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News - Marktberichte
08.10.2012
Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Minus, Air France-KLM fliegen vor
aktiencheck.de

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes zeigen sich zum Start in die neue Handelswoche in schwächerer Verfassung und notieren am Montag auch zur Mittagszeit in der Verlustzone. Die Anleger halten sich vor dem am Nachmittag anstehenden Treffen der Euro-Finanzminister mit Neuengagements zurück. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert 1,23 Prozent auf 2.500,19 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,79 Prozent nach auf 2.544,84 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Abschläge aus.

Das Investorvertrauen in Euroland verbessert sich erneut. Der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone verzeichnete im Oktober seinen zweiten Anstieg in Folge. Damit klettert der sentix-Gesamtindex für die Euroland-Konjunktur um 1,0 Punkte auf einen Indexstand von -22,2 Punkten. Dabei beurteilen die Umfrageteilnehmer die konjunkturelle Lage leicht besser. Der Lage-Index zieht von -34,8 Punkte auf -34,5 Punkte an. Die Erwartungen an die Konjunktur in sechs Monaten steigen sogar von -10,8 auf -9,0 Punkte.

Die US-Börsen dürften heute mit roten Vorzeichen in die neue Handelswoche starten. So geht es für den Dow Jones Future derzeit um 0,17 Prozent nach unten. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich um 0,32 Prozent, während der S&P-Future 0,22 Prozent an Wert verliert. Aus den USA werden heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.

Die schweizerischen Verbraucherpreise haben sich im September nach Angaben des Schweizer Bundesamtes für Statistik mit abgebremstem Tempo reduziert. So schrumpften die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent, während sie im August noch um 0,5 Prozent nachgegeben und im September 2011 um 0,5 Prozent zugelegt hatten. Binnen Monatsfrist zogen die Konsumentenpreise um 0,3 Prozent an. Die Arbeitsmarktlage in der Schweiz hat sich derweil im September stabilisiert. Dies gab das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bekannt. So verharrte die schweizerische Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent, nachdem sie im Vormonat schon bei 2,8 Prozent gelegen hatte. Im Leitindex SMI notieren zur Mittagszeit mit Holcim, Nestlé, Actelion und Givaudan nur vier Titel in der Gewinnzone, während die rote Laterne nach wie vor von Credit Suiss mit einem Minus von 2,5 Prozent getragen wird.

In Frankreich fliegen im breiten Markt die Aktien von Air France-KLM (ISIN FR0000031122/ WKN 855111) um 0,9 Prozent vor. Die französische Airline, Air Berlin (ISIN GB00B128C026/ WKN AB1000) und Etihad Airways haben eine neue, strategische Partnerschaft vereinbart, mit der die Streckennetze der beteiligten Airlines enger verzahnt und erheblich gestärkt werden. Die Vereinbarung beinhaltet ein Codeshare-Abkommen von Air Berlin mit der Air France-KLM Gruppe, das ab 28. Oktober 2012 in Kraft tritt. Air France erweitert durch das Codeshare mit Air Berlin ihr Flugangebot in Deutschland, Polen und Österreich. Über den Flughafen Berlin-Tegel kann Air France künftig Codeshare-Flüge mit Air Berlin nach Krakau und Danzig in Polen, nach Graz in Österreich und von Düsseldorf nach Dresden sowie Flüge von Nizza nach Wien anbieten. Total (ISIN FR0000120271/ WKN 850727) verschlechtern sich daneben um 1 Prozent. Der Konzern hat mit Exxon Mobil (ISIN US30231G1022/ WKN 852549) ein Abkommen geschlossen, das den Austausch einer Reihe von produzierenden und unentwickelten Nordsee-Assets im Norwegischen Kontinentalschelf vorsieht. Der Zusammenschluss des deutsch-französischen Flugzeug- und Rüstungskonzerns EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems (ISIN GB0002634946/ WKN 866131) ist indes einem Medienbericht von gestern zufolge noch nicht gescheitert. Wie es heißt, sieht EADS-Chef Thomas Enders die Wahrscheinlichkeit einer Fusion zum weltweit größten Luftfahrt- und Rüstungskonzern bei 50:50. Strategievorstand Marwan Lahoud geht sogar einer über 90-prozentigen Realisierungschance aus. EADS fliegen mit einem Abschlag von 1,2 Prozent hinterher, während es gleichzeitig für BAE Systems im FTSE 100 um 1,1 Prozent nach unten geht.

In Großbritannien richtet sich der Fokus der Anleger zur Mittagszeit auch auf die Anteilsscheine von Anglo American (ISIN GB00B1XZS820/ WKN A0MUKL), die um 1,6 Prozent nachgeben. Der Minenkonzern reagiert mit Entlassungen auf die seit Wochen laufenden Streiks an seinem Standort Rustenburg in Südafrika. WPP (ISIN JE00B3DMTY01/ WKN A0RA7Y) verlautbarte derweil, dass seine Sparte Grey einen Mehrheitsanteil an der deutschen Digital Media-Agentur k102 GmbH erworben hat. Die Anteilsscheine des Werbe- und Marketingkonzerns verbilligen sich um 1,1 Prozent.

TNT Express (ISIN NL0009739424/ WKN A1JJP8) meldet eine Personalie. Der vor der Übernahme durch den US-Logistikkonzern UPS (ISIN US9113121068/ WKN 929198) stehende Konzern teilte mit, dass Jeroen Seyger zum Interims-CFO berufen wurde. So übernimmt Jeroen die CFO-Verantwortung von Bernard Bot, der am 24. September zum Interims-CEO bestellt wurde. Der Titel fällt um 0,4 Prozent.

Im österreichischen Leitindex ATX können zur Stunde Andritz, Lenzing, CA Immobilien Anlagen, Schoeller-Bleckmann sowie Vienna Insurance grüne Vorzeichen ausweisen. Die rote Laterne wird gleichzeitig von Immofinanz mit einem Abschlag von 3,7 Prozent getragen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.500,19 (-1,23 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.544,84 (-0,79 Prozent) FTSE 100 (London): 5.826,49 (-0,76 Prozent) CAC40 (Paris): 3.415,51 (-1,20 Prozent) MIB (Mailand): 15.582,93 (-1,85 Prozent) SMI (Zürich): 6.652,28 (-0,34 Prozent) ATX (Wien): 2.150,26 (-1,03 Prozent) (08.10.2012/ac/n/m)


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