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News - Marktberichte
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19.10.2012
Börsen in Europa-Schluss: Schwacher Wochenausklang
aktiencheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes gingen am Freitag in der Verlustzone aus dem Handel. Die Anleger nahmen angesichts enttäuschender Zahlen zahlreicher US-Konzerne vor dem Wochenende Gewinne mit. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 1,24 Prozent auf 2.542,24 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab um 0,71 Prozent nach auf 2.572,63 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen Abschläge aus.
Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im August mit einem höheren Überschuss abgeschlossen. So wuchs der saisonbereinigte Aktivsaldo auf 8,8 Mrd. Euro, nach einem Plus von 8,1 Mrd. Euro im Juli. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, stellte sich der Überschuss auf 10,2 Mrd. Euro, nach einem Plus von 6,2 Mrd. Euro im Juli. Daneben stieg der Überschuss bei den Dienstleistungen von 5,9 Mrd. Euro auf 7,0 Mrd. Euro. Die Leistungsbilanz der EU27 hat unterdessen das zweite Quartal mit einem Passivsaldo abgeschlossen. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat heute im Rahmen ihrer zweiten Schätzung mitteilte, betrug das Leistungsbilanzdefizit revidiert 6,8 Mrd. Euro (zuvor: +4,6 Mrd. Euro), gegenüber einem Passivsaldo von 28,3 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Ferner stieg der Aktivsaldo bei den Dienstleistungen von 30,7 Mrd. Euro im entsprechenden Quartal 2011 auf nun 37,8 Mrd. Euro. Beim Warenhandel sank das Defizit auf 12,1 Mrd. Euro, nach einem Minus von 39,0 Mrd. Euro im ersten Quartal 2011.
In London konnten die Aktie von Johnson (+1,8 Prozent) und Hammerson (+1,5 Prozent) den FTSE 100 anführen. Am Ende des britischen Leitindex standen Aggreko mit einem Abschlag von 7,2 Prozent. Evraz und Bunzl büßten daneben 4,1 Prozent ein.
In blendender Verfassung zeigten sich im französischen Aktienhandel die Anteilsscheine von Carrefour (ISIN FR0000120172/ WKN 852362), die sich als Spitzenreiter im CAC 40 um 5,9 Prozent verteuerten. Der Handelskonzern teilte schon gestern mit, dass er sich von seinen Aktivitäten in Kolumbien trennt. So hat man mit der chilenischen Gruppe Cencosud ein Abkommen über den Verkauf der Geschäfte in Kolumbien für einen Enterprise Value von 2,0 Mrd. Euro geschlossen. Die deutsche Bundesregierung wehrt sich derweil einem Medienbericht zufolge gegen den Vorwurf von EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914), die Megafusion mit BAE Systems (ISIN GB0002634946/ WKN 866131) sei am Widerstand Berlins gescheitert. EADS flogen mit einem Abschlag von 0,7 Prozent hinterher. Am Indexende ging es indes für Alstom und STMicroelectronics um über 3,5 Prozent nach unten.
In der Schweiz konnten sich Transocean mit einem Wertzuwachs von 1,4 Prozent an die Spitze des Leitindex SMI setzen. Die letzten drei Plätze wurden indes mit Credit Suisse, Julius Baer und UBS von Banktiteln mit Abschlägen zwischen 1,7 und 3,1 Prozent belegt.
Beteiligungsverkäufe meldete heute der Allfinanzkonzern ING Groep (ISIN NL0000303600/ WKN 881111). So wird man die Versicherungsaktivitäten in Hongkong, Macau und Thailand verkaufen. Nach Abschluss der Transaktionen, der für das erste Quartal 2013 geplant ist, erwartet ING einen Nettoerlös in Höhe von rund 1 Mrd. Euro. Die Aktie verbilligte sich um 2,1 Prozent.
Yara International (ISIN NO0010208051/ WKN A0BL7F) verschlechterten sich in Oslo um 2,4 Prozent. Der Düngemittelhersteller musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz war ebenfalls rückläufig. Unter anderem hat man unter der schwachen Nachfrage nach Nitrat-Dünger in Europa zu leiden gehabt. Auch rückläufige Absatzpreise in einigen Produktkategorien hatten sich nach Konzernangaben negativ auf das Ergebnis ausgewirkt.
Bereits gestern teilte der Industriekranhersteller PALFINGER (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) mit, dass er seine neuerliche Schuldscheinemission erfolgreich abschließen konnte. So wurden mit Valuta zum 18. Oktober 2012 insgesamt drei Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von drei, fünf bzw. sieben Jahren und einem Gesamtvolumen von 77,5 Mio. Euro begeben. Das Kapital wird zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet. Der Titel stieg im breiten Markt um 0,1 Prozent. Unterdessen standen im österreichischen Leitindex ATX die Anteilsscheine von OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341) mit einem Abschlag von 1,8 Prozent unter Druck. Der Mineralölkonzern konnte die Ölproduktion im dritten Quartal steigern. Angesichts von mehreren Sondereffekten erwartet der Mineralölkonzern jedoch für das dritte Quartal hohe Einmalbelastungen im zweistelligen Millionenbereich. Noch schlechter lief es im ATX nur für Erste Group Bank mit einem Minus von 3,7 Prozent, während an der Indexspitze Strabag um 2,2 Prozent vorrückten.
Der Auftragseingang der italienischen Industrie ist im August nach Angaben der Statistikbehörde Istat gesunken. So verringerte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresmonat um 9 Prozent. Im Juli war ein Minus von 4,9 Prozent ausgewiesen worden. Jedoch lagen die Neuaufträge saisonbereinigt um 0,7 Prozent über dem Niveau des Vormonats.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.542,24 (-1,24 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.572,63 (-0,71 Prozent) FTSE 100 (London): 5.896,15 (-0,35 Prozent) CAC40 (Paris): 3.504,56 (-0,87 Prozent) MIB (Mailand): 15.862,31 (-2,00 Prozent) SMI (Zürich): 6.756,14 (-0,38 Prozent) ATX (Wien): 2.194,15 (-1,60 Prozent) (19.10.2012/ac/n/m)
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