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News - Marktberichte
22.10.2012
Börsen in Europa-Schluss: Schwacher Wochenauftakt, BP im Fokus
aktiencheck.de

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes konnten sich am Montag nur Zeitweise von ihren Verlusten vom Freitag erholen. Bis Handelsende schlossen die Indizes wieder im Minus. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,44 Prozent auf 2.531,10 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab um 0,51 Prozent nach auf 2.559,63 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen Abschläge aus.

Im Jahr 2011 verringerte sich das öffentliche Defizit in absoluten Zahlen sowohl im Euroraum (ER17) als auch in der EU27 im Vergleich zu 2010, während der öffentliche Schuldenstand in beiden Gebieten anstieg. Dies teilte das europäische Statistikamt Eurostat heute mit. Gemessen am BIP verringerte sich das öffentliche Defizit im Euroraum von 6,2 Prozent im Jahr 2010 auf 4,1 Prozent im Jahr 2011 und in der EU27 von 6,5 auf 4,4 Prozent. Dagegen stieg der öffentliche Schuldenstand gemessen am BIP im Euroraum von 85,4 Prozent (Ende 2010) auf 87,3 Prozent (Ende 2011) und in der EU27 von 80,0 auf 82,5 Prozent. Deutschland zählte mit 0,8 Prozent zu den Mitgliedsländern mit den niedrigsten öffentlichen Defiziten als Prozent des BIP. Die deutsche Verschuldungsquote lag bei 80,5 Prozent.

BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) wird seine 50-prozentige Beteiligung an dem Joint Venture TNK-BP an den russischen Ölförderer Rosneft verkaufen. Dabei erhält der britische Konzern für die Beteiligung 17,1 Mrd. US-Dollar in bar sowie Rosneft-Anteile, entsprechend einer 12,84-prozentigen Beteiligung an dem russischen Unternehmen. Von den Barmitteln will BP wiederum 4,8 Mrd. US-Dollar dazu verwenden, um weitere 5,66 Prozent an Rosneft zu erwerben. Am Ende der Transaktionen wird BP demnach 18,5 Prozent der Rosneft-Anteile sowie 12,3 Mrd. US-Dollar in bar erhalten. Zusammen mit der bestehenden 1,25-prozentigen Rosneft-Beteiligung von BP wird der britische Konzern damit seine Anteile an dem russischen Wettbewerber auf insgesamt 19,75 Prozent aufstocken. Die Anteilsscheine des Ölkonzerns verbilligten sich um 1,5 Prozent. Auf Platz eins der Gewinnerliste im britischen Leitindex FTSE 100 standen Randgold Resources mit einem Wertzuwachs von 2,7 Prozent, während die rote Laterne von Aggreko mit einem Minus von 3 Prozent getragen wurde.

In Paris dominierte ebenfalls die Farbe Rot. Im CAC 40 gewann Vivendi an der Indexspitze 1,8 Prozent hinzu. Größter Verlierer im französischen Leitindex war Veolia Environnement mit einem Minus von 5 Prozent.

Actelion (ISIN CH0010532478/ WKN 936767) hat bei der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung (New Drug Application - NDA) für Macitentan (Opsumit) zur Behandlung von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) beantragt. Der Titel des Pharmakonzerns gab am Ende des SMI um 1,2 Prozent nach. UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) und Credit Suisse (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) planen derweil Presseangaben zufolge den Abbau tausender Stellen. Wie es heißt, beabsichtigt UBS demnach, 3.000 bis 5.000 Arbeitsplätze zu streichen, während bei Credit Suisse 1.000 bis 2.000 Stellen wegfallen könnten. Bei UBS seien dabei 900 Arbeitsplätze in der IT betroffen, neben weiteren 2.000 bis 4.000 in der Investment Bank sowie in anderen zentralen Funktionen. Während sich UBS als Spitzenreiter im SMI um 1,3 Prozent verbesserten, ging es für Credit Suisse um 0,3 Prozent nach unten.

Für eine positive Überraschung sorgte heute Philips Electronics (ISIN NL0000009538/ WKN 940602). Der Technologiekonzern hat seinen Gewinn im dritten Quartal angesichts gestiegener Umsätze mehr als verdoppelt. Dabei profitierte man von Kostensenkungen und einem Wachstum in den Emerging Markets. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Beim Umsatz konnte man ebenfalls deutlich zulegen. Die Aktien verteuerten sich um 5,8 Prozent.

Die Anleger honorierten den Zahlenausweis von Scania (ISIN SE0000308280/ WKN 899846) mit Aufschlägen von 2,3 Prozent. Der Nutzfahrzeughersteller musste im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Umsatz, die Zahl der Auslieferungen und der Auftragseingang verringerten sich ebenfalls. Neben dem deutlichen Rückgang beim Nutzfahrzeugabsatz hatte der Konzern auch unter der geringen Kapazitätsauslastung und höheren Kosten zu leiden. Zudem wirkten sich negative Wechselkurseffekte auf die Ergebnisentwicklung aus. Auch der weitere Ausblick fiel eher verhalten aus. Svenska Handelsbanken (ISIN SE0000193120/ WKN 886062) verloren derweil 1,3 Prozent an Wert. Das Unternehmen konnte im dritten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Die Gesamteinnahmen erhöhten sich ebenfalls. In Schweden richtet sich der Fokus der Investoren ferner auch auf die Anteilsscheine von Electrolux (ISIN SE0000103814/ WKN 853138), die sich um 0,1 Prozent verteuerten. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten hat im dritten Quartal einen höheren Gewinn verbucht, was mit einer starken Nachfrage in Lateinamerika, Nordamerika und Asien zusammenhängt. Zum Teil habe man auch von Preiserhöhungen profitiert. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.531,10 (-0,44 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.559,63 (-0,51 Prozent) FTSE 100 (London): 5.882,91 (-0,22 Prozent) CAC40 (Paris): 3.483,25 (-0,61 Prozent) MIB (Mailand): 15.866,78 (+0,03 Prozent) SMI (Zürich): 6.746,71 (-0,14 Prozent) ATX (Wien): 2.193,96 (-0,01 Prozent) (22.10.2012/ac/n/m)


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