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Analysen - Marktberichte
07.12.2012
Internationale Aktienmärkte: Weiter positive Entwicklung
Erste Group Research

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Wien (www.aktiencheck.de) - Die internationalen Aktienmärkte entwickelten sich auch diese Woche zumeist positiv, so die Analysten von Erste Group Research.

Die europäischen Benchmarks hätten Zugewinne erzielt. Der EURO STOXX 50 Index (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) sei um 0,8%, der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) um 1,8% und der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) um 0,9% gestiegen. Auch der ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191) habe mit einem Plus von 1,9% zu den Outperformern der Woche gezählt. Wie erwartet hätten US-Indices relative Schwäche gezeigt. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) habe nahezu unverändert (-0,1%) und der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) nur geringfügig höher (+0,4%) notiert.

Die Emerging Markets hätten stark tendiert. Der türkische ISE 30 Index habe um 5,1% zugelegt (Performance seit Jahresbeginn: +54%) und der russische RTX (ISIN AT0000999602/ WKN 965707) um 3,2%. Die asiatischen Indices hätten ebenfalls kräftig angezogen. Am größten sei der Anstieg beim Shanghai Composite (+3,6%) und beim Kospi (ISIN KRD020020016/ WKN A0G9AA) (+3,1%) gewesen. Auch der indische Nifty habe mit einem Plus von 1,8% zu den stärksten Gewinnern gehört. Wie unterschiedlich sich die einzelnen Aktienmärkte in einer Region wie beispielsweise Asien entwickeln könnten, zeige auch folgender Vergleich: Seit Jahresbeginn sei der indische Leitindex um 28% gestiegen, während der Shanghai Composite um 11% gefallen sei. Investoren seien gut beraten, sich nicht gegen Trends zu stellen, sondern diese zu nutzen.

Der jüngste Aufschwung der Aktienindices in Europa habe zur Folge gehabt, dass die meisten Sektorindices ebenfalls deutlich hätten zulegen können. Die stärksten Zuwächse hätten sich im zyklischen Bereich gezeigt: Rohstofftitel, Banken, Industriewerte, Versicherungen und Automobilwerte hätten zu den größten Gewinnern gezählt. Schwächer hingegen seien Aktien der Nahrungsmittelbranche (-0,4%), Öl- und Gastitel (-1%) sowie Versorger (-1%) gewesen. Auch die Telekomwerte, auf deren voraussichtlich langjährige miserable Performance die Analysten permanent hinweisen würden, hätten mit dem Gesamtmarkt wieder einmal nicht mithalten können (+0,6%).

Versorgertitel sollten von Investoren langfristig ebenfalls gemieden werden, weil sich die mangelnde Flexibilität der Unternehmen und der starke Staatseinfluss massiv negativ auf die Profitabilität auswirken würden.

Die Energiepreise seien zum Teil kräftig gefallen. WTI-Öl notiere bei USD 86,3 (-1,8%) bzw. Brent (-4,3%) bei USD 107,3. Auch die Edelmetalle hätten schwächer tendiert. Der Goldpreis sei um 1,5% auf USD 1.701 gefallen, Silber habe sich um 2,8% auf USD 32,8/Unze abgeschwächt.

Die Analysten von Erste Group Research erwarten in der kommenden Woche moderate Zugewinne bei den wichtigsten Aktienindices. Die relative Stärke europäischer Aktien werde voraussichtlich anhalten. Die Edelmetallpreise sollten sich nur wenig verändern. (07.12.2012/ac/a/m)



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