|
Analysen - DAX 100
|
26.06.2015
Wave XXL-Optionsscheine auf BASF: Das Beste daraus machen - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT95H45/ WKN DT95H4) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000XM1U9S9/ WKN XM1U9S) der Deutschen Bank auf die BASF-Aktie (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) vor.
Bei BASF hätte man sich für das Jubiläumsjahr bessere Geschäftsaussichten gewünscht. Allerdings gebe das aktuelle Marktumfeld nicht sehr viel mehr her. Gerade deshalb dürfte sich die Performance des weltgrößten Chemiekonzerns umso mehr sehen lassen können.
Auch wenn der offizielle Festakt zum 150. Jubiläum von BASF am 23. April im Ludwigshafener Feierabendhaus stattgefunden habe, gebe es doch über das ganze Jahr verteilt Feierlichkeiten zum runden Geburtstag des Unternehmens. Bei einem Blick auf die Prognose für die 2015er-Geschäftsergebnisse werde jedoch deutlich, dass der DAX-Konzern ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr keine Bäume ausreißen dürfte.
Im Zuge der Hauptversammlung am 30. April und der Bekanntgabe der Ergebnisse für das Auftaktquartal 2015 habe BASF die Jahresziele bekräftigt, wonach die Umsätze im Vorjahresvergleich leicht gesteigert werden sollten und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf dem 2014er-Niveau liegen dürfte. Im Vorjahr hätten die Erlöse bei 74,3 Mrd. Euro stagniert, während das bereinigte EBIT um 4 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro gesteigert worden sei.
Obwohl die Prognosen nicht gerade ambitioniert daherkommen würden, dürfte BASF im Jubiläumsjahr bestimmt nicht die Dividende senken wollen. Schließlich sei die Ausschüttung seit 1997 nicht mehr nach unten gefahren worden. 2014 habe es einen Anstieg um 3,7 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie gegeben. Darüber hinaus habe es BASF derzeit mit schwierigen Marktbedingungen zu tun, sodass die auf den ersten Blick mageren Aussichten bei einem genaueren Hinsehen ein gutes Stück ambitionierter erscheinen würden.
In der Öl- und Gassparte habe man zum Beispiel mit den gesunkenen Ölpreisen zu kämpfen. In einem Interview mit dem Wirtschafts- und Anlegermagazin "uro" habe Konzernchef Kurt Bock gesagt, dass auf diese Weise im Bereich "Oil & Gas" in diesem Jahr 600 bis 800 Mio. Euro fehlen würden, weshalb die Ergebnisprognose für den Gesamtkonzern "sportlich" sei.
Zu den weiteren Herausforderungen zähle die abnehmende Wachstumsdynamik der Wirtschaft in einigen Schwellenländern wie Brasilien. Gerade dort hätten die Ludwigshafener jedoch gerade ihre größte Produktionsstätte in Südamerika eingeweiht. Auch die Ukraine-Krise und die Russland-Sanktionen des Westens würden für Belastungen sorgen. Für die Zukunft zähle Kurt Bock wiederum die Möglichkeit, dass Unternehmen wie BASF, die ihren Strom selbst erzeugen würden, die EEG-Umlage komplett bezahlen müssten, als weiteren möglichen Belastungsfaktor auf.
Auf der anderen Seite seien BASF zuletzt auch einige Entwicklungen zugute gekommen. Somit seien viele der negativen Auswirkungen der aktuellen Herausforderungen abgemildert worden. Im ersten Quartal hätten positive Währungseffekte dafür gesorgt, dass die Umsatzerlöse um 3 Prozent auf 20,1 Mrd. Euro gesteigert worden seien. Gleichzeitig gebe es bei BASF auch Sparten, die anders als "Oil & Gas", von niedrigen Ölpreisen profitieren würden. Außerdem könne man nun endlich auch in Europa eine sich aufhellende Konjunktur beobachten, was ganz besonderes den traditionell sehr stark konjunkturabhängigen Chemiesparten zugute kommen sollte.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der BASF-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,59, die Knock-Out-Schwelle bei 64,40 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,27; Knock-Out-Schwelle bei 105,70 Euro) auf fallende Kurse der BASF-Aktie setzen. (Stand vom 24.06.2015) (26.06.2015/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|