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News - Marktberichte
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26.10.2012
Börsen in Europa-Schluss: Freundlicher Wochenausklang
aktiencheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes zeigten sich am letzten Handelstag der Woche in fester Verfassung. Die Kauflaune der Investoren wurde zwischenzeitlich durch den gestern nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalsbericht von Apple getrübt. Positive Nachrichten in Bezug auf Spanien lies die Stimmung jedoch drehen. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann 0,51 Prozent auf 2.496,10 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) legte um 0,17 Prozent nach auf 2.532,89 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen mehrheitlich Zugewinne aus.
Die Frühindikatoren der Eurozone haben sich im September nach Angaben des Conference Board reduziert. So schrumpften die Frühindikatoren gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Für August war hingegen ein Plus von 0,5 Prozent ermittelt worden. Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel ermittelte für September eine Abnahme bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen. So lagen die Neuzulassungen in der EU mit 150.910 Einheiten um 13,7 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. In den ersten neun Monaten 2012 gaben die Nfz-Neuzulassungen in der EU um insgesamt 10,7 Prozent auf 1.282.248 Einheiten nach.
Eine personelle Veränderung meldete heute der Minenkonzern Anglo American (ISIN GB00B1XZS820/ WKN A0MUKL). So hat sich Cynthia Carroll dazu entschieden, als CEO zurückzutreten. Dabei wird Carroll noch so lange im Amt bleiben, bis ein Nachfolger bestellt und eine angemessene Übergangsphase abgeschlossen ist. Der Titel verbesserte sich als bester Wert im FTSE 100 um 4,1 Prozent. Auf der Gewinnerliste im britischen Leitindex FTSE 100 folgten Evraz, Weir Group und Burberry mit einem Plus von 1,8 bis 1,7 Prozent, während am Indexende Kazakhyms 2,9 Prozent an Wert verloren.
Die Verbraucherstimmung in Frankreich hat sich im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee erneut verschlechtert. So verringerte sich der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft auf 84 Zähler. Hierbei handelt es sich um den fünften Rückgang in Folge. Für September war noch ein Indexstand von 85 Punkten ermittelt worden. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, konnte der Baukonzern Vinci (ISIN FR0000125486/ WKN 867475) im dritten Quartal seinen Umsatz steigern. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der Konzern aufgrund neuer Steuern und Sozialabgaben in Frankreich einen negativen Einfluss auf seinen Gewinn. Die Aktie verteuerte sich um 1,4 Prozent. Daneben steigerte auch der Einzelhandels- und Luxusartikelkonzern PPR (ISIN FR0000121485/ WKN 851223) im dritten Quartal seinen Umsatz. Dies wurde durch ein anhaltendes Wachstum bei allen Luxus-Marken erreicht. Das Papier legte als bester Wert im CAC 40 um 4,9 Prozent zu. Gleichzeitig fanden sich weiterhin Banktitel auf dem Verkaufszettel der Investoren wieder. So ging es auf dem letzten Platz für Crédit Agricole um 1,9 Prozent nach unten.
In der Schweiz legten Syngenta (ISIN CH0011037469/ WKN 580854) um 0,6 Prozent zu. Der Agrochemiekonzern hat mit der dänischen Novozymes (ISIN DK0060336014/ WKN A1JP9Y) eine exklusive globale Marketing- und Vertriebsvereinbarung zur Vermarktung von Taegro unterzeichnet. Hierbei handelt es sich um ein fermentiertes Fungizid auf der Basis des natürlich vorkommenden Bakteriums Bacillus subtilis. An der Spitze des SMI gewannen Richemont 1,6 Prozent, während am Indexende Adecco 5,1 Prozent nachgab. Clariant (ISIN CH0012142631/ WKN 895929) hat indes mit dem asiatischen Agrarkonzern Wilmar International (ISIN SG1T56930848/ WKN A0KEWL) einen Vertrag zur Gründung eines 50:50 Joint Ventures als globale Plattform für die Produktion und den Verkauf von Aminen und ausgewählten Aminderivaten unterzeichnet. Die Anteilsscheine des Spezialchemiekonzerns verschlechterten sich im breiten Markt um 0,4 Prozent.
Mit einem Wertverlust von 3,9 Prozent standen die Aktien von Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) deutlich unter Druck. Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang. Zurückzuführen war dies auf geringere Ausgaben seitens der Mobilfunkbetreiber. Der Umsatz verringerte sich ebenfalls. Die Erwartungen wurden ergebnisseitig jedoch übertroffen.
Daneben ging es für Statoil (ISIN NO0010096985/ WKN 675213) um 0,8 Prozent nach unten. Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern konnte im dritten Quartal mit einem Ergebnisplus aufwarten.
Die spanische Arbeitsmarktlage hat sich im dritten Quartal nach Angaben des Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger auf 5,78 Millionen. Das sind 1,5 Prozent mehr als im Vormonat und 16,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg auf 25,0 Prozent, nach 24,6 Prozent im Vormonat und 21,5 Prozent im Vorjahresmonat. Banco Popular Espanol (ISIN ES0113790531/ WKN A0ETZ1) legten um 0,1 Prozent zu. Die Bankgesellschaft musste im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, was mit Rückstellungen für Immobilienverluste und einer deutlich höheren Steuerlast zusammenhängt.
Das Geschäftsklima des italienischen verarbeitenden Gewerbes hat sich unterdessen im Oktober nach Angaben der nationalen Statistikbehörde verschlechtert. So verringerte sich der Stimmungsindex im Verarbeitenden Gewerbe auf 87,6 Punkte. Für September war noch ein Indexwert von 88,3 Punkten gemeldet worden. Im Dienstleistungssektor zog der Index hingegen von 72,3 auf nun 75,8 Punkte an.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.496,10 (+0,51 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.532,89 (+0,17 Prozent) FTSE 100 (London): 5.806,71 (+0,03 Prozent) CAC40 (Paris): 3.435,09 (+0,69 Prozent) MIB (Mailand): 15.584,86 (+0,36 Prozent) SMI (Zürich): 6.600,84 (-0,09 Prozent) ATX (Wien): 2.146,86 (26.10.2012/ac/n/m)
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