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News - Marktberichte
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05.11.2012
Börsen in Europa Schluss: Die Farbe Rot überwiegt
aktiencheck.de
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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes schlossen den Montagshandel mehrheitlich im Minus ab. Die Kauflaune der Investoren wurde dabei durch negative Vorgaben aus den USA und Asien eingetrübt. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 1,16 Prozent auf 2.517,67 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab um 0,60 Prozent nach auf 2.546,22 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen mehrheitlich Abschläge aus.
Die italienische Wirtschaft wird nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat voraussichtlich sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr schrumpfen. So wird für 2012 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um real 2,3 Prozent erwartet. Hierbei wirken sich die globale Wirtschaftsschwäche und eine schlechtere Binnennachfrage negativ aus. Für 2013 wird infolge einer anhaltend schwachen privaten Nachfrage noch ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent in Aussicht gestellt.
Die spanische Arbeitsmarktlage hat sich im Oktober nach Angaben des Arbeitsministeriums weiter verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger auf 4,83 Millionen. Das sind 128.242 Personen oder 2,7 Prozent mehr als im Vormonat. Hierbei handelt es sich um den dritten Anstieg in Folge. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosenzahl zudem um 10,8 Prozent angewachsen.
HSBC Holdings (ISIN GB0005405286/ WKN 923893) verbilligten um 1,3 Prozent. Die Großbank musste im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Bereinigt um Sondereffekte verbesserte sich das Ergebnis zwar deutlich. Allerdings wurden die Analystenerwartungen nicht erreicht. Daneben verlautbarte Prudential (ISIN GB0007099541/ WKN 852069), dass seine Tochter Prudential Life Assurance (Thailand) PCL ("Prudential Thailand") mit der Thanachart Bank PCL ein Abkommen geschlossen hat, das die Etablierung einer Partnerschaft über einen Zeitraum von 15 Jahren vorsieht. Die Titel des Versicherungskonzerns verloren 0,3 Prozent an Wert. Des Weiteren hat sich der Energie- und Erdgasversorger BG Group (ISIN GB0008762899/ WKN 931283) eine neue Kreditlinie gesichert. So wurde mit einem internationalen Bankenkonsortium eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von insgesamt rund 3 Mrd. US-Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren vereinbart. Die neue Kreditfazilität ersetzt dabei zwei auslaufende Kreditlinien im Gesamtvolumen von 2,3 Mrd. US-Dollar. Das Papier fiel um 0,3 Prozent. Ryanair (ISIN IE00B1GKF381/ WKN A0MJ5T) flogen indes im breiten Markt um 6,3 Prozent vor. Die Billigfluglinie hat im ersten Halbjahr angesichts gesunkener Treibstoffkosten und gestiegener Ticketpreise einen höheren Gewinn erzielt. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Beim Umsatz legte man indes prozentual zweistellig zu. Zudem wurde die Jahresprognose erhöht. Im FTSE 100 konnten Weir Group den Tagessieg mit einem Plus von 4,6 Prozent verbuchen. Am Indexende büßten Titel von Eurasian Natural Resources Corporation 3,7 Prozent an Wert ein.
Im französischen CAC 40 schlossen lediglich zwei Titel im Plus, Alcatel-Lucent mit einem Plus von 1,2 Prozent und Danone mit einem Tagesgewinn von 0,7 Prozent. Am Indexende verloren Crédit Agricole 2,5 Prozent an Wert.
Zahlen gab es heute aus der Schweiz. Transocean (ISIN CH0048265513/ WKN A0REAY) ist im abgelaufenen Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen tiefer in die Verlustzone gerutscht. Beim um Einmaleffekte bereinigten Ergebnis wurde aber ein deutlicher Gewinn ausgewiesen. Der Umsatz wurde indes deutlich gesteigert. Die Aktie des Ölbohrkonzerns rückte als stärkster Wert im schweizerischen Leitindex SMI um 4,5 Prozent vor. Die rote Laterne wurde von Adecco mit einem Minus von 2,3 Prozent getragen.
Lenzing (ISIN AT0000644505/ WKN 852927) hat erstmals Schuldscheine in Höhe von 200 Mio. Euro (Senior Debt, Unsecured) am Schuldscheinmarkt erfolgreich platziert. Dabei konnte bei einer durchschnittlichen Laufzeit von sechs Jahren ein für die Lenzing AG äußerst günstiger Zinssatz von 2,55 Prozent p.a. erzielt werden. Die Transaktion war zudem gegenüber dem ursprünglichen Angebot vielfach überzeichnet. Das Papier verschlechterte sich um 1,3 Prozent. Im österreichischen Leitindex ATX setzten sich am Ende Wienerberger mit einem Wertzuwachs von 2,5 Prozent an die Indexspitze. Am Ende gaben Schoeller-Bleckmann um 2,8 Prozent nach.
Skanska (ISIN SE0000113250/ WKN 863784) hat einen weiteren Großauftrag aus den USA an Land gezogen. So wurde der Baukonzern vom Rio Grande City Consolidated School District mit dem Bau einer High School im Nordosten von Rio Grande City im US-Bundesstaat Texas beauftragt. Das Auftragsvolumen wurde auf rund 52 Mio. US-Dollar (umgerechnet rund 350 Mio. Schwedische Kronen (SEK)) beziffert. Die Aktie verzeichnete ein Plus von 0,4 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.517,67 (-1,16 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.546,22 (-0,60 Prozent) FTSE 100 (London): 5.839,06 (-0,50 Prozent) CAC40 (Paris): 3.448,50 (-1,26 Prozent) MIB (Mailand): 15.544,40 (-1,43 Prozent) SMI (Zürich): 6.706,27 (+0,07 Prozent) ATX (Wien): 2.221,38 (-0,24 Prozent) (05.11.2012/ac/n/m)
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