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Analysen - Marktberichte
12.10.2012
Internationale Leitindices entwickelten sich mehrheitlich schwächer
Erste Group Research

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Wien (www.aktiencheck.de) - Die internationalen Leitindices entwickelten sich in der vergangenen Woche mehrheitlich schwächer, so die Analysten von Erste Group Research.

US-amerikanische Aktienindices hätten zwischen 2 und 3% verloren. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) habe 2% abgelegt, der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) 1,8% und der NASDAQ 100 Index (ISIN US6311011026/ WKN A0AE1X) 3,2%. Wenig verändert hätten der gesamteuropäische STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) (-0,1%) und der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) (+0,1%) notiert.

Positive Entwicklungen innerhalb Europas seien abermals beim ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) (+0,7%), beim SMI (ISIN CH0009980894/ WKN 969000) (+0,3%) und beim niederländische AEX (ISIN NL0000000107/ WKN 969241) (+0,6%) zu beobachten gewesen. Allmählich werde aufgrund der zeitweise besseren Performances in Europa ersichtlich, dass beim Vergleich der Gewinnaussichten zwischen Europa und den USA die europäischen Firmen hätten aufholen können.

Nur wenige Aktienmärkte hätten zuletzt zulegen können. Der brasilianische Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) sei um 1,2%, der türkische ISE 30 Index sogar um 4,6% gestiegen. Der Shanghai Composite habe in Asien eine Ausnahme dargestellt und sei um 1,6% gestiegen. Der Abwärtstrend sei hier jedoch weiterhin intakt. Japanische Aktien hätten zum Teil stärker eingebüßt (Topix 500 (ISIN XC0009694107/ WKN 969410): -3%, Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244): -3,2%).

Letzte Woche hätten beim S&P 500 sämtliche Sektoren Rückgänge zwischen -0,2 und -10,7% gezeigt. Diese Situation trete sehr selten auf und sei ein schlechtes Omen für die kommende Woche. Vorerst scheine der US-Aktienmarkt also in eine Abschwächungsphase einzutreten. Die ohnedies unterdurchschnittliche monatliche Performance der Aktienmärkte während des Monats Oktober lasse eine Zunahme der Volatilitäten in den kommenden Tagen realistisch erscheinen.

Die europäische Sektorenentwicklung sei wesentlich ausgewogener gewesen als jene in den USA. Während Rohstoffaktien (+1,7%), Ölaktien (+1,1%), Immobilienaktien (+1%) und Banken (+0,6%) gut performt hätten, seien vor allem die Technologieaktien (-2%) unter Druck gekommen.

Ebenfalls schwächer hätten die Edelmetalle tendiert (Gold: -1,3%; Silber: -2%), aber auch die meisten anderen Metallpreise.

Die Energiepreise hätten angezogen. Brent-Öl sei um 5,3% auf USD 109,9 gestiegen. Der Preis je Barrel für die Sorte WTI sei um 0,9% angestiegen und notiere bei USD 92,4. Die Preisdifferenz zu Brent bleibe voraussichtlich lange aufrecht.

Die Schwächen der europäischen Energiepolitik würden auch durch diesen Preisaufschlag sichtbar. Während die USA durch eigene Förderungen immer energieunabhängiger würden, werde in Europa die Forcierung der Exploration von Erdgas, das in riesigen Mengen vorhanden sei, von der Politik behindert. Die Rechnung gehe an die Energiekunden. Europäische energieintensive Branchen würden damit an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Gut für Dow Chemical (ISIN US2605431038/ WKN 850917) oder DuPont (ISIN US2635341090/ WKN 852046) aber schlecht für BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11), Akzo Nobel (ISIN NL0000009132/ WKN 914188) u.a.

Die Aktienvolatilitäten seien trotz des Rückgangs sämtlicher wichtiger Sektorindices in den USA noch niedrig. Dieser Zustand könne so nicht lange andauern. Technisch gesehen sei kurzfristig jetzt ein Rückgang des S&P 500 wahrscheinlich. Nächste Woche würden zudem viele Unternehmen berichten, wobei einige, aber nicht viele negative Ausblicke/Überraschungen zu erwarten seien. Die Analysten von Erste Group Research erwarten eine Abschwächung der Märkte und einen Anstieg der Volatilitäten. (12.10.2012/ac/a/m)



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