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News - Marktberichte
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12.10.2012
Börsen in Europa Schluss: Lediglich SMI leicht im Plus
aktiencheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes schlossen den Freitagshandel überwiegend im Minus ab. Trotz gut ausgefallener Industrieproduktionsdaten aus der Eurozone blieb die Nervosität der Investoren allerdings weiterhin hoch. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,72 Prozent auf 2.469,09 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab um 0,45 Prozent nach auf 2.526,03 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen überwiegend Abschläge aus. Lediglich der schweizerische Leitindex SMI konnte sich marginal ins Plus retten.
Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich nach Angaben der EU-Statistikbehörde im August gegenüber dem Vormonat erhöht. Auf Monatssicht kletterte die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 0,6 Prozent, während sie im Juli ebenfalls um 0,6 Prozent gestiegen war. Im Vorjahresvergleich ging die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 2,9 Prozent zurück, nach einem Minus von 2,8 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) stieg die Erzeugung um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach einem Zuwachs um 1,0 Prozent im Juli. Binnen Jahresfrist nahm der Output um 1,8 Prozent ab, während er im Juli schon um 1,8 Prozent nachgegeben hatte.
Der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise hat sich im September nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat mit unverändertem Tempo fortgesetzt. So verharrte die Jahresteuerungsrate bei 3,2 Prozent, nach einer Inflation von ebenfalls 3,2 Prozent im August.
Das Leistungsbilanzdefizit Frankreichs ist im August nach Angaben der Banque de France größer geworden. So erhöhte sich das Defizit in der Leistungsbilanz auf 4,0 Mrd. Euro, nachdem im Juli lediglich ein Passivsaldo von 2,6 Mrd. Euro ermittelt worden war. Hierbei kletterte das Handelsbilanzdefizit binnen Monatsfrist von 4,3 Mrd. Euro auf 5,7 Mrd. Euro. Für EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) ging es um 3,1 Prozent nach unten. Damit hatte die Aktie auch die rote laterne inne. Presseangaben zufolge ist die Zukunft der kriselnden Rüstungssparte des Konzerns offen, nachdem die geplante Fusion des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns mit der britischen BAE Systems (ISIN GB0002634946/ WKN 866131) gescheitert ist. Wie es heißt, machte Unternehmenschef Tom Enders in einem Brief an die Mitarbeiter klar, dass er für diesen Konzernbereich kaum noch erfolgversprechende Perspektiven sieht. Tagessieger waren die Titel von Alcatel-Lucent mit einem Plus von 6,8 Prozent.
BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) fielen um 1,7 Prozent. Der Ölkonzern hofft Presseangaben von gestern zufolge derzeit auf eine außergerichtliche Einigung mit der US-Regierung bezüglich der Katastrophe der Ölplattform "Deepwater Horizon" vor zweieinhalb Jahren. Wie es heißt, stehen BP und das US-Justizministerium demnach kurz vor einer umfassenden Einigung über Schadenersatz des Ölkonzerns nach dem Untergang der Ölplattform. Dann könnten dem britischen Ölgiganten weitere zivil- und strafrechtliche Folgen erspart bleiben. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im britischen Leitindex FTSE 100 auch am Ende die Aktien von Hargreaves mit einem Zugewinn von 3,5 Prozent wieder. Daneben legten auch Standard Chartered.
Nestlé (ISIN / WKN A0Q4DC) gewannen 0,3 Prozent an Wert. Der Nahrungsmittelhersteller verstärkt seine Präsenz in Südostasien. So eröffnet man auf den Philippinen für 112 Mio. Schweizer Franken (CHF) eine neue Produktionsanlage. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im schweizerischen Leitindex SMI die Anteilsscheine von Roche mit einem Zugewinn von 0,7 Prozent wieder.
Telefonica (ISIN ES0178430E18/ WKN 850775) wird derweil sein Customer Relationship Management (CRM)-Geschäft Atento an den US-Finanzinvestor Bain Capital verkaufen. Der Enterprise Value der Transaktion beläuft sich auf rund 1,04 Mrd. Euro. Die Anteilsscheine der Telefongesellschaft verbesserten sich um 0,5 Prozent.
Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, konnte die AGRANA Beteiligungs-AG (ISIN AT0000603709/ WKN 779535) im ersten Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2012/13 sowohl ihren Umsatz als auch ihr operatives Ergebnis deutlich steigern. Für die gute Entwicklung waren die Segmente Zucker und Stärke verantwortlich. Einen Ergebnisrückgang gab es aber im Segment Frucht. Der Titel verteuerte sich im breiten Markt um 0,1 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.469,09 (-0,72 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.526,03 (-0,45 Prozent) FTSE 100 (London): 5.793,32 (-0,62 Prozent) CAC40 (Paris): 3.389,08 (-0,72 Prozent) MIB (Mailand): 15,511.94 (-0,78 Prozent) SMI (Zürich): 6.655,20 (+0,02 Prozent) ATX (Wien): 2.150,12 (-0,48 Prozent) (12.10.2012/ac/n/m)
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