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Analysen - Marktberichte
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30.11.2012
Globale Aktienmärkte: Erholung setzt sich fort
Erste Group Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (www.aktiencheck.de) - Die Erholung an den internationalen Aktienmärkten setzt sich fort, berichten die Analysten von Erste Group Research.
Alle wichtigen Benchmarks hätten Zugewinne erzielt. Der EURO STOXX 50 Index (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) sei um 1,84% gestiegen, der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) um 2% und der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um 1,8%. Die Outperformance vieler europäischer Indices, insbesondere des DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) vs. dem S&P 500 gehe weiter. Die Emerging Markets hätten ebenfalls kräftig angezogen. Der taiwanesische Leitindex sei um 5,3% gestiegen, der koreanische Kospi um 4,1%, der Indische Nifty um 3,5%.
Eine negative Ausnahme sei in Asien wieder einmal der Shanghai Composite Index gewesen, der in dieser Woche weitere 6,9% abgelegt habe. Die Jahresperformance liege nun bei -14%. Gut hingegen hätten sich der argentinische Merval (+7,4%), der Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) (+2,5%) und der türkische ISE 30 Index (ISIN XC000A0AEWE8/ WKN A0AEWE) (+3,8%) entwickelt.
Von der jüngsten Markterholung hätten in Europa abermals sämtliche Sektoren profitieren können. Aktien des Technologiesektors seien durchschnittlich um 3,2% gestiegen, Chemiewerte um 2,9% und Automobilwerte und deren Zulieferer um +2,7%. Relative Schwäche würden in diesem Umfeld vor allem Öl- und Gasfirmen (+0,12%), Telekomunternehmen und Versorger (jeweils +0,8%) zeigen.
Telekomfirmen und Versorger seien in Europa unattraktiv. Das sei nicht nur wegen der schlechten Fundamentaldaten so, sondern das lasse sich auch an den Performances dieser Sektoren in den letzten Jahren ablesen. Allein dieses Jahr habe der europäische Telekomsektor 9% an Wert verloren! Versorger seien mit -2% übrigens auch als einer der wenigen Sektoren auf der Verliererseite. Die meisten anderen Branchen hätten seit Jahresbeginn zumeist deutliche zweistellige Zugewinne verzeichnen können. Die Analysten würden weiter bemüht bleiben, ihre Leser vor Investitionen in diese besonders schwachen Sektoren zu warnen.
Im Zuge der Erholung des S&P 500 hätten auch alle Sektoren wieder angezogen. Am stärksten sei der Anstieg bei den zyklischen Branchen-Indices aus den Bereichen Automobil, Bau und Transport gewesen. Banken, Versicherungen und Immobilienaktien hätten hingegen relative Schwäche gezeigt.
Die Energiepreise seien ebenfalls leicht gestiegen. WTI-Öl notiere nun bei USD 87,9 (+0,9%) bzw. Brent (+0,5%) bei USD 112,1. Das Erdgas sei hingegen um 6,5% gefallen.
Die Aktienmärkte hätten sich nun weitgehend stabilisiert. Die meisten Indices sollten in der kommenden Woche weitere Zuwächse zeigen. Die relative Stärke europäischer Aktien (vs. US) dauere an. Die Analysten würden mit einer freundlichen Entwicklung rechnen, die auch von einer üblicherweise positiven Saisonalität zu Monatsbeginn unterstützt werden sollte. (30.11.2012/ac/a/m)
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