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Analysen - Ausland
23.04.2015
Vontobel Call Turbo-Optionsschein auf Netflix - Investmentidee - Optionsscheineanalyse
Bank Vontobel Europe AG

www.optionsscheinecheck.de

München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist die Netflix-Aktie (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.

Der weltgrößte Streaminganbieter Netflix habe in den letzten drei Monaten fast 5 Millionen neue User hinzugewinnen können und damit um knapp eine Million über den eigenen Erwartungen gelegen. Vorteilhaft wirke sich dabei der Trend des "Cord-cutting" aus, was bedeute, dass immer mehr US-Bürger ihre TV Verträge bei Kabelanbieter kündigen und auf Onlinealternativen umsteigen würden.

Laut einer aktuellen Studie des Analysehauses Nielsen würden "Video-on-Demand-Plattformen" die Medienlandschaft umkrempeln. Anbieter wie Netflix, Amazon Prime oder Hulu, die schon für eine geringe monatliche Abogebühr Zugang zu Mediatheken im Internet bieten würden, könnten die Nutznießer dieser Entwicklung sein. Im letzten Jahr sei der Anteil der US-Haushalte, die solche Services nutzen würden, von 36 auf 40 Prozent gestiegen.

In den Vereinigten Staaten, in denen PayTV Firmen traditionell stark vertreten seien, würden Onlinedienste das Bezahlfernsehen abzulösen beginnen. Vor allem jüngere Kunden, die vom Fernseher auf Laptops, Smartphones und Tablets umsteigen würden, würden das Onlineangebot dem traditionellen Fernsehen vorzuziehen scheinen.

Während für Kabelfernsehverträge im Schnitt 80 Dollar im Monat bezahlt werden müssten, würden Onlinedienste nur einen Bruchteil kosten. Zudem würden bei Kabelanbietern nur Pakete mit einer Vielzahl an oftmals unnötigen Programmen angeboten, hingegen würden Streaminganbieter ein auf den Kunden zugeschnittenes Programm offerieren, welches orts- und zeitunabhängig konsumiert werden könne.

Netflix habe in den USA im Vergleich zum Vorjahr einen um 50% höheren Umsatz generiert. Während der Gesamtumsatz weltweit auf 1,57 Mrd USD angestiegen sei, sei der Gewinn auf 25 Mio. USD gesunken. Der international ausgerichtete US-Konzern habe vor allem unter dem starken Dollar gelitten, möchte aber seinen Expansionskurs im Ausland weiter fortsetzen und rechne dafür mit Verlusten in Höhe von 100 Mio. USD im Auslandsgeschäft.

Zugute sei dem Onlineanbieter zuletzt vor allem die Produktion von Eigenserien, wie House of Cards gekommen. Eigenserien würden mehr Kunden generieren, da die Produktionen nur über das Portal bezogen werden könnten und würden für höhere Umsätze sorgen, da sie von Kunden im Ausland, wie Sky Deutschland gekauft würden. Diesen Kurs möchte der Konzern in Zukunft fortsetzen und sich somit gegen neue Konkurrenz, wie HBO now behaupten.

HBO, einer der klassischen Kabelanbieter warte mit beliebten Eigenproduktionen, wie True Detective oder Game of Thrones auf und könnte sich nun mit einem erweiterten Onlineangebot zum Konkurrenten aufschwingen. Hiervon würden Risiken für die weitere Entwicklung von Netflix ausgehen.

Da der weitere Kursverlauf von Netflix von einer Vielzahl konzernpolitischer und ökonomischer Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Call Turbo-Optionsschein Open End (ISIN DE000VZ997L9/ WKN VZ997L) auf die Aktie von Netflix. Der Hebel liege bei 6,24. Der Abstand zu Knock-out belaufe sich auf 15,28%. Der aktuelle Kaufpreis betrage 8,29 EUR. (Stand vom 23.04.2015)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Indices von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die o.g. Indices könnten sich immer auch anders entwickeln, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Bei nicht währungsgesicherten Produkten trage der Anleger zusätzlich das entsprechende Währungsrisiko. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Turbo-Optionsscheinen um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handele. (23.04.2015/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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