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News - DAX 100
15.10.2012
Celesio-Aktie: Pharmagroßhändler steht Medienbericht zufolge vor Verkauf von DocMorris
aktiencheck.de

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Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Der Pharmagroßhändler Celesio AG (ISIN DE000CLS1001/ WKN CLS100) steht einem Medienbericht zufolge vor dem Verkauf seiner Tochter DocMorris.

Nach Informationen der "WirtschaftsWoche" (Samstag) will Markus Pinger, Chef des Stuttgarter Pharmagroßhändlers Celesio, seine Tochterfirma DocMorris in den kommenden Wochen an einen Finanzinvestor verkaufen. Die Verhandlungen seien laut dem Bericht bereits in der Endphase.

Doch kurz vor Abschluss kracht es gewaltig zwischen der Versandapotheke mit Sitz in Holland und ihrem Noch-Eigentümer, schreibt das Magazin. Auslöser des Eklats ist ein Urteil des Gemeinsamen Senats der obersten Bundesgerichte, wonach sich auch ausländische Versandapotheken wie DocMorris an deutsche Preisvorschriften halten müssen. Laut einer Novelle zum Arzneimittelgesetz, die in Kürze in Kraft tritt, ist es ihnen verboten, Kunden Boni auf rezeptpflichtige Arznei zu gewähren. Bisher gibt DocMorris bis zu 15 Euro Rabatt pro Rezept - ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber deutschen Apotheken, denen Boni in solcher Höhe untersagt sind.

Offenbar, ohne sich mit seinem Eigentümer Celesio abzusprechen, schrieb DocMorris-Chef Olaf Heinrich seinen Kunden, dass trotz des Urteils der Bonus erhalten bleibe. Zahlreiche Apotheker, für die der aggressive Preisbrecher ohnehin ein rotes Tuch ist, protestierten daraufhin bei Celesio. Ein Pharmazeut aus Darmstadt verklagte gar DocMorris. Celesio-Chef Pinger entschied daraufhin im Sinne der Apotheker, dass DocMorris seine Rabatte massiv kürzen werde.

Die Aktie von Celesio notiert derzeit mit einem Plus von 0,78 Prozent bei 14,26 Euro. (15.10.2012/ac/n/d)


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