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News - Marktberichte
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02.10.2012
Börsen in Europa-Schluss: Sorgen um Spanien bremsen
aktiencheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes mussten am Dienstag mit leicht roten Vorzeichen aus dem Handel gehen. Spekulationen über einen bevorstehenden Hilfsantrag des krisengeschüttelten Euro-Mitglieds Spanien belasteten dabei die Märkte. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,21 Prozent auf 2.493,59 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab indes um 0,35 Prozent nach auf 2.544,32 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen wiesen fast durchweg Minuszeichen auf.
Wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilte, haben sich die Erzeugerpreise der europäischen Industrie im August 2012 erhöht. Binnen Monatsfrist stiegen die Preise in der Eurozone um 0,9 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 1,0 Prozent. Davor waren die Preise im Juli in den beiden Gebieten um jeweils 0,3 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich kletterten die Industrie-Erzeugerpreise in der Eurozone um 2,7 Prozent und in der EU27 um ebenfalls 2,7 Prozent. Im Juli hatte die Jahresteuerungsrate bei 1,6 bzw. 1,4 Prozent gestanden.
In Großbritannien gewannen an der Spitze des FTSE 100 Papiere von IAG 3,1 Prozent hinzu. Ebenfalls gefragt waren Aktien von Babcock (+2,4 Prozent), BAE Systems (+2,1 Prozent) und Fresnillo (+2,1 Prozent). Titel von Wolseley (ISIN JE00B3YWCQ29/ WKN A1C55J) mussten um 0,6 Prozent nachgeben. Der weltweit tätige Baustoffhändler gab bekannt, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlich geringeren Gewinn erzielen konnte, was auf Restrukturierungskosten und Sonderbelastungen im Zusammenhang mit Akquisitionen in den Jahren 2003 bis 2007 zurückzuführen ist. Wie der Konzern weiter mitteilte, wird er für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 60 Pence (Vorjahr: 45 Pence) pro Aktie ausbezahlen. Zudem erhalten Aktionäre eine Sonderdividende in Höhe von 350 Mio. GBP. Beim Ausblick auf die eigenen Märkte bleibt der Konzern laut CEO Ian Meakins vorsichtig, ist jedoch zuversichtlich, im laufenden Jahr gute Fortschritte zu machen. Die Verliererseite im britischen Leitindex wird inzwischen angeführt von RBS mit einem Minus 3,3 Prozent, gefolgt von Evraz (-2,9 Prozent) und Lloyds Banking (-2,4 Prozent).
In Frankreich waren im CAC 40 Anteilsscheine von EADS die Top-Gewinner mit einem Plus von 2,6 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Anleger standen auch Unibail-Rodamco und France Telecom mit Aufschlägen von 2 bzw. 1,9 Prozent. 1,3 Prozent schwächer tendierten Accor (ISIN FR0000120404/ WKN 860206). Der Hotelkonzern meldete, dass er den Verkauf seiner Motel 6/ Studio 6 Hotels in Nordamerika an Blackstone für 1,9 Mrd. US-Dollar abgeschlossen hat. Der französische Pharmakonzern Sanofi (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) musste Kursverluste von 0,9 Prozent hinnehmen, trotz positiver Studiendaten. Dabei haben die Daten einer klinischen Phase-III-Studie mit dem Medikament Eliglustat Tartrate eine deutliche Verbesserung bei der Behandlung von Patienten gezeigt, die an der Erbkrankheit Morbus Gaucher Typ 1 leiden. Im Rahmen der von der Sanofi-Tochter Genzyme durchgeführten Studie konnten alle primären und sekundären Endpunkte erreicht werden, teilte der Konzern mit. Außerdem habe sich das Präparat als gut verträglich erwiesen, hieß es. Wenig gefragt waren dagegen ArcelorMittal und Danone, deren Aktien 2,2 bzw. 2,4 Prozent einbüßten. Die rote Laterne wurde von Alstom (ISIN FR0010220475/ WKN A0F7BK) mit einem Minus von nun 4,9 Prozent getragen. Der Industriekonzern hat bei einer Kapitalerhöhung mehr eingenommen als zunächst geplant. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurden im Rahmen eines Private Placements bei institutionellen Investoren insgesamt 13.133.208 neue Anteilsscheine zu einem Kurs von jeweils 26,65 Euro platziert. Nach Angaben des Konzerns war die Platzierung deutlich überzeichnet, so dass man das Volumen der Kapitalerhöhung von 300 auf 350 Mio. Euro erhöht hat.
In der Schweiz verteuerten sich im SMI Swiss Re um 2,7 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten Richemont (+2 Prozent) und Credit Suisse (+0,9 Prozent). Top-Verlierer waren derweil Transocean mit einem Abschlag von 1,6 Prozent, gefolgt von Geberit und Julius Bär, deren Anteilsscheine weniger als ein halbes Prozent nachgaben.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.493,59 (-0,21 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.544,32 (-0,35 Prozent) FTSE 100 (London): 5.809,45 (-0,19 Prozent) CAC40 (Paris): 3.414,23 (-0,60 Prozent) MIB (Mailand): 15.495,79 (-0,18 Prozent) SMI (Zürich): 6.613,54 (+0,04 Prozent) ATX (Wien): 2.125,27 (-0,03 Prozent) (02.10.2012/ac/n/m)
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