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12.10.2012
BP-Aktie: Konzern hofft laut Medienbericht auf Einigung mit US-Regierung
aktiencheck.de
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London (www.aktiencheck.de) - Der britische Ölkonzern BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) hofft Presseangaben zufolge derzeit auf eine außergerichtliche Einigung mit US-Regierung bezüglich der Katastrophe der Ölplattform "Deepwater Horizon" vor zweieinhalb Jahren.
Wie das "Wall Street Journal" am Donnerstag berichtete, stehen BP und das US-Justizministerium demnach kurz vor einer umfassenden Einigung über Schadenersatz des Ölkonzerns nach dem Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Jahr 2010. Dann könnten dem britischen Ölgiganten weitere zivil- und strafrechtliche Folgen erspart bleiben.
Laut der Zeitung könnten auf BP allein nach einem Umweltgesetz (Clean Water Act) Entschädigungszahlungen zwischen 5,4 und maximal 21 Mrd. US-Dollar zukommen. Dabei ist die entscheidende Frage, ob es dem US-Justizministerium gelingt, BP grobe Fahrlässigkeit beim Betrieb der Plattform nachzuweisen. In diesem Fall könnten die USA nach dem Clean Water Act je nach Menge des bei dem Unfall ausgetretenen Öls eine Strafe von bis zu 21 Mrd. US-Dollar verhängen. Aktuell sieht es jedoch nach einer milderen Strafe aus, hieß es.
Im März hatte sich BP mit einer Gruppe von Klägern auf rund 7,8 Mrd. US-Dollar Entschädigung verständigt. Zu den Klägern gehörten Fischer, Hoteliers, Restaurantbesitzer und Grundstücksbesitzer. Eine Einigung mit dem US-Justizministerium würde die letzte verbleibende Haftungsfrage des Ölkonzerns nach der Explosion auf der Ölplattform lösen.
Die Aktie von BP gewinnt in London aktuell 0,10 Prozent auf 439,20 Pence. (12.10.2012/ac/n/a)
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