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Analysen - Ausland
20.06.2014
Wave XXL-Optionsscheine auf Facebook: Noch mehr Aufsehen? - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT1LZY5/ WKN DT1LZY) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT26HH4/ WKN DT26HH) der Deutschen Bank auf die Facebook-Aktie (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX) vor.

Zwischendurch habe man sich schon fast Sorgen machen müssen. Doch inzwischen scheinen Facebook und viele andere US-Technologiewerte ihre Schwächeperiode überwunden zu haben, so die Analysten der Deutschen Bank. Dabei gelte es vor allem für das weltweit führende Soziale Netzwerk, die hohen Erwartungen zu rechtfertigen und den Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortzusetzen, wenn man weiterhin als Technologieriese gelten wolle.

Während das Unternehmen um seinen Gründer und Chef Markt Zuckerberg im ersten Quartal 2014 erneut deutliche Zuwächse bei Umsatz, Ergebnis, der Zahl der Nutzer und anderen wichtigen Kennzahlen habe verbuchen können, sei es zuletzt eher eine interessante Personalie gewesen, die habe aufhorchen lassen.

Am 9. Juni habe der Online-Händler eBay verkünden müssen, dass der Chef des sehr erfolgreichen Bezahldienstes PayPal David Marcus zu Facebook wechseln würde. Dort solle er für den Facebook-Messenger zuständig sein, dies habe das Soziale Netzwerk wiederum am gleichen Tag über seinen Firmenblog bekannt gegeben. Es bleibe jedoch abzuwarten, ob er sich auch bei Facebook um ein ähnliches Bezahlsystem wie PayPal kümmern solle.

Unabhängig von der genauen späteren Aufgabengestaltung dürfte der Wechsel von David Marcus von PayPal, das zuletzt als Stütze eBays gegolten habe, als Vertrauensbeweis für Facebook gelten. Einen solchen Vertrauensbeweis und einen Hinweis darauf, dass die Bewertung der Facebook-Aktie möglicherweise doch gerechtfertigt sein könnte, habe das Unternehmen am 23. April mit den Zahlen zum Jahresauftakt 2014 aber auch selbst geliefert. Der Umsatz sei von 1,5 Mrd. US-Dollar auf 2,5 Mrd. US-Dollar gestiegen, während die unbereinigte operative Marge von 26 auf 43 Prozent nach oben habe geschraubt werden können.

Unter dem Strich sei ein Nettogewinn von 642 Mio. US-Dollar bzw. 25 Cents je Aktie übrig geblieben (Vorjahr: 219 Mio. US-Dollar, bzw. 9 Cents je Aktie). Das bereinigte EPS habe mit 34 Cents deutlich über dem Reuters-Konsens von 24 Cents gelegen. Auch auf der Umsatzseite seien die Markterwartungen geschlagen worden.

Zudem habe Facebook Erfolge bei den Nutzerdaten und vor allem erneut deutlich steigende Werbeerlöse auf den immer wichtiger werdenden mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet-PCs präsentiert. Im Gegensatz dazu warte man an den Märkten weiterhin darauf, dass auch Instagram und später möglicherweise auch der für 19 Mrd. US-Dollar übernommene Messenger-Dienst WhatsApp zum Umsatzwachstum des Unternehmens beitragen würden.

Eine Steigerung der Werbeerlöse und damit der Umsätze verspreche sich Facebook schon früher von einer noch stärker personalisierten Werbung. Dazu sollten zukünftig auch Informationen über den Besuch der Nutzer anderer Webseiten ausgewertet werden, dies habe Facebook am 12. Juni bekannt gegeben. Um Datenschützern entgegen zu kommen, dürften die Mitglieder dieser Praxis jedoch widersprechen.

Zudem verspreche das Unternehmen Nutzern eine bessere Steuerfunktion, mit Hilfe derer unerwünschte Themen ausgeblendet werden könnten. Dabei wären vor allem in Bezug auf die Werbeindustrie attraktivere Anzeigen wichtig, um höhere Preise verlangen zu können und damit weiter zu wachsen. Denn bei Facebook sei man sich nicht sicher, dass man viel mehr Werbung schalten könne, ohne das Erlebnis für die Facebook-User zu schmälern.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Facebook-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 2,98, die Knock-Out-Schwelle bei 45,85 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei und auf fallende Kurse der Facebook-Aktie setzen möchte, erhalte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,23; Knock-Out-Schwelle bei 80,10 US-Dollar) die Gelegenheit dazu. (Stand vom 18.06.2014) (20.06.2014/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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