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Analysen - Ausland
05.08.2015
Wave XXL-Optionsscheine auf Facebook: Eine Geduldsfrage - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT7YP96/ WKN DT7YP9) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000XM5JSE0/ WKN XM5JSE) der Deutschen Bank auf die Facebook-Aktie (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX) vor.

In vielerlei Hinsicht habe Facebook in der Zeit zwischen April und Juni 2015 beeindruckende Geschäftsergebnisse verbuchen können. Doch die wachsenden Ausgaben würden bei einigen Investoren für schlechte Stimmung sorgen. Somit bleibe es offen, ob Konzernchef und Gründer Mark Zuckerberg die eingeforderte Zeit tatsächlich bekommen werde, um die Geschäftsgrundlage mithilfe enormer Investitionen zu verbreitern.

Am 29. Juli sei es so weit gewesen. An diesem Tag habe der Branchenprimus unter den sozialen Netzwerken seine Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2015 präsentiert und damit für ein Highlight im Zuge der aktuellen US-Berichtssaison gesorgt. Dabei würden die Facebook-Geschäftsergebnisse inzwischen zu den meistbeachteten Zahlen an den US-Börsen gehören. Warum auch nicht? Schließlich gehöre das Unternehmen nur wenige Jahre nach dem etwas holprigen Börsengang mit einer Marktkapitalisierung von über 200 Mrd. US-Dollar zu den wertvollsten Konzernen dieser Welt.

Obwohl Facebook einmal mehr überzeugende Ergebnisse abliefern und die Markterwartungen habe übertreffen können, habe die Facebook-Aktie mit Kursverlusten auf die jüngsten Zahlen reagiert. Dies habe unter anderem daran gelegen, dass die Facebook-Aktie im Vorfeld der Zahlenbekanntgabe geradezu in die Höhe geschossen sei und ein neues Allzeithoch erreicht habe.

Andererseits seien die konzernweiten Ausgaben gegenüber dem zweiten Quartal 2014 um 82 Prozent auf 2,8 Mrd. US-Dollar nach oben geschnellt, während der Nettogewinn um 9 Prozent auf 719 Mio. US-Dollar geschrumpft sei. Angesichts der Ausgabenwut des Unternehmens habe Zuckerberg bei einer Telefonkonferenz Anleger darum gebeten, Geduld zu haben, da "große Dinge" Zeit brauchen würden.

Dabei investiere Facebook in neue Mitarbeiter, Rechenzentren oder das Platzieren von Werbeanzeigen auf Smartphones und Tablets. Gleichzeitig werde viel Geld für die Weiterentwicklung des Fotodienstes Instagram, des 3D-Brillenherstellers Oculus oder des Kurznachrichtendienstes WhatsApp aufgewendet. Daneben habe Facebook gerade mit dem unbemannten Fluggerät mit dem Namen "Aquila" die erste Version seiner Drohne vorgestellt. Diese solle das Internet in entlegene Gebiete bringen und somit die Erreichbarkeit für das Internetunternehmen verbreitern.

Während einige Investoren die wachsenden Ausgaben bei Facebook negativ aufgenommen hätten, hätten andere Kennzahlen zuletzt den Schluss nahegelegt, dass man sich diese Investitionen leisten könne. Das Unternehmen profitiere insbesondere von der immer weiter wachsenden Zahl der Nutzer des sozialen Netzwerks und dem Erfolg auf mobilen Geräten wie Smartphones sowie den damit verbundenen Werbeerlösen.

Von den im zweiten Quartal um 43 Prozent auf 3,8 Mrd. US-Dollar angewachsenen Werbeerlösen seien nun schon 76 Prozent "mobil" gewesen, nachdem dieser Wert im Vorjahr noch bei 62 Prozent gelegen habe. Die konzernweiten Umsatzerlöse seien um 39 Prozent und damit erstmals in einem Quartal auf mehr als 4 Mrd. US-Dollar gesteigert worden. Es bleibe jedoch die Frage, ob das ausreichen werde, um Investoren von der Kostenexplosion abzulenken.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Facebook-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,34, die Knock-Out-Schwelle bei 69,70 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,57; Knock-Out-Schwelle bei 114,00 US-Dollar) auf fallende Kurse der Facebook-Aktie setzen. (Stand vom 05.08.2015) (05.08.2015/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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