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News - Marktberichte
09.10.2012
Börsen in Europa am Mittag: Weiter knapp im Minus, STMicroelectronics obenauf
aktiencheck.de

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Paris (www.aktiencheck.de) - Nach den deutlichen Vortagesverlusten kommt an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten auch am Dienstag keine Kauflaune auf. Für schlechte Stimmung sorgt dabei der Umstand, dass der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im laufenden und dem kommenden Jahr 2013 gesenkt hat. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert 0,16 Prozent auf 2.492,17 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,06 Prozent nach auf 2.543,32 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren uneinheitlich.

An den US-Börsen zeichnet sich derzeit eine negative Handelseröffnung ab. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 0,24 Prozent nach. Für den NASDAQ-Future geht es um 0,38 Prozent nach unten, während sich der S&P-Future um 0,24 Prozent verschlechtert. Aus den USA werden heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.

Das britische Handelsbilanzdefizit hat sich im August nach Angaben von National Statistics vergrößert. So kletterte das Defizit auf 9,8 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für Juli nur ein Passivsaldo von 7,3 Mrd. GBP ermittelt worden war. Hierbei gingen die Exporte binnen Monatsfrist um 4,0 Prozent auf 24,6 Mrd. GBP zurück, wogegen die Importe um 4,5 Prozent auf 34,5 Mrd. GBP zulegten. Die Industrieproduktion in Großbritannien ist derweil im August weiter zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 1,2 Prozent. Für Juli war nur eine Abnahme um 0,8 Prozent ermittelt worden. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Produktionsrückgang um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Minus von 0,7 Prozent im Juli. Aus Großbritannien wird heute ebenfalls ein Zukauf gemeldet. Die Großbank Barclays (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) gab bekannt, dass sie ING Direct UK übernehmen wird. Zuvor hatte die zum niederländischen Allfinanzkonzern ING Groep (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) gehörende ING Direct N.V. am 2. August angekündigt, strategische Optionen für ING Direct UK zu prüfen. Während Barclays um 1 Prozent fester tendieren, geht es für ING Groep um 0,2 Prozent nach oben. Unterdessen hat der Triebwerkshersteller Rolls-Royce Group (ISIN GB00B63H8491/ WKN A1H81L) einen so genannten MissionCare-Auftrag vom US-Verteidigungsministerium erhalten. So wurde Rolls Royce damit beauftragt, Triebwerke vom Typ F405 (Adour) für T-45 Trainingsmaschinen der U.S. Navy zu warten. Der Auftrag hat ein Volumen von 103,3 Mio. US-Dollar. Das Papier fällt um 0,5 Prozent.

Julius Bär (ISIN CH0102484968/ WKN A0YBDU) verbilligen sich um 0,2 Prozent. Die Bank teilte mit, dass CEO Boris F.J. Collardi und CFO Dieter A. Enkelmann heute gegenüber Analysten und Investoren in London zusätzliche Informationen zur Akquisition des "International Wealth Management"-Geschäfts (IWM) vom US-Kreditinstitut Bank of America (ISIN US0605051046/ WKN 858388) außerhalb der USA und Japan präsentieren. Zudem präsentiert Julius Bär die Zahlen für die ersten acht Monate 2012. Per Ende August stiegen die verwalteten Vermögen der Julius Bär Gruppe auf ein neues Rekordhoch von 184 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Das Total der Kundenvermögen erhöhte sich auf 276 Mrd. CHF. Per Ende August betrug die BIZ-Gesamtkapitalquote der Gruppe 24,8 Prozent und die BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) 22,4 Prozent. Als Spitzenreiter im schweizerischen Leitindex SMI rücken Givaudan um 1,4 Prozent vor. Der Aromenhersteller konnte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten steigern.

Das französische Handelsbilanzdefizit hat sich im August nach Angaben der Zollbehörde vergrößert. So erhöhte sich das Defizit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 5,29 Mrd. Euro. Für Juli 2012 war lediglich ein Passivsaldo von 4,06 Mrd. Euro und für August 2011 ein Defizit von 4,89 Mrd. Euro ermittelt worden. Hierbei kletterten die Ausfuhren binnen Monatsfrist um 3,6 Prozent, während die Einfuhren um 6,3 Prozent zunahmen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen im französischen Leitindex CAC 40 auch zur Mittagszeit die Aktien von STMicroelectronics (ISIN NL0000226223/ WKN 893438) mit einem Kursgewinn von 5 Prozent. ST-Ericsson, ein Joint Venture zwischen STMicroelectronics und Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001), zieht Presseangaben zufolge derzeit strategische Optionen in Betracht. Wie es heißt, hat der Hersteller von Mobilfunk-Chips demnach die US-Großbank JPMorgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) engagiert, um strategische Optionen für das finanziell angeschlagene Unternehmen auszuloten. Publicis Groupe (ISIN FR0000130577/ WKN 859386) meldete sich indes mit einem Zukauf zu Wort. Der Werbekonzern wird die malaysische Digital-Agentur Arachnid vollständig übernehmen. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Die Anteilsscheine tendieren nahezu unverändert. Die rote Laterne wird daneben von Alcatel-Lucent mit einem Wertverlust von 6,2 Prozent getragen.

Im österreichischen Leitindex ATX notieren zur Mittagszeit mit OMV, Vienna Insurance, Österreichische Post und RHI lediglich vier Titel in der Gewinnzone. Auf den letzten beiden Plätzen verbilligen sich indes Andritz und Lenzing um mehr als 2 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.492,17 (-0,16 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.543,32 (-0,06 Prozent) FTSE 100 (London): 5.828,99 (-0,22 Prozent) CAC40 (Paris): 3.413,20 (+0,20 Prozent) MIB (Mailand): 15.645,98 (+0,54 Prozent) SMI (Zürich): 6.671,26 (+0,23 Prozent) ATX (Wien): 2.139,07 (-0,43 Prozent) (09.10.2012/ac/n/m)


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