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Analysen - DAX 100
08.11.2002
Koenig & Bauer Outperformer
Frankfurter Sparkasse

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Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie der König & Bauer AG (WKN 719350) von Marketperformer auf Outperformer hoch.

Die schwache Konjunktur, und hier insbesondere die Krise im Werbe- und Zeitungsmarkt, habe im ersten Halbjahr 2002 das Geschäft bei König & Bauer AG (KBA) ziemlich eingetrübt. Während der Konzernumsatz um 10,4 Prozent auf 685,8 Mio. Euro zugelegt habe, habe der Auftragseingang mit 549,9 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 731,6 Mio. Euro gelegen. Beim Vorsteuerergebnis sei ein Rückgang um 18 Prozent auf 16,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresergebnis zu verzeichnen gewesen.

Mit einer schnellen Markterholung rechne das Unternehmen nach bisherigen Angaben nicht. So werde vom Management für das Gesamtjahr 2002 ein Rückgang des Vorsteuergewinns auf 50 (Vorjahr: 59) Mio. Euro prognostiziert. Im Bereich Rollenmaschinen sei daher an den Produktionsstätten die wöchentliche Arbeitszeit verringert worden.

Mittelfristig positiv dürfte sich aber auf jeden Fall der neue Großauftrag aus den USA auswirken. Die US-Mediengruppe Knight Ridder plane, in einem seiner Verlagshäuser insgesamt 199 Millionen Dollar in den Ausbau der Kapazitäten zu investieren. Dabei habe KBA im Bereich Druck den Zuschlag erhalten. Die vier Rotationsanlagen würden ab Anfang 2004 installiert und würden ein Ordervolumen im "oberen zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich" bedeuten.

Kurzfristig sei der fundamentale Ausblick bei KBA nach dem Rekordgeschäftsjahr 2001 etwas eingetrübt und der Ausblick nur verhalten. Der jüngste Auftragserfolg in den USA trage jedoch zu einer etwas besseren Kapazitätsauslastung bei.

Noch würden aber deutlichere Trendwendeanzeichen fehlen. Die bisher eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen dürften zudem wahrscheinlich erst in 2004 voll zum Tragen kommen. Allerdings bleibe das Unternehmen in der Gewinnzone und sollte wohl wieder in der Lage sein, eine Dividende zu zahlen. Ob die im letzten Jahr gezahlte Dividende von 1,00 Euro je Aktie in der Höhe jedoch aufrecht erhalten werden könne, bleibe noch unklar, doch habe sich das Management bisher Dividendenkontinuität auf die Fahne geschrieben.

Mit einem 2003er KGV von knapp 7 sei KBA ziemlich niedrig bewertet und damit etwa halb so teuer wie der Marktführer Heidelberger Druck (KGV 2003: 14,5). Nach dem Bruch des mittelfristigen Abwärtstrends habe sich auch die charttechnische Situation bei KBA wieder verbessert.

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse erhöhen ihre Einschätzung für die Aktie von König & Bauer von Marketperformer auf Outperformer und setzen ein Stop-Loss-Limit bei 13,00 Euro.



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