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Analysen - DAX 100
15.10.2014
Wave XXL-Optionsscheine auf Daimler: Kratzer im Lack zum Einstieg nutzen? Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX9YS85/ WKN DX9YS8) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT5R6L8/ WKN DT5R6L) der Deutschen Bank auf die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) vor.

Nachdem es für Autowerte wie Daimler lange Zeit nur den Weg nach oben zu geben schien, haben die Unsicherheiten zuletzt zugenommen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Doch in dem jüngsten Kursrücksetzer könne auch eine neue Einstiegsgelegenheit liegen.

Mit neuen Absatzrekorden bei der Pkw-Marke Mercedes-Benz und einem frischen Milliarden-Deal auf dem wichtigen chinesischen Automobilmarkt habe Daimler jüngst einige positive Schlagzeilen parat gehabt. Allerdings seien unter anderem die allgemeinen Marktturbulenzen schuld gewesen, dass die Daimler-Aktie davon nicht habe profitieren können. Es seien jedoch nicht nur die weltweiten Sorgen vor einem geringeren Wirtschaftswachstum und die Krisen in der Ukraine oder im Nahen Osten, die die Daimler-Aktie zuletzt unter Druck gebracht hätten.

Dank der sehr guten Absatzentwicklung in den beiden wichtigsten Märkten, USA und China, hätten die Automobilhersteller in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Angesichts dieser Entwicklung habe man es verschmerzen können, dass der europäische Automarkt lange Zeit am Boden gelegen habe. Vielmehr dürften viele Investoren die Hoffnung gehegt haben, dass mit einer wirtschaftlichen Erholung in Europa auch der Automarkt wieder ordentlich anziehen würde. Doch in den vergangenen Wochen sei es deutlich geworden, dass der Konjunkturaufschwung hierzulande noch eine ganze Weile auf sich warten lassen dürfte und somit auch die Erholung am Automarkt nicht mit der erhofften Geschwindigkeit vorankommen sollte. Gleichzeitig bleibe es abzuwarten, wie lange sich der Boom an den Automärkten Chinas und der USA halten könne.

Im September und im dritten Quartal habe er für Mercedes-Benz angehalten. Auch deshalb habe Mercedes-Benz im September weltweit den stärksten Absatzmonat und das beste Quartal der Unternehmensgeschichte verzeichnet, dies habe Daimler am 7. Oktober mitgeteilt. Demnach seien bei Mercedes-Benz im September 162.746 Einheiten (plus 13,8 Prozent) und damit so viele Fahrzeuge wie in keinem Monat zuvor verkauft worden. Während das dritte Quartal das stärkste der Unternehmensgeschichte gewesen sei, habe der Absatzzuwachs im bisherigen Jahresverlauf gegenüber 2013 bei 12,5 Prozent auf 1.195.156 Fahrzeuge gelegen.

Auch wenn die Absatzstärke in der Autosparte und der zuletzt stark zurückgegangene Kurs für einen Einstieg in die Daimler-Aktie sprechen würden, hätten die Unsicherheiten ebenfalls deutlich zugenommen. Während die schwache europäische Konjunktur für die Automobilabsätze wenig förderlich sei, leide die konjunkturabhängige Lkw-Sparte noch stärker darunter. Gleichzeitig bleibe laut einem Bericht des Magazins "Automobil Produktion" vom 10. Oktober auch Mercedes-Benz von Rückrufen nicht verschont.

Zwar habe Daimler neben den guten Verkaufszahlen in China am 10. Oktober laut Unternehmensangaben auch eine milliardenschwere Vereinbarung mit dem Partner Beijing Automotive (BAIC) zum Ausbau der Kompaktwagenfertigung unterzeichnen können. Gleichzeitig seien zuletzt insbesondere einige Premiumhersteller in den Fokus der chinesischen Wettbewerbsbehörden wegen mutmaßlicher Preisabsprachen geraten, während Konzernchef Dieter Zetsche in einem Interview mit dem "Handelsblatt" vom 8. September ein schwarzes Bild für die Automärkte in wichtigen Schwellenländern wie Indien und Brasilien gemalt habe. Während sich mit der günstigen Bewertung der Daimler-Aktie eine attraktive Einstiegsgelegenheit ergeben haben könnte, seien die Risiken nicht weniger geworden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,23, die Knock-Out-Schwelle bei 42,40 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,18; Knock-Out-Schwelle bei 67,95 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (Stand vom 14.10.2014) (15.10.2014/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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