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News - Marktberichte
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29.10.2012
Börsen in Europa Schluss: Schwacher Wochenauftakt, "Sandy" sorgt für Unsicherheit
aktiencheck.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes verzeichneten am Montag Abschläge. Die Anleger agierten gut eine Woche vor den US-Präsidentschaftswahlen zunehmend zurückhaltend. Für Unsicherheit sorgte daneben auch der Hurrikan "Sandy", der in der Nacht zum Dienstag auf die amerikanische Ostküste treffen soll. An der Wall Street findet zum Wochenauftakt deshalb kein Handel statt. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,69 Prozent auf 2.478,84 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab um 0,42 Prozent auf 2.522,33 Zähler nach.
Die europäischen Länderbörsen wiesen ebenfalls größtenteils Abschläge aus. Lediglich der Schweizer SMI ging knapp über seinem Vortagesschluss in den Feierabend. Die größten Einbußen verzeichnete der italienische MIB mit einem Tagesverlust von 1,5 Prozent.
Der Umsatz des spanischen Einzelhandels hat sich im September nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE deutlich reduziert. So schrumpften die Umsatzerlöse der Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,6 Prozent. Davor war im August ein Umsatzrückgang von revidiert 2,0 (vorläufig: -2,1) Prozent ermittelt worden. In den ersten neun Monaten 2012 lag der Einzelhandelsumsatz um durchschnittlich 6,0 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.
Der Anstieg der griechischen Erzeugerpreise hat sich derweil nach Angaben der nationalen Statistikbehörde im September mit abgebremstem Tempo fortgesetzt. So erhöhte sich das Preisniveau gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent. Im August hatte die Preissteigerung noch bei 6,5 Prozent gelegen. Auf Monatssicht fielen die Preise auf Produzentenebene um 0,6 Prozent, gegenüber einer Preissteigerung um 1,7 Prozent im August.
Pearson (ISIN GB0006776081/ WKN 858266) legten nach ihrem Interim Management Statement für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres gegen den Trend um 0,3 Prozent zu. Der Verlagskonzern steigerte auf Basis konstanter Währungen seinen Umsatz. Das operative Ergebnis zeigte sich indes rückläufig, was mit dem FTSE-Verkauf in 2011, akquisitionsbedingte Integrationskosten und eine anhaltende Schwäche im Bereich Professional Training in Großbritannien zusammenhängt. Wie weiter mitgeteilt wurde, hat man sich mit Bertelsmann darauf verständigt, Penguin und Random House zusammenzuführen, womit das weltweit führende Consumer Publishing-Unternehmen entstehen soll. Das neue Joint Venture wird unter Penguin Random House firmieren und zu 53 Prozent Bertelsmann bzw. zu 47 Prozent Pearson gehören.
TNT Express (ISIN NL0009739424/ WKN A1JJP8) gewannen 0,8 Prozent an Wert. Das vor der Übernahme durch den US-Logistikkonzern UPS (ISIN US9113121068/ WKN 929198) stehende Unternehmen konnte im dritten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erzielen. Der Umsatz legte indes moderat zu.
Im französischen Leitindex CAC 40 standen Michelin mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent an der Spitze. Gleichzeitig trennten sich die Anleger bevorzugt von den Aktien von Veolia Environnement, die sich auf dem letzten Platz um 4,8 Prozent verbilligten. Im breiten Markt ging es für Valeo (ISIN FR0000130338/ WKN 854052) um 0,8 Prozent nach unten. Der Automobilzulieferer und V. Johnson Enterprises haben ein Joint Venture namens Detroit Thermal Systems (DTS) vereinbart, um das Climate Control-Geschäft von Automotive Components Holdings (ACH), einer Tochter des US-Automobilherstellers Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), zu übernehmen. Mit dem Erwerb erhält Valeo eine führende Stellung im nordamerikanischen Markt. V. Johnson Enterprises, eine Gesellschaft eines Detroiter Unternehmers, wird 51 Prozent an DTS halten, während Valeo im Besitz der verbleibenden 49 Prozent der Anteile sein wird.
Im schweizerischen Leitindex SMI schossen UBS um 7,3 Prozent nach oben. Die Gesellschaft steht Presseberichten zufolge vor einem massiven Stellenabbau. Gleichzeitig wurde die rote Laterne von Adecco mit einem Abschlag von 2,7 Prozent gehalten.
Nachdem an den österreichischen Aktienbörsen am Freitag feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, ging es im Montaghandel ebenfalls nach unten. Spitzenreiter im Leitindex ATX waren Andritz mit einem Wertzuwachs von 3,6 Prozent. Am Indexende ging es unterdessen für Telekom Austria um 5,3 Prozent in die Tiefe. Semperit (ISIN AT0000785555/ WKN 870378) schlossen im breiten Markt mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent. Der Industriekonzern verlautbarte, dass die Securities Commission Malaysia ihre Zustimmung zum Inhalt des Angebotsdokumentes für das freiwillige bedingte Angebot für Latexx Partners Bhd erteilt hat. Das Angebot erfolgt über die vollständige Tochter Semperit Investments Asia Pte Ltd. Das Angebotsdokument wurde heute versendet.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.478,84 (-0,69 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.518,84 (-0,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.795,10 (-0,20 Prozent) CAC40 (Paris): 3.408,89 (-0,76 Prozent) MIB (Mailand): 15.349,12 (-1,51 Prozent) SMI (Zürich): 6.601,42 (+0,01 Prozent) ATX (Wien): 2.136,07 (-0,50 Prozent) (29.10.2012/ac/n/m)
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