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News - Marktberichte
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18.10.2012
Börsen in Europa am Mittag: Moderate Abschläge, Nokia im Blick
aktiencheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes können im Donnerstaghandel auch zur Mittagszeit ihr Vortagesniveau nicht ganz behaupten. Die Anleger nehmen trotz starker Vorgaben aus Asien nach den vorangegangenen Aufschlägen ein paar Gewinne mit. Stützend wirkt allerdings der Umstand, dass der Zinsdruck auf Spanien nachgelassen hat. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert 0,16 Prozent auf 2.565,69 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,14 Prozent nach auf 2.582,64 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.
Die US-Börsen dürften heute mit Verlusten in den Handel starten. So fällt der Dow Jones Future derzeit um 0,02 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,27 Prozent nach, während der S&P-Future 0,19 Prozent an Wert verliert. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Frühindikatoren und der Philadelphia Fed Index gemeldet.
Im Blickfeld der Investoren stehen zur Mittagszeit vor allem auch die Aktien von Nokia (ISIN FI0009000681/ WKN 870737), die sich um 8,2 Prozent verteuern. Der Mobiltelefonhersteller musste für das dritte Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang und einen erheblich höheren Verlust ausweisen. Der Mobilfunkgeräteabsatz verringerte sich im Vorjahresvergleich um 22 Prozent. Bei den hochpreisigen Smartphones wurde sogar Absatzeinbruch von 63 Prozent verzeichnet. Für das Schlussquartal geht Nokia für die Konzernsparte Devices & Services von einer bereinigten operativen Marge von -6 Prozent (plus oder minus 4 Prozentpunkte) aus. Im dritten Quartal hatte die bereinigte operative Marge hier bei -7,4 Prozent gelegen. Analysten hatten allerdings mit noch schlechteren Zahlen gerechnet.
Die italienische Leistungsbilanz hat im August nach Angaben der Notenbank mit einem kleineren Defizit abgeschlossen. So belief sich der Passivsaldo auf 2,53 Mrd. Euro, nach einem Defizit von 5,08 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei verzeichnete die Warenhandelsbilanz ein Minus von 379 Mio. Euro, nach einem Passivsaldo von 2,38 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Dagegen ergab sich in der Dienstleistungsbilanz ein Plus von 84 Mio. Euro, gegenüber einem Defizit von 757 Mio. Euro im August 2011.
Der Handelsbilanzüberschuss der Schweiz hat sich im dritten Quartal nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung vergrößert. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 6,49 Mrd. Schweizer Franken (CHF) und fiel damit höher aus als im zweiten Quartal mit 5,95 Mrd. CHF. Hierbei kletterten die Exporte nominal um 5,1 Prozent auf 49,43 Mrd. CHF (real: -1,5 Prozent). Die Importe stiegen binnen Jahresfrist nominal um 2,3 Prozent auf 42,94 Mrd. CHF (real: -1,3 Prozent). Im SMI geht es für die Anteilsscheine von Nestlé (ISIN CH0038863350/ WKN A0Q4DC) nach Umsatzzahlen für die ersten neun Monate im Mittagshandel um 2,3 Prozent nach unten. Der Nahrungsmittelhersteller konnte in diesem Zeitraum seine Umsatzerlöse deutlich steigern. Zurückzuführen war dies vor allem auf ein starkes Wachstum in den Emerging Markets. Aber auch in den entwickelten Märkten konnte man wachsen. Die Jahresplanung wurde vor diesem Hintergrund bekräftigt. Daneben steigen Actelion (ISIN CH0010532478/ WKN 936767) um 0,8 Prozent. Der Pharmakonzern hat in den ersten neun Monaten einen deutlichen Ergebnisanstieg verbucht. Der Umsatz konnte ebenfalls leicht gesteigert werden. Im Anschluss wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Eine personelle Veränderung wird indes von ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) gemeldet. So verlautbarte der Spezialist in der Energie- und Automationstechnik, dass Michel Demaré als Finanzchef und Mitglied der Konzernleitung von ABB zurücktreten wird. Ein Nachfolger für Demaré wird den Angaben zufolge zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Das Papier legt um 0,5 Prozent zu.
Die französischen Frühindikatoren sind im August nach Angaben des Conference Board stärker angewachsen. Demnach kletterten die Frühindikatoren auf Monatssicht um 0,6 Prozent. Für Juli war nur ein Anstieg des Index um 0,3 Prozent ermittelt worden. In Frankreich brechen im breiten Markt die Aktien von Remy Cointreau (ISIN FR0000130395/ WKN 883206) um 6 Prozent ein. Der Spirituosenhersteller wies im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 einen deutlichen Umsatzanstieg aus. Allerdings hat sich die Entwicklung im zweiten Quartal abgeschwächt. Für den Rest des Jahres wurde keine konkrete Prognose gegeben. Dassault Aviation (ISIN FR0000121725/ WKN 852361) fliegen indes mit einem Abschlag von 0,3 Prozent hinterher. Der Flugzeughersteller konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem Anstieg beim Umsatz und beim Auftragseingang aufwarten. Im CAC 40 schießen auf Platz eins der Gewinnerliste Alcatel-Lucent (ISIN FR0000130007/ WKN 873102) um 6 Prozent nach oben. Der Netzwerkausrüster konnte einen Großauftrag aus China an Land ziehen. So hat man vom chinesischen Mobilfunkanbieter China Mobile (ISIN HK0941009539/ WKN 909622) einen Auftrag im Zusammenhang mit der Errichtung eines Test-Netzwerks mit dem neuen TD-LTE-Standard erhalten. Gleichzeitig trennen sich die Anleger weiterhin bevorzugt von den Titeln von Pernod-Ricard, die auf dem letzten Platz 3,1 Prozent einbüßen.
Zahlen wurden heute auch aus Spanien gemeldet. Bankinter (ISIN ES0113679I37/ WKN A0MW33) konnte im dritten Quartal mit einem leichten Gewinnanstieg aufwarten. Die Titel der Großbank verschlechtern sich um 2,7 Prozent.
Im österreichischen Leitindex ATX können sich Lenzing mit einem Zugewinn von 4 Prozent zur Mittagszeit an die Indexspitze setzen. Dahinter legen voestalpine um 1,7 Prozent zu, während die rote Laterne von Telekom Austria mit einem Wertverlust von 2,3 Prozent getragen wird.
Nicht so gut lief es im abgelaufenen Quartal für den Chemiekonzern Akzo Nobel (ISIN NL0000009132/ WKN 914188). So hat man einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet, was mit einer drastischen Sonderbelastung zusammenhängt. Zudem wurden einige Personalien gemeldet. Der Titel verschlechtert sich um 4,9 Prozent.
Die britischen Einzelhandelsumsätze sind im September nach Angaben von National Statistics angestiegen. Im Vormonatsvergleich kletterte der Einzelhandelsabsatz demnach um 0,6 Prozent, wogegen für August ein Rückgang um 0,1 Prozent ausgewiesen worden war. SABMiller (ISIN GB0004835483/ WKN 861038) verlieren 1,6 Prozent an Wert. Der Bierkonzern konnte sein Absatzvolumen in der ersten Geschäftsjahreshälfte (per 30. September) steigern. Hierzu trug insbesondere Europa bei, während das Wachstumstempo in der Region Lateinamerika nachließ. Die Gewinnerliste im britischen Leitindex FTSE 100 wird zur Stunde von Kazakhyms mit einem Kurszuwachs von 2,4 Prozent angeführt, während sich auf dem letzten Platz Randgold Resources um 1,9 Prozent verbilligen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.565,69 (-0,16 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.582,64 (-0,14 Prozent) FTSE 100 (London): 5.906,31 (-0,08 Prozent) CAC40 (Paris): 3.522,48 (-0,14 Prozent) MIB (Mailand): 16.107,02 (-0,78 Prozent) SMI (Zürich): 6.763,70 (-0,33 Prozent) ATX (Wien): 2.230,69 (+0,15 Prozent) (18.10.2012/ac/n/m)
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