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Analysen - DAX 100
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29.04.2014
Vontobel-Optionsschein auf Deutsche Post - Investmentidee - Optionsscheineanalyse
Bank Vontobel Europe AG
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www.optionsscheinecheck.de
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München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.
Die Deutsche Post AG sei das größte Logistik- und Postunternehmen der Welt. Das Unternehmen habe per Ende 2013 rund 435.520 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern beschäftigt. Die Unternehmensbereiche würden sich in Brief, Express, Supply Chain und Global Forwarding, Freight gliedern. In 2013 habe die Deutsche Post einen Umsatz von 55,09 Mrd. EUR erwirtschaftet und das Geschäftsjahr mit einem betrieblichen Ergebnis (EBIT) von 2,86 Mrd. EUR abschließen können.
Lange Zeit könnte das seit 2000 im DAX gelistete Unternehmen als unmodern und nicht innovativ gegolten haben und könnte über den Ruf als klassische Beamteninstitution nicht hinweg gekommen sein. Die rasante Entwicklung des Internets und die damit einhergehende Beschleunigung des Informationsflusses könnte in diesem Zusammenhang nicht förderlich für das Unternehmen gewesen sein. Das hätten auch die Aktionäre gespürt als sich die Marktkapitalisierung innerhalb der ersten drei Jahre nach Börseneinführung faktisch halbiert habe. Den Tiefpunkt habe die Aktie der Deutschen Post nach der Finanzkrise in 2009 erreicht.
Allerdings könnte sich die Aktie durch den darauffolgenden konjunkturellen Aufschwung in einem Aufwärtstrend befinden. Eine wichtige Rolle in diesem Prozess könnte der alte Feind, das Internet, gespielt haben. Durch das Aufstreben des E-Commerce, also dem elektronischen Handelsverkehr, könnte die Deutsche Post nach Jahren sogar einer der großen Gewinner des Internets sein.
3,4 Millionen Päckchen würden heutzutage pro Werktag versendet - Tendenz steigend. Maßgeblich entscheidend für diese Entwicklung sei das Versandgeschäft von Unternehmen zu Konsumenten. Kooperationen mit globalen und nationalen Wachstumsunternehmen wie Amazon.com oder Zalando könnten sicherlich zielführend sein, um die Marktposition nachhaltig zu sichern und die Ziele der konzerninternen "Strategie 2020" zu erreichen.
Die ehrgeizigen Ziele der "Strategie 2020", die der Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Appel verkündet habe, würden unter anderem ein Wachstum des betrieblichen Ergebnisses (EBIT) um jährlich 8% beinhalten. Auf diesem Weg solle das betriebliche Ergebnis bis 2020 auf rund 5 Mrd. EUR gesteigert werden.
Weiterhin möchte das Unternehmen den Umsatzanteil in den Schwellenländern von aktuell 22% auf 30% steigern. Allerdings würden einige Analysten die Zielstellungen als zu ambitioniert bewerten. Ob es dem Unternehmen gelingen werde, seine Kernkompetenzen vom deutschen Markt auch über die Grenzen hinaus zu übertragen, würden erst die kommenden Geschäftsberichte zeigen.
In Zukunft könnte das Unternehmen dabei auf Innovationen setzen. Einen ersten Geschmack hätten Beobachter vergangenen Montag vor der Bonner Konzernzentrale bekommen. Dort habe das Unternehmen eine Drohne aufsteigen lassen, welche in Zukunft Ladungen mit Gewicht bis zu einem Kilogramm befördern könnte.
Im kommenden Jahr könnten die "Paketkopter" laut Deutsche Post Manager Ole Nordhoff eventuell sogar Ladungen bis zu drei Kilogramm transportieren. Das batteriebetriebene, unbemannte Flugobjekt könnte in Zukunft Pakete direkt vor die Haustür des Empfängers bringen. Auch wenn es den Konzernspitzen der Deutschen Post bewusst sein könnte, dass es sich bei dem aktuellen Stand noch um ferne Zukunftsmusik handle, könnte dies ein erster Schritt in eine innovative Zukunft sein.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Call Turbo-Optionsschein Open End (ISIN DE000VT99Y22/ WKN VT99Y2) auf die Aktie der Deutschen Post. Er sei mit einem Basispreis von 20,99 EUR ausgestattet. Der Hebel liege bei 4,73. Der Abstand zu Knock-out belaufe sich auf 21,00%. Die Knock-Out-Barriere liege bei 20,99 EUR. Der aktuelle Kaufpreis betrage 5,61 EUR. (Stand vom 29.04.2014)
Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurse der Deutschen Post AG von vielen unternehmerischen, ökonomischen und politischen Einflussfaktoren abhängig seien, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Darüber hinaus seien internationale Engagements stets vielseitigen Risiken wie Währungsrisiken oder etwa regulatorischen Risiken ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen und sich negativ auf den Aktienkurs und somit auf die sich darauf beziehenden strukturierten Produkte auswirken könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.
Es sei auch zu beachten, dass bei einer Investition in dieses Produkt keine laufenden Erträge anfallen würden. Das Produkt sei nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall sei ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin drohe dem Anleger ein Geldverlust. Außerdem sollten die Anleger beachten, dass es sich bei dem Hebelprodukt um ein besonders risikoreiches und spekulatives Instrument handle. (29.04.2014/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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