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Analysen - DAX 100
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30.11.2012
GERRY WEBER-Aktie: mit Verdreifachungspotenzial
boerse.de-Aktienbrief
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www.optionsscheinecheck.de
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Rosenheim (www.aktiencheck.de) - Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" raten bei der Aktie von GERRY WEBER (ISIN DE0003304101/ WKN 330410) die nächste Schwächephase abzuwarten.
Der Startschuss für dieses Fashion- & Lifestyle-Unternehmen sei am 1. März 1973 im westfälischen Halle gefallen, als Gerhard Weber und Udo Hardieck die Hatex KG gegründet hätten. Zunächst habe der Fokus in der Produktion und dem Vertrieb von Damenhosen gelegen. Doch schon rasch sei das Sortiment auf die gesamte Bandbreite der Damenoberbekleidung ausgebaut worden. Ab 1986 habe die Marke "Gerry Weber" durch das Sponsoring der damals 17-jährigen Steffi Graf weltweite Bekanntheit erlangt. Drei Jahre später sei Hatex in die heutige GERRY WEBER International AG umgewandelt und an die Börse gebracht worden.
In den Folgejahren sei das Sortiment sukzessive ausgebaut worden. Um das dynamische Image und die Strahlkraft der Marken zu unterstützen, werde bspw. seit 1993 das ATP-Rasen-Tennisturnier GERRY WEBER Open im eigenen GERRY WEBER-Stadion ausgetragen. Unter dem Namen "House of GERRY WEBER" sei 1999 in Bielefeld der erste eigene Multimarken-Store des Konzerns eröffnet worden. Mittlerweile seien auch Schuhe, Taschen, Schmuck, Brillen sowie eine Herrenkollektion by GERRY WEBER erhältlich.
Der seit Juni 2011 im MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gelistete Konzern liege mit den Modemarken GERRY WEBER, GERRY WEBER Edition, G.W., Taifun und Samoon by GERRY WEBER voll im Trend. Diese würden in 560 Houses of GERRY WEBER sowie ca. 4.500 Shop-in-Shops sowohl in Eigenregie als auch über Fachhändler und Franchisenehmer vertrieben. Aktuell verfüge GERRY WEBER über Vertriebsstrukturen in 62 Ländern.
Im ersten Quartal habe die Übernahme von 200 Filialen der insolventen Modekette Wissmach für Schlagzeilen gesorgt, und jetzt stünden die USA auf der Expansions-Agenda des Lifestyle-Unternehmens. Dabei sei Mode aus Westfalen seit Jahresanfang in allen Bloomingdale's-Kaufhäusern vertreten. Als Nächstes sollten nun die Department-Stores von Macy's erobert werden. Zudem seien 15 neue Houses of GERRY WEBER in Großbritannien sowie Markteintritte in Südafrika und China geplant.
Die Geschäfte würden brummen, wie sich an den Ergebnissen für die ersten neun Monate 2012 ablesen lasse. So seien die Umsätze um 14% auf 554 Mio. Euro gestiegen. Und obwohl die Wissmach-Übernahme das Ergebnis um ca. eine Mio. Euro negativ belastet habe, sei der Nettogewinn um satte 24% auf 44,5 Mio. Euro nach oben geschossen.
Der Erfolg zeige sich auch an der Börse. So habe die Aktie neun der vergangenen zehn Jahre mit großteils satten Kurszuwächsen abgeschlossen. Im Schnitt habe sich GERRY WEBER mit einer hohen Gewinn-Konstanz von 92% um sage und schreibe 29% p.a. verteuert. Gleichzeitig werde diesem Investment durch die niedrige Verlust-Ratio von 1,88 ein unterdurchschnittliches Anlagerisiko bescheinigt. Deshalb habe GERRY WEBER die jüngste Quartalsüberprüfung mit Bravour bestanden und bereichere seit 1. November den Aktienbrief-Empfehlungs-Pool.
Allein in diesem Jahr habe GERRY WEBER rund 53% aufgesattelt und dabei das All-Time-High sukzessive weiter nach oben geschoben.
Da die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" niemals zu Höchstkursen kaufen, warten sie die nächste Schwächephase bei der GERRY WEBER-Aktie ab, um gegenüber dem All-Time-High vom November 7% günstiger zum Zug zu kommen. Dafür würden sie ein Kauflimit bei 34,00 Euro platzieren, zumal sich bis 2017 ein Verdreifachungspotenzial errechne. (Ausgabe 280 vom 28.11.12.2012) (30.11.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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