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News - Marktberichte
17.12.2012
Börsen in Europa am Mittag: Im Minus, H&M im Blick
aktiencheck.de

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendieren am Montag auch zur Mittagszeit schwächer. In Anbetracht des ungelösten US-Haushaltsstreits halten sich die Anleger mit Neuengagements zurück. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,37 Prozent auf 2.620,90 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) fällt ebenfalls um 0,37 Prozent auf 2.578,75 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.

Die Handelsbilanz der Eurozone hat im Oktober mit einem größeren Überschuss geschlossen. Dies teilte das Europäische Statistikamt Eurostat im Rahmen seiner ersten Schätzung mit. So wurde im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern ein Überschuss von 10,2 Mrd. Euro ausgewiesen, nach einem Aktivsaldo von 9,5 Mrd. Euro im Vormonat und einem Passivsaldo von 0,7 Mrd. Euro im Oktober 2011. Hierbei fielen die saisonbereinigten Ausfuhren auf Monatssicht um 1,4 Prozent, während die Einfuhren um 0,6 Prozent stiegen. Ferner belief sich das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 9,4 Mrd. Euro, nach einem Passivsalden von 12,5 Mrd. Euro im Vormonat und 11,3 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Exporte nahmen binnen Monatsfrist um 1,7 Prozent ab, während die Importe um 0,3 Prozent zunahmen. Unterdessen hat sich der Anstieg der europäischen Arbeitskosten pro Stunde hat sich im dritten Quartal beschleunigt. In der Eurozone (EZ17) kletterten die Kosten binnen Jahresfrist um 2,0 Prozent, nach 1,9 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU (EU27) zogen die Arbeitskosten um 1,9 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal an, während sie sich im vorangegangenen Vierteljahr ebenfalls um 1,9 Prozent erhöht hatten.

Die Wall Street dürfte heute mit Verlusten in den Handel starten. So fällt der Dow Jones Future derzeit um 0,20 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,56 Prozent nach, während sich der S&P-Future um 0,30 Prozent verschlechtert. Aus den USA wird heute der Empire State Manufacturing Index gemeldet.

In Großbritannien geben Rolls-Royce Group (ISIN GB00B63H8491/ WKN A1H81L) um 0,5 Prozent nach. Der Triebwerkshersteller hat einen Auftrag von der finnischen Marine erhalten. So wurde man damit beauftragt, der Marine Alutech Oy Ab Wasserstrahlantriebe für deren Patrouillenboote vom Typ Watercat M18 AMC zu liefern. Im FTSE 100 stehen International Consolidated Airlines mit einem Zugewinn von 2,3 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren, während gleichzeitig auf dem letzten Platz Aggreko um 17,2 Prozent einbrechen.

In der Schweiz geht es für Holcim (ISIN CH0012214059/ WKN 869898) als Schlusslicht im SMI um 1,1 Prozent nach unten. Der Zementhersteller teilte mit, dass er im Rahmen der Holcim Leadership Journey eine schlankere Managementstruktur in Europa eingeführt hat, um der niedrigeren Bauaktivität Rechnung zu tragen. So werden in der Konzernregion Europa nun die Produktionskapazitäten in allen Segmenten weiter angepasst. Die identifizierten und bereits eingeleiteten Maßnahmen werden zu jährlichen Kosteneinsparungen von mindestens 120 Mio. Schweizer Franken (CHF), zu einer besseren Kapazitätsauslastung und einer effektiveren Zuteilung der Investitionen führen. Die zusätzlichen kassenwirksamen Restrukturierungskosten im vierten Quartal 2012 belaufen sich auf rund 100 Mio. CHF. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 410 Mio. CHF und werden ebenfalls im vierten Quartal 2012 verbucht. Unterdessen verzeichnen Zurich Insurance Group (ISIN CH0011075394/ WKN 579919) einen Abschlag von 0,1 Prozent. Der Versicherungskonzern schätzt die kumulierten Schäden im Zusammenhang mit dem Sturm "Sandy" auf rund 700 Mio. US-Dollar nach Abzug von Rückversicherungen. Dabei entfallen davon 40 Mio. US-Dollar auf Farmers Re im Zusammenhang mit der Rückversicherungsdeckung zugunsten der Farmers Exchanges.

H&M (ISIN SE0000106270/ WKN 872318) verteuern sich um 2,6 Prozent. Die Bekleidungskette konnte im November mit einem Umsatzanstieg aufwarten. Jedoch gingen die vergleichbaren Filialumsätze zurück.

Im österreichischen Leitindex ATX wird der erste Platz der Gewinnerliste nach wie vor von voestalpine mit einem Wertzuwachs von 1,3 Prozent belegt. Die rote Laterne wird nunmehr von STRABAG mit einem Abschlag von 1,7 Prozent getragen.

Im französischen Leitindex CAC 40 stehen auch im Mittagshandel Alcatel-Lucent mit einem Plus von 2,6 Prozent hoch im Kurs. Gleichzeitig geht es für Crédit Agricole, Danone und Sanofi um mehr als 1 Prozent nach unten.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.620,90 (-0,37 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.578,75 (-0,37 Prozent) FTSE 100 (London): 5.889,25 (-0,55 Prozent) CAC40 (Paris): 3.626,74 (-0,45 Prozent) MIB (Mailand): 15.911,19 (+0,02 Prozent) SMI (Zürich): 6.890,56 (-0,17 Prozent) ATX (Wien): 2.365,86 (-0,06 Prozent) (17.12.2012/ac/n/m)


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