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News - Marktberichte
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03.10.2012
Börsen in Europa am Morgen: Verluste, Tesco unter Druck
aktiencheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes verzeichnen im frühen Mittwochhandel Abschläge und knüpfen damit an ihre schwächere Entwicklung vom Vortag an. Neben schlechteren Konjunkturdaten aus China belastet dabei auch die zögerliche Haltung Spaniens, den Rettungsschirm in Anspruch zu nehmen. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit ganz leicht um 0,05 Stellen auf 2.493,54 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,16 Prozent nach auf 2.540,34 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.
In Großbritannien geht es für die Aktie von Tesco (ISIN GB0008847096/ WKN 852647) um 1,2 Prozent nach unten. Der Einzelhandelskonzern musste für das erste Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Zurückzuführen war dies auf eine schwächere Ergebnisentwicklung auf dem Heimatmarkt und Kosten im Zusammenhang mit dem Turnaround-Plan. Der Umsatz konnte indes leicht gesteigert werden. Der so genannte Trading Profit verringerte sich zwar deutlich, allerdings wurden hier die Erwartungen der Analysten erfüllt. Für das abgelaufene erste Halbjahr (zum 25. August 2012) will der Konzern eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Zwischendividende in Höhe von 4,63 Pence pro Aktie ausschütten. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, kommt man mit der Umsetzung seines Restrukturierungsprogramms ("UK Plan") voran. Jedoch liege noch eine Menge Arbeit vor Tesco. Unverändert geht man davon aus, dass die Margen im Heimatmarkt im zweiten Halbjahr in etwa denen der ersten Jahreshälfte entsprechen dürften. Indes rechnet der Konzern aufgrund neuer Vorschriften zu den Öffnungszeiten in Korea für das Gesamtjahr mit einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von rund 100 Mio. GBP. Daneben verteuern sich J. Sainsbury (ISIN GB00B019KW72/ WKN A0B6G0) um 0,7 Prozent. Die drittgrößte britische Supermarktkette meldete, dass sich ihr Umsatzwachstum im zweiten Quartal beschleunigt hat. Die Erwartungen der Analysten wurden damit geschlagen. Demnach stiegen die vergleichbaren Umsätze ohne Benzin in den 16 Wochen zum 29. September 2012 um 1,9 Prozent. Im ersten Quartal war hier noch ein Plus von 1,4 Prozent verzeichnet worden. Analysten waren im Vorfeld von einem Wachstum von 1,4 Prozent ausgegangen. Die Gewinnerliste im FTSE 100 wird zur Stunde von Centrica mit einem Plus von 1,7 Prozent angeführt, während gleichzeitig die rote Laterne von Schroders mit einem Minus von 1,9 Prozent getragen wird.
In Frankreich verschlechtern sich Sanofi (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) um 0,7 Prozent. Der Konzern gab gestern bekannt, dass er Genfar, einen führenden Pharmahersteller mit Sitz in Bogota (Kolumbien), übernehmen wird. Den Angaben zufolge ist Genfar nach Umsätzen der zweitgrößte Generika-Hersteller in Kolumbien und verfügt über Niederlassungen in Venezuela, Peru, Ecuador sowie in zehn anderen Ländern Lateinamerikas. Im Jahr 2011 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 133 Mio. US-Dollar, wobei 30 Prozent davon außerhalb von Kolumbien generiert wurden. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Darüber hinaus teilte Sanofi heute mit, dass man die langfristige Allianz mit dem US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb (ISIN US1101221083/ WKN 850501) mit Wirkung zum 1. Januar 2013 neu strukturiert hat, nachdem die Patente für Plavix und Avapro/Avalide in vielen großen Märkten abgelaufen sind. Dabei gibt Bristol-Myers seine Rechte an Plavix und Avapro/Avalide in allen Märkten weltweit an Sanofi zurück, mit Ausnahme der USA und Puerto Rico. Im Gegenzug erhält Bristol-Myers Umsatzbeteiligungen beim Verkauf von Plavix weltweit (ohne USA und Puerto Rico) bzw. Avapro/Avalide weltweit durch Sanofi. Diese Regelungen gelten bis 2018. Zudem erhält der US-Konzern im Dezember 2018 eine Einmalzahlung von 200 Mio. US-Dollar. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im CAC 40 die Papiere von Alcatel-Lucent mit einem Wertzuwachs von 2,8 Prozent, während sich auf dem letzten Platz Vallourec um 2,2 Prozent verbilligen.
Auf Platz eins der Gewinnerliste im schweizerischen Leitindex SMI finden sich Holcim mit einem Wertzuwachs von 1,1 Prozent wieder. Daneben notieren lediglich noch Swiss Re, UBS, Swisscom sowie Givaudan im Plus. Mit 1,4 Prozent fallen unterdessen bei Julius Baer die Verluste am größten aus.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.493,54 (-0,00 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.540,34 (-0,16 Prozent) FTSE 100 (London): 5.804,51 (-0,08 Prozent) CAC40 (Paris): 3.406,95 (-0,21 Prozent) MIB (Mailand): 15.562,39 (+0,43 Prozent) SMI (Zürich): 6.596,24 (-0,26 Prozent) ATX (Wien): 2.125,12 (-0,01 Prozent) (03.10.2012/ac/n/m)
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