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News - Marktberichte
03.10.2012
Börsen in Europa am Mittag: Kaum verändert, easyJet fliegen vor
aktiencheck.de

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes tendieren im Mittwochhandel zur Mittagszeit wenig verändert. Neben negativen Konjunkturdaten aus China belastet dabei auch die zögerliche Haltung Spaniens, den Rettungsschirm in Anspruch zu nehmen. Auf der anderen Seite stützen aber Konjunkturdaten aus Europa. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 0,03 Prozent auf 2.494,42 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,02 Prozent nach auf 2.543,80 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.

Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im August leicht gestiegen. Im Vormonatsvergleich stieg der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,1 Prozent und fiel in der EU27 um 0,1 Prozent. Im Juli hatte der Einzelhandelsindex um revidiert 0,1 Prozent bzw. um revidiert 0,2 Prozent zugelegt. Binnen Jahresfrist sank der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsabsatz in der Eurozone um 1,3 Prozent, nach einem Minus von revidiert 1,4 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde genauso viel verkauft wie im August 2011, während der Absatz bereits im Juli 2012 revidiert stabil geblieben war.

Die Wall Street dürfte heute mit grünen Vorzeichen in den Handel starten. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,13 Prozent an Wert. Der NASDAQ-Future steigt um 0,21 Prozent, während es für den S&P-Future um 0,17 Prozent nach oben geht. Aus den USA werden heute noch der ADP-Arbeitsmarktbericht, der ISM Dienstleistungsindex, der EIA Ölmarktbericht sowie das FOMC Sitzungsprotokoll gemeldet.

In Großbritannien geht es für die Aktie von Tesco (ISIN GB0008847096/ WKN 852647) um 1,3 Prozent nach unten. Der Einzelhandelskonzern musste für das erste Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Zurückzuführen war dies auf eine schwächere Ergebnisentwicklung auf dem Heimatmarkt und Kosten im Zusammenhang mit dem Turnaround-Plan. Der Umsatz konnte indes leicht gesteigert werden. Der so genannte Trading Profit verringerte sich zwar deutlich, allerdings wurden hier die Erwartungen der Analysten erfüllt. Daneben verteuern sich J. Sainsbury (ISIN GB00B019KW72/ WKN A0B6G0) um 0,9 Prozent. Die Supermarktkette meldete, dass sich ihr Umsatzwachstum im zweiten Quartal beschleunigt hat. Die Erwartungen der Analysten wurden damit geschlagen. Die Gewinnerliste im FTSE 100 wird zur Mittagszeit von ARM Holdings mit einem Plus von 1,8 Prozent angeführt, während gleichzeitig die rote Laterne von Capita mit einem Minus von 1,9 Prozent getragen wird. Im breiten Markt fliegen easyJet (ISIN GB00B7KR2P84/ WKN A1JTC1) um 4,3 Prozent vor. Die Billigfluglinie rechnet für das Geschäftsjahr zum 30. September 2012 nun mit einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 310 bis 320 Mio. GBP, nachdem man zuletzt einen Vorsteuergewinn von lediglich 280 bis 300 Mio. GBP in Aussicht gestellt hatte. Dabei profitierte man zuletzt vor allem von einer starken Nachfrage bei britischen Last-Minute-Urlaubern.

Der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica (ISIN ES0178430E18/ WKN 850775) gab unterdessen heute bekannt, dass er derzeit einen Börsengang für die Telefónica Deutschland Holding AG vorbereitet. Den Angaben zufolge wird das IPO voraussichtlich im vierten Quartal 2012 durchgeführt. Dabei sollen die Aktien des Unternehmens im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert werden. Wie viel Prozent der Anteile des Unternehmens man an die Börse bringen will, steht bisher noch nicht fest, jedoch bleibt die Telefonica Group in jedem Fall Mehrheitsanteilseigner der Telefónica Deutschland Holding AG. Telefonica geben um 0,4 Prozent nach.

In der Schweiz verteuern sich ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) um 0,1 Prozent. Der Spezialist in der Energie- und Automationstechnik hat von der Saudi Electricity Co. (SEC), dem staatlichen Stromversorgungsunternehmen Saudi-Arabiens, einen Auftrag in Höhe von 115 Mio. US-Dollar für die Lieferung einer FACTS-Lösung (flexible Drehstromübertragungssysteme) erhalten. Holcim und Swiss Re rücken an der Spitze des SMI um 1,7 bzw. 1,5 Prozent vor, während auf dem letzten Platz Richemont 1,5 Prozent an Wert verlieren.

Volvo (ISIN SE0000115446/ WKN 855689) notieren mit 0,4 Prozent im Minus. Der Lkw-Hersteller verlautbarte, dass Volvo Buses angesichts einer schwachen Marktentwicklung und eines harten Wettbewerbs beabsichtigt, seine europäische Busproduktion im Hauptwerk in Wroclaw (Polen) zusammenzuziehen. Als Folge der Produktionsverlagerung dürfte das operative Ergebnis des Volvo-Konzerns im vierten Quartal 2012 mit ca. 100 Mio. Schwedischen Kronen (SEK) belastet werden, hieß es.

In Frankreich verschlechtern sich Sanofi (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) um 0,5 Prozent. Der Konzern gab schon gestern bekannt, dass er Genfar, einen führenden Pharmahersteller mit Sitz in Bogota (Kolumbien), übernehmen wird. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Darüber hinaus teilte Sanofi heute mit, dass man die langfristige Allianz mit dem US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb (ISIN US1101221083/ WKN 850501) mit Wirkung zum 1. Januar 2013 neu strukturiert hat, nachdem die Patente für Plavix und Avapro/Avalide in vielen großen Märkten abgelaufen sind. Dabei gibt Bristol-Myers seine Rechte an Plavix und Avapro/Avalide in allen Märkten weltweit an Sanofi zurück, mit Ausnahme der USA und Puerto Rico. Im Gegenzug erhält Bristol-Myers Umsatzbeteiligungen beim Verkauf von Plavix weltweit (ohne USA und Puerto Rico) bzw. Avapro/Avalide weltweit durch Sanofi. Diese Regelungen gelten bis 2018. Zudem erhält der US-Konzern im Dezember 2018 eine Einmalzahlung von 200 Mio. US-Dollar. Daneben geht es für die Aktie des Industriekonzerns Alstom (ISIN FR0010220475/ WKN A0F7BK) um 0,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat mit AO Locomotive, einer Tochter der kasachischen Eisenbahngesellschaft Kazakhstan Temir Zholy (KTZ), einen Vertrag zur vollständigen Wartung, umfassenden Überholung und Modernisierung von 27 Passagierlokomotiven vom Typ KZ4AC über einen Zeitraum von 25 Jahren geschlossen. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 100 Mio. Euro und tritt umgehend in Kraft. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im CAC 40 zur Mittagszeit die Papiere von ArcelorMittal mit einem Wertzuwachs von 1,3 Prozent, während sich auf dem letzten Platz Solvay um 1,4 Prozent verbilligen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.494,42 (+0,03 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.543,80 (-0,02 Prozent) FTSE 100 (London): 5.814,95 (+0,09 Prozent) CAC40 (Paris): 3.408,63 (-0,16 Prozent) MIB (Mailand): 15.543,41 (+0,31 Prozent) SMI (Zürich): 6.603,25 (-0,16 Prozent) ATX (Wien): 2.127,05 (+0,08 Prozent) (03.10.2012/ac/n/m)


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