Logo
Analysen - Ausland
17.12.2014
Wave XXL-Optionsscheine auf Facebook: Netzwerk muss weiter Überzeugungsarbeit leisten - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT4U450/ WKN DT4U45) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT7YPF5/ WKN DT7YPF) der Deutschen Bank auf die Aktie von Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX) vor.

Lange Zeit sei an den Aktienmärkten am Geschäftsmodell von Facebook gezweifelt worden. Zudem habe der verunglückte Börsengang des führenden Sozialen Netzwerkes im Mai 2012 zur allgemeinen Verunsicherung der Anleger in Bezug auf Facebook beigetragen. Doch inzwischen habe das von Mark Zuckerberg gegründete und geleitete Unternehmen eine Serie an beeindruckenden Quartalsberichten auf das Parkett zaubern können, sodass die Aktie in die Höhe geschossen sei. Allerdings scheine spätestens seit dem jüngsten Quartalsbericht einiges von der Unsicherheit zurückgekehrt zu sein.

Investoren dürften dabei erneut darüber grübeln, dass die Facebook-Aktie schwindelerregende Höhen erreicht habe und die aktuellen Notierungen trotz der jüngsten Geschäftserfolge hauptsächlich auf Vorschusslorbeeren beruhen würden. Sollte sich das von Anlegerseite erhoffte Wachstum nicht einstellen, dürfte die enorme Fallhöhe für zusätzliche Verunsicherung sorgen. Aus diesem Grund hätten die Börsianer zuletzt insbesondere die enttäuschende Umsatzprognose für das laufende Schlussquartal 2014 wenig begeistert aufgenommen. Während das Unternehmen ein Umsatzplus im Vorjahresvergleich um 40 bis 47 Prozent in Aussicht stelle, gehe man auf Analystenseite laut Reuters-Konsens von einem Zuwachs am oberen Ende um 46,1 Prozent aus. Damit bleibe wenig Raum für positive Überraschungen.

Um die Erwartungen in Sachen Wachstum zu erfüllen, wolle Facebook im kommenden Jahr kräftig investieren. Dabei habe man insbesondere den für 22 Mrd. US-Dollar übernommenen Kurznachrichtendienst WhatsApp und den Spezialisten für 3D-Brillen Oculus im Blick. Zwar mache Facebook mit den hohen Investitionsausgaben etwas für US-Technologieunternehmen wenig überraschendes, allerdings seien die Marktreaktionen heftig ausgefallen, als Finanzchef David Wehner bei der Telefonkonferenz nach dem am 28. Oktober vorgelegten Bericht für das dritte Quartal angekündigt habe, die Ausgaben im kommenden Jahr um 55 bis 75 Prozent nach oben zu schrauben. Schon im dritten Quartal seien diese um 41 Prozent gestiegen.

Wie lohnend solche Investitionen jedoch sein könnten, zeige sich an dem für rund 1 Mrd. US-Dollar übernommenen Foto-Dienst Instagram. Während es am Markt viele Stimmen gegeben habe, die davon gesprochen hätten, dass Facebook zu viel bezahlt hätte, dürfte sich die Meinung ändern, nachdem das Unternehmen in einem Blog-Beitrag am 10. Dezember habe verkünden können, dass man inzwischen mehr als 300 Millionen Menschen und damit mehr als der Kurznachrichtendienst Twitter erreichen würde. Dabei würden diese Nutzer jeden Tag mehr als 70 Millionen Fotos und Videos teilen.

Dank solcher Nachrichten könnten Investoren doch noch Vertrauen gewinnen und der Facebook-Aktie zu einer Fortsetzung der jüngst unterbrochenen Kursrally verhelfen. Trotzdem werde es das Soziale Netzwerk auch weiterhin schwer haben, die Kritiker zu überzeugen, die immer noch am Geschäftsmodell des Unternehmens zweifeln würden. Schließlich sei es Facebook selbst gewesen, das im Zuge früherer Quartalsberichte davon gesprochen habe, dass man den Nutzern des Netzwerks nicht mehr allzu viel Werbung zumuten könne. Gerade die Werbung sei jedoch die Haupteinnahmequelle. Daher werde sich der zukünftige Unternehmenserfolg auch daran entscheiden, wie gut der Vorstoß in neue Geschäftsfelder wie Online-Überweisungen oder die 3D-Brillentechnologie gelinge.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Facebook-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,70, die Knock-Out-Schwelle bei 58,70 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,13; Knock-Out-Schwelle bei 95,70 US-Dollar) auf fallende Kurse der Facebook-Aktie setzen. (Stand vom 15.12.2014) (17.12.2014/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de