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Analysen - DAX 100
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19.08.2015
Wave XXL-Optionsscheine auf E.ON: E.ON will sich endgültig befreien - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DE7U7D8/ WKN DE7U7D) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT895H3/ WKN DT895H) der Deutschen Bank auf die Aktie von E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) vor.
E.ON leide immer noch unter der Schwäche in der konventionellen Stromerzeugung. Dafür habe Deutschlands größter Energieversorger zuletzt in einem schwierigen Marktumfeld einige Achtungserfolge verbuchen können, während die geplante Aufspaltung sogar die Chance auf den ganz großen Befreiungsschlag bereithalte.
Anfang 2016 solle es so weit sein. Dann nehme "Uniper" seine Geschäftstätigkeit auf. "Uniper" werde sich den Bereichen Atom, Kohle, Gas, Energiehandel sowie Exploration & Produktion widmen und rund 20.000 der bisherigen E.ON-Mitarbeiter beschäftigen. E.ON solle sich dagegen mit etwa 40.000 Mitarbeitern zukünftig auf Erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen konzentrieren. In der zweiten Jahreshälfte 2016 dürfte schließlich der "Uniper"-Börsengang erfolgen. Diesen Zeitplan habe Konzernchef Johannes Teyssen bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse am 12. August bestätigt.
Der E.ON-Konkurrent RWE habe sich selbst bisher einen solch radikalen Schritt nicht zugetraut. Dafür habe der Aufsichtsrat der Essener am 10. August einen Konzernumbau abgesegnet, mit dessen Hilfe man sich eine schlankere Struktur verpassen möchte, um so auf die schwierigen Marktbedingungen zu reagieren.
Allerdings schließe RWE die Möglichkeit nicht aus, sich ebenfalls eines Tages aufzuspalten. Sowohl RWE als auch E.ON müssten mit diesen Maßnahmen auf die wegbrechenden Gewinne in der konventionellen Stromerzeugung reagieren. Wie sehr sinkende Strompreise die Geschäfte wiederum bei E.ON belasten würden, habe sich im ersten Halbjahr 2015 gezeigt. Darüber hinaus hätten sich rückläufige Ölpreise und der schwache Russische Rubel negativ bemerkbar gemacht:
Der nachhaltige Konzernüberschuss sei im Vorjahresvergleich um 21 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro geschrumpft. Das EBITDA sei zwischen Januar und Juni mit 13 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro etwas weniger stark gefallen. Trotz dieser Ergebnisrückgänge habe E.ON die Ziele für das Gesamtjahr bestätigen können. Das EBITDA werde weiterhin bei 7,0 bis 7,6 Mrd. Euro gesehen, während der nachhaltige Konzernüberschuss zwischen 1,4 und 1,8 Mrd. Euro landen solle.
E.ON habe zuletzt aber nicht nur mit der bestätigten Prognose einen Achtungserfolg landen können. Vielmehr hätten die Düsseldorfer die feste Dividende von 0,50 Euro je Aktie bestätigt. Darüber hinaus sei die Verschuldung weiter reduziert worden. Schließlich habe man es aber auch geschafft, die Umsatzerlöse um 5 Prozent auf 57,3 Mrd. Euro zu steigern. Der Grund sei der infolge der kühleren Temperaturen zu Jahresbeginn um 62 Prozent angestiegene Gasabsatz gewesen.
Obwohl E.ON im ersten Halbjahr 2015 in Anbetracht der schwierigen Umstände noch ordentlich abgeschnitten habe, seien die Probleme erneut sehr deutlich geworden. Neben sinkenden Strompreisen, einem schwierigen Russlandgeschäft und gefallenen Ölpreise sei es auch die Politik, die es den Energieversorgern mit immer neuen Regulierungen schwer mache.
Die geplante Aufspaltung biete jedoch die Chance, dass sich der zukunftsträchtige Teil von E.ON mit Erneuerbaren Energien, Energienetzen und Kundenlösungen frei von dem Klotz am Bein mit der konventionellen Stromerzeugung und den Verpflichtungen im Zuge des Rückbaus von Atomkraftwerken entfalten könne. Auf der anderen Seite bleibe die Gefahr, dass der Unternehmensbereich im Wettbewerb aufgrund seiner geringeren Größe nicht bestehe.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der E.ON-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,58, die Knock-Out-Schwelle bei 8,95 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,03; Knock-Out-Schwelle bei 14,40 Euro) auf fallende Kurse der E.ON-Aktie setzen. (Stand vom 18.08.2015) (19.08.2015/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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