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News - Marktberichte
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19.10.2012
Börsen in Europa am Mittag: Im Minus, Carrefour weiter im Höhenrausch
aktiencheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes notieren im Freitaghandel auch zur Mittagszeit in der Verlustzone. Die Anleger nehmen vor dem Wochenende Gewinne mit. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert 0,88 Prozent auf 2.551,49 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gibt um 0,49 Prozent nach auf 2.578,18 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Abschläge aus.
Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im August mit einem höheren Überschuss abgeschlossen. So wuchs der saisonbereinigte Aktivsaldo auf 8,8 Mrd. Euro, nach einem Plus von 8,1 Mrd. Euro im Juli. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, stellte sich der Überschuss auf 10,2 Mrd. Euro, nach einem Plus von 6,2 Mrd. Euro im Juli. Daneben stieg der Überschuss bei den Dienstleistungen von 5,9 Mrd. Euro auf 7,0 Mrd. Euro. Die Leistungsbilanz der EU27 hat unterdessen das zweite Quartal mit einem Passivsaldo abgeschlossen. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat heute im Rahmen ihrer zweiten Schätzung mitteilte, betrug das Leistungsbilanzdefizit revidiert 6,8 Mrd. Euro (zuvor: +4,6 Mrd. Euro), gegenüber einem Passivsaldo von 28,3 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Ferner stieg der Aktivsaldo bei den Dienstleistungen von 30,7 Mrd. Euro im entsprechenden Quartal 2011 auf nun 37,8 Mrd. Euro. Beim Warenhandel sank das Defizit auf 12,1 Mrd. Euro, nach einem Minus von 39,0 Mrd. Euro im ersten Quartal 2011.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,19 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,42 Prozent nach, während der S&P-Future 0,31 Prozent an Wert verliert. Aus den USA werden heute die Verkäufe bestehender Häuser gemeldet.
Der Auftragseingang der italienischen Industrie ist im August nach Angaben der Statistikbehörde Istat gesunken. So verringerte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresmonat um 9 Prozent. Im Juli war ein Minus von 4,9 Prozent ausgewiesen worden. Jedoch lagen die Neuaufträge saisonbereinigt um 0,7 Prozent über dem Niveau des Vormonats.
In blendender Verfassung zeigen sich im französischen Aktienhandel auch zur Mittagszeit die Anteilsscheine von Carrefour (ISIN FR0000120172/ WKN 852362), die sich als Spitzenreiter im CAC 40 um 6,2 Prozent verteuern. Der Handelskonzern teilte schon gestern mit, dass er sich von seinen Aktivitäten in Kolumbien trennt. So hat man mit der chilenischen Gruppe Cencosud ein Abkommen über den Verkauf der Geschäfte in Kolumbien für einen Enterprise Value von 2,0 Mrd. Euro geschlossen. Die deutsche Bundesregierung wehrt sich derweil einem Medienbericht zufolge gegen den Vorwurf von EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914), die Megafusion mit BAE Systems (ISIN GB0002634946/ WKN 866131) sei am Widerstand Berlins gescheitert. EADS fliegen mit einem Abschlag von 1,1 Prozent hinterher. Auf dem letzten Platz geht es indes für STMicroelectronics um 3,1 Prozent nach unten.
Beteiligungsverkäufe meldete heute der Allfinanzkonzern ING Groep (ISIN NL0000303600/ WKN 881111). So wird man die Versicherungsaktivitäten in Hongkong, Macau und Thailand verkaufen. Nach Abschluss der Transaktionen, der für das erste Quartal 2013 geplant ist, erwartet ING einen Nettoerlös in Höhe von rund 1 Mrd. Euro. Die Aktie verbilligt sich um 1,9 Prozent.
Bereits gestern teilte der Industriekranhersteller PALFINGER (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) mit, dass er seine neuerliche Schuldscheinemission erfolgreich abschließen konnte. So wurden mit Valuta zum 18. Oktober 2012 insgesamt drei Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von drei, fünf bzw. sieben Jahren und einem Gesamtvolumen von 77,5 Mio. Euro begeben. Das Kapital wird zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet. Der Titel fällt im breiten Markt um 0,5 Prozent. Unterdessen stehen im österreichischen Leitindex ATX die Anteilsscheine von OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) mit einem Abschlag von 2,9 Prozent unter Druck. Der Mineralölkonzern konnte die Ölproduktion im dritten Quartal steigern. Angesichts von mehreren Sondereffekten erwartet der Mineralölkonzern jedoch für das dritte Quartal hohe Einmalbelastungen im zweistelligen Millionenbereich. Noch schlechter läuft es im ATX derzeit nur für Erste Group Bank mit einem Minus von 3,9 Prozent, während an der Indexspitze Strabag um 1,6 Prozent vorrücken.
Yara International (ISIN NO0010208051/ WKN A0BL7F) verschlechtern sich um 1,9 Prozent. Der Düngemittelhersteller musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz war ebenfalls rückläufig. Unter anderem hat man unter der schwachen Nachfrage nach Nitrat-Dünger in Europa zu leiden gehabt. Auch rückläufige Absatzpreise in einigen Produktkategorien hatten sich nach Konzernangaben negativ auf das Ergebnis ausgewirkt.
In der Schweiz können sich Roche mit einem Wertzuwachs von 0,8 Prozent an die Spitze des Leitindex SMI setzen. Die letzten drei Plätze werden indes mit Credit Suisse, Julius Baer und UBS von Banktiteln mit Abschlägen zwischen 2,1 und 2,6 Prozent belegt.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.551,49 (-0,88 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.578,18 (-0,49 Prozent) FTSE 100 (London): 5.903,95 (-0,22 Prozent) CAC40 (Paris): 3.513,14 (-0,62 Prozent) MIB (Mailand): 15.932,88 (-1,56 Prozent) SMI (Zürich): 6.774,82 (-0,10 Prozent) ATX (Wien): 2.196,74 (-1,48 Prozent) (19.10.2012/ac/n/m)
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