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Analysen - Marktberichte
19.11.2012
Japan vor neuer Rezession?
Liechtensteinische LB

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Vaduz (www.aktiencheck.de) - Japan droht erneut in die Rezession abzugleiten, so die Analysten der Liechtensteinischen Landesbank.

Vor allem die starke Währung und der Konflikt mit China um die Senkaku-Inseln hätten der Exportwirtschaft des Landes stark zu schaffen gemacht. Die Eurokrise belaste ebenfalls die Nachfrage nach japanischen Gütern.

Japans Bruttoinlandsprodukt sei im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,9% und auf annualisierter Basis um 3,5% zurückgegangen. Die Ausfuhren seien um 5% geschrumpft und auch die Inlandsnachfrage habe mit einem Minus von 0,5% die Kontraktion ebenfalls nicht zu kompensieren vermocht. Die japanische Notenbank (Bank of Japan) dürfte aufgrund des angepeilten Inflationsziels von 1% daher die geldpolitischen Zügel weiter lockern.

Besonders schwache Quartalszahlen hätten die japanischen Konsumelektronikanbieter wie Panasonic (ISIN JP3866800000/ WKN 853666), Sharp (ISIN JP3359600008/ WKN 855383) und Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) geliefert. Da sich der Fokus der Konsumenten auf Inhalte und Anwendungen (Apps) verschoben habe, hätten Konkurrenten wie Samsung (ISIN US7960502018/ WKN 881823) und LG Electronics (ISIN US50186Q2021/ WKN 576798) inzwischen die Nase vorn. Sharp befinde sich mittlerweile in einer Situation, in der Zweifel an der Fortführung des Geschäfts aufkommen würden.

Dass die alten Stärken der Japan AG jedoch noch vorhanden seien, habe Toyota Motor (ISIN JP3633400001/ WKN 853510) mit seinem Quartalsausweis gezeigt. Der Gewinn habe einen Sprung auf ein Vierjahreshoch von JPY 143,7 Mia. gemacht, womit die mittlere Analystenprognose gleich um 46% übertroffen worden sei. In Japan seien die Auslieferungen im 3. Quartal um 20% gestiegen. Dabei hätten sich insbesondere die Beihilfen zum Kauf besonders umweltfreundlicher Hybridfahrzeuge durch die japanische Regierung positiv auf die Nachfrage ausgewirkt.

Durch ein technisches Programm namens "New Global Architecture", bei dem Komponenten über verschiedene Fahrzeugplattformen geteilt und die Zahl der Teile wie etwa Kühlersysteme reduziert würden, seien Einsparungen von mehr als JPY 160 Mia. Realisiert worden. Mit den Gewinnen am Heimmarkt und dem erfreulichen Geschäftsverlauf in Europa und in den USA sei Toyota in der Lage gewesen, den Einbruch auf dem chinesischen Exportmarkt mehr als auszugleichen. (Ausgabe November/Dezember 2012) (19.11.2012/ac/a/m)



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