: Aufsichtstsratschef gegen Aufspaltung von Banken
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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Aufsichtsratschef der Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000), Paul Achleitner, hat sich in einem Zeitungsinterview gegen eine von der SPD geforderte Zerschlagung von Universalbanken ausgesprochen.

"Man würde mit der Zerschlagung der heutigen Universalbank ohne Zweifel etwas zerstören, was auch für die deutsche Industrie wichtig ist", sagte Achleitner im Interview mit dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Anders als von SPD-Politiker Peer Steinbrück behauptet, würden damit keineswegs die richtigen Lehren aus der Finanzkrise gezogen: "Alle Experten wissen, dass ein breiter diversifiziertes Unternehmen wie eine Universalbank weniger Risiken mit sich bringt", sagte Achleitner gegenüber der Wirtschaftszeitung. Die Institute, die in der Finanzkrise die größten Probleme gehabt hätten, seien in erster Linie Spezialinstitute wie die Hypo Real Estate, die IKB, die Landesbanken oder Lehman Brothers. Die Universalbank Deutsche Bank hingegen blicke auf eine erfolgreiche 140-jährige Geschichte zurück.

Zuvor war der Plan von SPD-Politiker Steinbrück am Dienstag in der SPD-Bundestagsfraktion diskutiert worden und soll am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Konzept des möglichen Kanzlerkandidaten Steinbrück trägt den Titel: "Vertrauen zurückgewinnen: Ein neuer Anruf zur Bändigung der Finanzmärkte". Darin ist unter anderem ein neuer europäischer Rettungsschirm für angeschlagene Geldhäuser vorgesehen, den die Banken selbst finanzieren.

Achleitner betonte im Interview, dass die Deutsche Bank sich gewandelt habe. Eigenhandel ohne Kundenbezug betreibe das Institut schon seit 2009 nicht mehr. Der Kulturwandel sei weiter fortgeschritten als von der Öffentlichkeit wahrgenommen. "Kulturwandel kann nur von innen kommen."

Die Aktie der Deutschen Bank notiert derzeit mit einem Minus von 4,22 Prozent bei 31,41 Euro. (26.09.2012/ac/n/d)


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