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News - Marktberichte
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11.10.2012
Börsen in Europa am Mittag: Indizes notieren einheitlich im Plus, Carrefour gesucht
aktiencheck.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes können sich am Donnerstag im Mittagshandel von ihren vorangegangenen Verlusten erholen. Die Kauflaune der Investoren wird dabei auch durch positive Zahlen von Burberry und Carrefour angeheizt. Im Blickfeld der Anleger steht allerdings auch weiterhin die europäische Schuldenkrise. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt 0,59 Prozent auf 2.471,03 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) legt um 0,48 Prozent zu auf 2.531,82 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Aufschläge aus.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So steigt der Dow Jones Future derzeit um 0,26 Prozent zu. Der NASDAQ-Future rückt um 0,32 Prozent vor, während es für den S&P-Future um 0,33 Prozent nach oben geht. Aus den USA werden heute die Ein- und Ausfuhrpreise, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Handelsbilanz und der Ölmarktbericht gemeldet.
Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Spaniens aufgrund dessen wirtschaftlicher und politischer Probleme deutlich gesenkt. So wurde die langfristige Bonitätseinstufung um zwei Stufen von "BBB+" auf nur noch "BBB-" reduziert. Damit steht das angeschlagene Land knapp über Ramschniveau. Zur Begründung erklärte die Ratingagentur, dass sie wachsende soziale Spannungen befürchtet. Zudem diskutieren sogar einige Regionen über eine Abspaltung von Madrid. Auch der Ausblick wurde mit negativ angegeben. Unterdessen hat sich der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE im September mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,4 Prozent, nachdem sie im August lediglich bei 2,7 Prozent gelegen hatte.
Die französischen Verbraucherpreise sind im September nach Angaben der Statistikbehörde INSEE mit abgebremstem Tempo angestiegen. So verringerte sich die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 1,9 Prozent, nach 2,1 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich gingen die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent zurück, gegenüber einer Preissteigerung um 0,7 Prozent im August. Im CAC 40 schießen auf Platz eins der Gewinnerliste Carrefour (ISIN FR0000120172/ WKN 852362) um 4 Prozent nach oben. Der Handelskonzern konnte im dritten Quartal einen Umsatzanstieg ausweisen. Den Angaben zufolge profitierte man dabei von einer anhaltend starken Entwicklung in den Emerging Markets, in erster Linie in Lateinamerika. Auf dem französischen Markt hätten sich indes Verbesserungen gezeigt. Schwierig bleibe dagegen das Geschäft in Südeuropa. In den ersten neun Monaten nahmen die Erlöse ebenfalls leicht zu. Schlusslicht im CAC 40 sind indes im Mittagshandel Alcatel-Lucent mit einem Wertverlust von 2,3 Prozent.
Burberry Group (ISIN GB0031743007/ WKN 691197) hat derweil seinen Umsatz im ersten Halbjahr um gut 6 Prozent gesteigert, was mit starken Retail-Umsätzen zusammenhängt. Jedoch hat sich das Wachstum im zweiten Quartal gegenüber dem Auftaktquartal angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen deutlich abgeschwächt. Die Anteilsscheine des Luxusartikelherstellers legen als bester Wert im FTSE 100 um 9,7 Prozent zu. Daneben rücken BAE Systems (ISIN GB0002634946/ WKN 866131) um 1,8 Prozent vor. Der Rüstungskonzern veröffentlichte sein Interim Management Statement für den Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis zum 10. Oktober 2012. Den Angaben zufolge hat sich das Geschäft in dem genannten Zeitraum im Rahmen der Erwartungen des Managements entwickelt. Für das Jahr 2012 rechnet das Unternehmen, wie bereits zuvor angedeutet, mit einem moderaten Wachstum beim bereinigten Ergebnis pro Aktie. Hinsichtlich der gescheiterten Fusion mit dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) zeigte sich BAE-CEO Ian King enttäuscht. Man blicke jedoch mit Zuversicht in die Zukunft. Die rote Laterne wird daneben nach wie vor von Morrison Supermarkets mit einem Minus von 1,4 Prozent getragen.
Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4/ WKN A0JML5) verteuern sich um 0,3 Prozent. Der Konzern verlautbarte, dass dem Vorschlag der ÖIAG, Ing. Rudolf Kemler mit Wirkung ab 1. November 2012 in den Aufsichtsrat zu wählen, bei der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung zugestimmt wurde. Im österreichischen Leitindex ATX finden sich zur Mittagszeit die Papiere von OMV mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren wieder. Daneben legen auch Verbund und Erste Group Bank um mehr als 1 Prozent zu, während es auf dem letzten Platz für Strabag um 1,1 Prozent nach unten geht.
Richemont können sich weiterhin mit einem Zugewinn von 3 Prozent an die Indexspitze des schweizerischen Leitindex SMI setzen. Am Indexende verschlechtern sich unterdessen Novartis um 0,3 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.471,03 (+0,59 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.531,82 (+0,48 Prozent) FTSE 100 (London): 5.815,50 (+0,67 Prozent) CAC40 (Paris): 3.387,98 (+0,66 Prozent) MIB (Mailand): 15.497,59 (+0,37 Prozent) SMI (Zürich): 6.647,39 (+0,28 Prozent) ATX (Wien): 2.138,47 (+0,49 Prozent) (11.10.2012/ac/n/m)
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