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News - Marktberichte
09.10.2012
Börsen in Europa-Schluss: Indizes rutschen bis Handelsende deutlich ins Minus
aktiencheck.de

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte bauten ihre Verluste am Dienstag bis Handelsende weiter aus. Dabei hatte vor allem die reduzierte Prognose für das Weltwirtschaftswachstum des Internationale Währungsfonds für negative Stimmung gesorgt. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor abschließend 0,96 Prozent auf 2.472,23 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab indes 0,47 Prozent nach auf 2.532,74 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen tendierten abschließend mit Abschlägen.

Die französische Zollbehörde teilte mit, dass sich das Handelsbilanzdefizit im August vergrößert hat. So erhöhte sich das Defizit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 5,29 Mrd. Euro. Für Juli 2012 war ein Passivsaldo von 4,06 Mrd. Euro und für August 2011 ein Defizit von 4,89 Mrd. Euro ermittelt worden. Hierbei kletterten die Ausfuhren binnen Monatsfrist um 3,6 Prozent, während die Einfuhren um 6,3 Prozent zunahmen. Im französischen Leitindex CAC 40 gewannen heute Aktien von STMicroelectronics (ISIN NL0000226223/ WKN 893438) mit 2,9 Prozent am meisten hinzu. ST-Ericsson, ein Joint Venture zwischen STMicroelectronics und Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001), zieht Presseangaben zufolge derzeit strategische Optionen in Betracht. So hat der Hersteller von Mobilfunk-Chips demnach die US-Großbank JPMorgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) engagiert, um strategische Optionen für das finanziell angeschlagene Unternehmen auszuloten. Die Publicis Groupe (ISIN FR0000130577/ WKN 859386) gab indes bekannt, dass sie die malaysische Digital-Agentur Arachnid vollständig übernehmen wird. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Die Anteilsscheine tendierten zu Handelsende 0,3 Prozent im Minus. Am unteren Ende des CAC 40 gingen Alcatel-Lucent mit einem Wertverlust von 5,1 Prozent aus dem Handel.

National Statistics erklärte am Dienstag, dass sich das britische Handelsbilanzdefizit im August auf 9,8 Mrd. Britische Pfund (GBP) vergrößert hat, nachdem für Juli ein Passivsaldo von 7,3 Mrd. GBP ermittelt worden war. Hierbei gingen die Exporte binnen Monatsfrist um 4,0 Prozent auf 24,6 Mrd. GBP zurück, wohingegen die Importe um 4,5 Prozent auf 34,5 Mrd. GBP zulegten. Die britische Industrieproduktion ist im August weiter zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß des verarbeitenden Gewerbes und der Versorger binnen Jahresfrist um 1,2 Prozent. Für Juli war eine Abnahme um 0,8 Prozent ermittelt worden. Die Großbank Barclays (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) gab indes bekannt, dass sie ING Direct UK übernehmen wird. Zuvor hatte die zum niederländischen Allfinanzkonzern ING Groep (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) gehörende ING Direct N.V. angekündigt, strategische Optionen für ING Direct UK zu prüfen. Während Aktien von Barclays 0,4 Prozent abgaben, verzeichneten Papiere der ING Groep abschließend ein Minus von 1,2 Prozent. Daneben hat der Triebwerkshersteller Rolls-Royce Group (ISIN GB00B63H8491/ WKN A1H81L) einen so genannten MissionCare-Auftrag vom US-Verteidigungsministerium erhalten. So wurde Rolls Royce damit beauftragt, Triebwerke vom Typ F405 (Adour) für T-45 Trainingsmaschinen der U.S. Navy zu warten. Der Auftrag hat ein Volumen von 103,3 Mio. US-Dollar. Das Papier schloss 0,5 Prozent schwächer.

Anteilsscheine von Julius Bär (ISIN CH0102484968/ WKN A0YBDU) zeigten heute einen Abschlag von 0,9 Prozent. Die Bank teilte mit, dass CEO Boris F. J. Collardi und CFO Dieter A. Enkelmann heute zusätzliche Informationen zur Akquisition des International-Wealth-Management-Geschäfts der Bank of America (ISIN US0605051046/ WKN 858388) außerhalb der USA und Japan präsentieren. Zudem veröffentlichte Julius Bär die Zahlen für die ersten acht Monate 2012. Per Ende August stiegen die verwalteten Vermögen der Julius Bär Gruppe auf ein neues Rekordhoch von 184 Mrd. Schweizer Franken. Das Total der Kundenvermögen erhöhte sich auf 276 Mrd. CHF. Per Ende August betrug die BIZ-Gesamtkapitalquote der Gruppe 24,8 Prozent und die BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) 22,4 Prozent. Spitzenreiter im schweizerischen Leitindex SMI waren heute Papiere von Transocean mit einem Zugewinn von 1,1 Prozent, während ABB-Papiere mit einem Minus von 1,2 Prozent am meisten abgaben.

Der österreichische Industriekonzern Semperit (ISIN AT0000785555/ WKN 870378) gab heute bekannt, dass er die Mehrheit an der malaysischen Latexx Partners Berhad übernommen hat. Die Aktien verloren in der Folge 1,6 Prozent an Wert. Im österreichischen Leitindex ATX notierten mit der Österreichischen Post und Vienna Insurance zu Handelsende lediglich zwei Titel in der Gewinnzone (+0,6 Prozent bzw. +0,3 Prozent). Auf dem letzten Platz verloren Aktien von Wienerberger 2,9 Prozent an Wert.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.472,23 (-0,96 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.532,74 (-0,47 Prozent) FTSE 100 (London): 5.810,25 (-0,54 Prozent) CAC40 (Paris): 3.382,78 (-0,70 Prozent) MIB (Mailand): 15.504,65 (-0,37 Prozent) SMI (Zürich): 6.649,10 (-0,10 Prozent) ATX (Wien): 2.133,30 (-0,70 Prozent) (09.10.2012/ac/n/m)


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