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Analysen - Ausland
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27.06.2014
Wave XXL-Optionsscheine auf Netflix: Keine Angst vor Stolpersteinen? Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT4NL88/ WKN DT4NL8) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT3NBC4/ WKN DT3NBC) der Deutschen Bank auf die Aktie von Netflix (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) vor.
1997 als DVD-Verleih gestartet, der Filme und Serien noch per Post an seine Kunden verschickt habe, sei Netflix heute der weltweit führende Video-on-Demand-Anbieter. Dabei überzeuge das Unternehmen, das seinen Streaming-Dienst 2007 aufgenommen habe, mit beeindruckenden Wachstumsraten. Allerdings wachse auch die Konkurrenz, während Netflix selbst mit speziellen Herausforderungen wie der Frage der Netzneutralität zu kämpfen habe und sich daher Stolpersteine für das Unternehmenswachstum ergeben könnten.
Noch in diesem Jahr möchte Netflix auch die deutschen Serien- und Filmfans mit seinem Angebot erfreuen, dies habe das Unternehmen am 20. Mai bekannt gegeben, nachdem es zuvor immer wieder Spekulationen um einen Deutschland-Start gegeben habe. Dabei könnte sich der Konzern gleich von Beginn an einen starken Partner mit ins Boot holen. Immerhin heiße es im "Manager Magazin" vom 20. Juni, dass Netflix mit der Deutschen Telekom, aber auch mit Konkurrenten der Bonner, über eine gemeinsame Vermarktung von Produkten verhandeln würde. Mit dem Vorstoß auf weitere europäische Märkte setze das Unternehmen seinen Wachstumskurs fort, nachdem sich die Aktivitäten lange Zeit auf den heimischen US-Markt konzentriert hätten.
Laut Unternehmensangaben vom 21. April habe Netflix im ersten Quartal 2014 etwa 48,35 Millionen Nutzer gehabt und damit rund 33 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum und etwa 9 Prozent mehr als noch im Schlussquartal 2013. Rund 35,67 Millionen habe man auf dem Heimatmarkt gezählt. Damit also der aktuelle Börsenwert von mehr als 25 Mrd. US-Dollar gerechtfertigt werden könne, müssten vor allem außerhalb der USA neue Kunden gewonnen werden, die einen monatlichen Fixbetrag entrichten und sich dafür so viele Filme und Serien anschauen würden, wie sie möchten. Jüngst habe die Netflix-Aktie jedoch ein Zwischentief überstehen müssen, das gezeigt haben dürfte, dass das Papier trotz des Unternehmenswachstums nichts für schwache Nerven sei.
Die zwischenzeitliche Kurskorrektur, die jedoch viele Investoren auch zum Wiedereinstieg in den Wachstumswert genutzt hätten, habe mehrere Gründe gehabt. Einerseits hätten zu Beginn des Jahres viele US-Wachstumswerte unter dem aufgekommenen Gerede an den Märkten über eine Tech-Blase gelitten. Gleichzeitig stehe Netflix mit seinem hohen Datenaufkommen im Mittelpunkt eines Streits zwischen Streaming-Anbietern und Internetprovidern sowie der allgemeinen Diskussion zum Thema Netzneutralität. In diesem Zusammenhang würden US-Behörden auch prüfen, ob Verträge zwischen Lieferanten von Inhalten und Providern über Zahlungen für schnelleres Internet eine solche Neutralität verletzen würden. Zwar würden solche Deals, wie sie Netflix mit Comcast oder Verizon abgeschlossen habe, den Gewinn schmälern, allerdings würden sie auch sicher stellen, dass Kunden beim Streamen nicht durch eine schwache Internetverbindung gestört würden.
Obwohl Netflix seinen Wachstumskurs im ersten Quartal 2014 habe fortsetzen und sowohl Umsatz als auch den Gewinn deutlich steigern können, würden gleichzeitig viele Fragezeichen bleiben. In den USA habe Netflix weiterhin mit dem Thema Netzneutralität und den Internetprovidern zu kämpfen, während mit Amazon ein starker Konkurrent am Markt aufgetaucht sei. Gleichzeitig bleibe es offen, wie erfolgreich die Deutschland-Expansion sein könne, wenn hierzulande Sky Deutschland die Ausstrahlungsrechte für die selbstproduzierte Erfolgsserie "House of Cards" halte. Angesichts solcher Unsicherheiten, dürften es sich Investoren zwei Mal überlegen, ob sie in die relativ hoch bewertete Netflix-Aktie investieren möchten.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,38, die Knock-Out-Schwelle bei 325,90 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei und auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen möchte, erhalte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,08; Knock-Out-Schwelle bei 519,40 US-Dollar) die Gelegenheit dazu. (Stand vom 26.06.2014) (27.06.2014/oc/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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