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News - DAX 100
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04.10.2012
BASF-Aktie: Konzern stärkt Wettbewerbsfähigkeit des Bauchemie-Geschäfts in Europa
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Ludwigshafen (www.aktiencheck.de) - Der Chemiekonzern BASF SE (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) meldete am Donnerstag, dass er die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmensbereichs Construction Chemicals in Europa stärkt.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, umfassen die Maßnahmen die Anpassung des Geschäfts an rückläufige Märkte, vor allem in Südeuropa und Großbritannien, die Verbesserung der Effizienz sowie eine noch stärkere Ausrichtung der Organisation auf den Kunden. Von den geplanten Maßnahmen sind europaweit etwa 400 Stellen betroffen. Der Konzern strebt an, den Mitarbeitern soweit möglich Stellen innerhalb der BASF-Gruppe anzubieten. Gespräche mit lokalen Arbeitnehmervertretern werden entsprechend den rechtlichen Regelungen in den jeweiligen Ländern umgehend beginnen.
Nach dem Platzen der Immobilienblase ist die Bautätigkeit in Portugal und Spanien auf unter 50 Prozent des Vorkrisen-Niveaus gesunken und ist weiter rückläufig. Investitionen in Bauvorhaben in Griechenland sind - auch aufgrund der Staatsschuldenkrise - auf weniger als 60 Prozent des früheren Volumens zurückgegangen. Auch in Italien verläuft die Baukonjunktur im Jahr 2012 schwach. BASF plant daher, seine Marketing- und Vertriebsorganisationen sowie Produktionskapazitäten in Südeuropa an die neuen Marktbedingungen anzupassen. In Großbritannien ist die Bautätigkeit seit 2008 ebenfalls deutlich zurückgegangen. BASF wird sein Bauchemie-Geschäft in Großbritannien daher auf attraktive Geschäftsfelder und Kunden konzentrieren, Marketing- und Vertriebsteams sowie Produktionskapazitäten werden entsprechend angepasst.
Auf dem deutschen Markt sorgt die zunehmende Fragmentierung der Kundenstruktur durch die wachsende Anzahl von Kleinbetrieben im Handwerk für komplexe Geschäftsprozesse. BASF wird seine internen Abläufe noch effizienter organisieren, um dieser Marktkomplexität besser gerecht zu werden. In verschiedenen osteuropäischen Ländern hat sich die Baubranche nicht wie erwartet entwickelt. Beispielsweise wird die Bautätigkeit in der Tschechischen Republik durch geringere öffentliche und private Investitionen belastet. BASF wird die Wettbewerbsfähigkeit seines Bauchemie-Geschäfts in den osteuropäischen Kernmärkten Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei stärken. In kleineren osteuropäischen Ländern werden Strukturen optimiert, um Geschäftschancen aus den Kernmärkten heraus effizienter wahrzunehmen.
Wie weiter mitgeteilt wurde, beabsichtigt BASF, sein MEYCO Equipment-Geschäft mit Sitz in Winterthur/Schweiz zu verkaufen. Das Geschäft mit Betonspritzmaschinen für den Tunnel- und Bergbau wird von anderen Erfolgsfaktoren bestimmt als die chemische Industrie.
Darüber hinaus will BASF, wie bereits angekündigt, sein CONICA Sports-Surfaces-Geschäft in Schaffhausen/Schweiz verkaufen. Auch für den weiteren Ausbau des Geschäfts mit Sportböden sieht das Unternehmen nur wenige Synergien mit anderen Arbeitsgebieten innerhalb der BASF-Gruppe.
Die Aktie von BASF notiert derzeit mit einem Minus von 1,72 Prozent bei 65,69 Euro. (04.10.2012/ac/n/d)
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