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Analysen - Marktberichte
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25.10.2012
Internationalen Aktienindices tendierten auf Wochensicht deutlich schwächer
Erste Group Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (www.aktiencheck.de) - Die internationalen Aktienindices tendierten in der letzten Woche deutlich schwächer, so die Analysten von Erste Group Research.
Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um 3,6% gefallen, der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) um 2,2% und der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) um 2,7%. Allein die japanischen Indices (Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244): +1,7%, Topix (ISIN XC0009694107/ WKN 929694): +0,4%), der Shanghai Composite (+0,3%) und der indische Nifty (+0,6%) hätten zulegen können.
Wenig erfreulich für Aktieninvestoren sei das Faktum, dass aktuell sowohl in den USA als auch in Europa nahezu sämtliche (!) Sektorindices abwärts tendieren würden. Die wenigen Ausnahmen würden die in Europa ohnedies nur spärlich vorhandenen Technologieaktien und den Sektor der Baumaterialien in den USA betreffen. Eine ähnliche Situation habe es vor zwei Wochen gegeben, wo sich in den USA sämtliche Sektorindices abgeschwächt hätten. Vorerst würden die Märkte demnach in einem Korrekturmodus bleiben, was aufgrund der bisher deutlich positiven Performances der meisten etablierten Märkte auch nicht überrasche.
Der Volatilitätsindex VIX sei zuletzt leicht angestiegen und notiere bei 18,3 Punkten. Der Dollarindex habe ebenfalls etwas zulegen können. In Summe seien diese Entwicklungen derzeit im Rahmen der üblichen Marktbewegungen und noch keinesfalls als kritisch einzuschätzen.
Die Edelmetalle Gold und Silber hätten erwartungsgemäß etwas schwächer notiert (Gold: -2,6%, Silber: - 3,3%). Die Ölpreise seien deutlich gefallen. WTI-Öl habe sich auf USD 85,7/Barrel abgeschwächt (-6,8%) und das für Europa maßgebliche Brent-Öl sei 4,8% billiger geworden und habe zuletzt bei USD 108/Barrel notiert. Damit sei die Sorte Brent um 26,5% teurer als WTI.
Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX) ("verkaufen") habe etwas höher als erwartete Umsatzzahlen (1,26 Mrd.) und einen Nettoverlust von USD 59 Mio. berichtet. Damit weise das Unternehmen bereits zwei Quartale hintereinander Verluste aus (in Q2: USD -157 Mio.). Die Bruttomarge habe sich zuletzt verbessert. Das sei zwar auch ein Zeichen der Besserung und angesichts der niedrigen Erwartungen, die die Marktteilnehmer hinsichtlich der Unternehmensentwicklung hätten, sollten künftig ein paar positive Überraschungen möglich sein.
Im Bereich der Werbeeinnahmen bei Mobilgeräten halte Facebook einen Marktanteil von nur 2,8%, während Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) etwa 55% Marktanteil innehabe und diesen zuletzt weiter habe steigern können. Der jüngste Kursanstieg um 18% möge den Beginn einer Bodenbildung der Aktie darstellen, vorerst bleibe das Risiko, dass das soziale Netzwerk nur sehr langsam die Trendwende zu einem profitablen Wachstum schaffe.
Die Analysten würden erwarten, dass der S&P 500 in den kommenden Tagen noch leicht schwächer tendieren werde. Bei ca. 1.375 Punkten sollte die Abschwächung zu Ende gehen und der Index wieder ansteigen. Die europäischen Indices (DAX und STOXX 600) sollten eine relative Stärke zeigen. (25.10.2012/ac/a/m)
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