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Analysen - Ausland
15.11.2002
JoWooD meiden
Erste Bank

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Die Analysten der Erste Bank raten dringend von der JoWooD-Aktie (WKN 935221) ab.

Nach einer Gewinn- und Umsatzwarnung in der Vorwoche habe der österreichische Software-Produzent erste Indikationen für die Geschäftszahlen der ersten neun Monate 2002 bekannt gegeben. Wenngleich der Umsatz in diesem Zeitraum um rund 27% auf 34,8 Mio. Euro habe gesteigert werden können, so habe dieser deutlich unter den Erwartungen gelegen - vor allem auch da der Umsatzanstieg zu einem nicht genauer bestimmbaren Ausmaß auf zugekaufte Projekte zurückzuführen sei. Im 3. Quartal/02 sei bei einem Umsatz von 6,1 Mio. Euro ein EBIT - vor Restrukturierungsmaßnahmen - von minus 4,1 Mio. Euro verzeichnet worden.

Diese Zahlen machten die Erreichung der Planzahlen von 75 Mio. Euro im Umsatz sowie von 7,9 Mio. Euro im EBIT für das Gesamtjahr unmöglich. Die Verfehlung der Prognosewerte sei auf einen schwachen internationalen Absatz sowie der Verschiebung von neuen Titeln zurückzuführen. Zusätzlich sei noch von zumindest 20 Mio. Euro an notwendigen Restrukturierungskosten die Rede, das Ausmaß sei für ein Unternehmen dieser Größe beträchtlich.

Wenngleich das Unternehmen Rationalisierungsmaßnahmen - Fokussierung auf Toptitel mit hohem Verkaufspotenzial - eingeleitet habe, so lasse die Verschiebung des Ausblicks auf das 4.Quartal, das Gesamtjahr sowie den weiteren strategischen Maßnahmen, welche am 14.November hätten präsentiert werden sollen, äußerst skeptisch stimmen.

Die Notwendigkeit von Gesprächen mit Banken zur Liquiditätssicherung deutet auf weitere Unsicherheit (mögliche Insolvenzgefahr) hin, weshalb die Analysten der Erste Bank von einem Investment in JoWooD derzeit weiterhin dringend abraten.



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