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News - Nebenwerte
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20.12.1999
BERU beurteilt Übernahmeangebot
Ad hoc
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Der Vorstand der BERU Aktiengesellschaft (DE0005072102) bewertet das von der The Carlyle Group Industriebeteiligungs GmbH, München, beabsichtigte Übernahmeangebot in Höhe von Euro 30 als unzureichend. Der Ludwigsburger Hersteller von Dieselkaltstarttechnologie und Elektronik rechnet für das am 31. März 2000 endende, laufende Geschäftsjahr mit einem zweistelligen Umsatzanstieg auf über 485 Mio DM und einer überproportionalen Entwicklung des Konzernjahresüberschusses in der Größenordnung von auf 57-59 Mio DM.
Geplantes Übernahmeangebot von Carlyle zu 30 Euro je Aktie Der Vorstand der BERU Aktiengesellschaft wurde in der letzten Woche davon in Kenntnis gesetzt, daß die The Carlyle Group Industrie- beteiligungs GmbH, München, beabsichtigt, eine qualifizierte Minder- heitsbeteiligung von 26,25 % an dem Ludwigsburger Hersteller von Dieselkaltstarttechnologie und Elektronik für die Fahrzeugindustrie zu erwerben. Nach Aussage der Carlyle Gruppe sei eine entsprechende Vereinbarung mit einer Gruppe von BERU Altaktionären aus dem Familienkreis bereits getroffen worden. Der vereinbarte Preis betrage 30 Euro je Aktie. Darüberhinaus plant Carlyle - voraussichtlich im Februar 2000, vor Ablauf des Geschäftsjahres - allen BERU Aktionären ein Kaufangebot in gleicher Höhe zu unterbreiten.
BERU AG bewertet Angebotspreis als unangemessen Das BERU Management sieht sich gegenwärtig nicht in der Lage, das Angebot der The Carlyle Group zur Übernahme des Unternehmens hinsichtlich der Bedeutung für den Konzern BERU und die Mitarbeiter zu beurteilen. Hierzu liegen dem Unternehmen noch keine ausreichenden Details oder Vorschläge von Carlyle vor. Dagegen stuft der Vorstand der BERU Aktiengesellschaft den von Carlyle vorgeschlagenen Kaufpreis von 30 Euro je Aktie als keineswegs ausreichend und unangemessen ein.
Umsatz und Ertragsentwicklung klar über ursprünglicher Planung Aufgrund der hohen Auslastung und eingegangener Großaufträge erwartet BERU nach den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres 1999/2000 für das Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung von 14 bis 15 Prozent auf 485 bis 488 Mio DM. Die derzeitige Planung sieht einen Konzernjahresüberschuß in der Größenordnung von 57 bis 59 Mio DM vor, nach 37,3 Mio DM im Vorjahr. Der von Carlyle vorgeschlagene Übernahmepreis von Euro 30 entspräche einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf der Basis der Erwartungen für das aktuelle Geschäftsjahr von knapp 11. Der Börsengang von BERU im Oktober 1997 fand zu einem KGV von 14 statt. Der langjährige Durchschnitt in der Automobilzulieferindustrie liegt bei 15 - dies entspräche einem Kurs von über 40 Euro - wobei BERU mit einer Vorsteuerrendite von mehr als 20 Prozent das ertragsstärkste Unternehmen der Branche ist. Als Weltmarktführer in der Dieselkaltstarttechnologie ist BERU im stark wachsenden Diesel-PKW-Markt besonders positioniert und erzielt mehr als 52 Prozent des Umsatzes in diesem Bereich. Zusätzliche, nachhaltige Wachstumsimpulse erwartet BERU von Produktinnovationen im Bereich Fahrzeugelektronik wie dem Dieselschnellstartsystem 2000 und dem elektronischen Reifendruckkontrollsystem.
Tatsächlicher Unternehmenswert weit über Euro 30 gesehen Weiterhin liegt dem Unternehmen eine Bewertungseinschätzung einer führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor, das für BERU einen Unternehmenswert von über 1 Mrd DM ausweist. Dem steht ein Übernahmeangebotspreis von 586,7 Mio DM von Carlyle gegenüber. Vor diesem Hintergrund schätzt das Unternehmen das Carlyle-Angebot von insgesamt 587,6 Mio DM als unzureichend ein. Der tatsächliche Unternehmenswert liegt nach Einschätzung der Unternehmensleitung näher an 40 Euro pro Aktie als an den von Carlyle gebotenen 30 Euro je BERU Anteilsschein.
Weitere Informationen unter:
BERU Aktiengesellschaft Investor Relations/Öffentlichkeitsarbeit Stephan Haas Tel: 07141/132-246 Fax: 07141/132-586 Email: stephan.haas@beru.de
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