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Analysen - DAX 100
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08.09.2015
Turbo-Optionsscheine auf Deutsche Lufthansa: Aktie im Sinkflug - Optionsscheineanalyse
BNP Paribas
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www.optionsscheinecheck.de
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Paris (www.optionsscheinecheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly" einen Turbo Long-Optionsschein (ISIN DE000PS8TFP0/ WKN PS8TFP) und einen Turbo Short-Optionsschein (ISIN DE000PS8V9Q8/ WKN PS8V9Q) auf die Deutsche Lufthansa-Aktie (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) vor.
Zwölfmal. So oft sei die Deutsche Lufthansa von ihren Piloten seit Frühjahr 2014 bestreikt worden. Und nun stehe die 13. Arbeitsniederlegung vor der Tür. Allein im Vorjahr sei der Deutschen Lufthansa durch Streiks ein Schaden von 230 Millionen Euro entstanden. Dieses Jahr sei die Airline zwar besser vorbereitet, doch die Streikschäden würden hoch bleiben.
Im Tarifkonflikt bei der größten deutschen Fluggesellschaft gehe es vor allem um die Altersvorsorge der 5.400 Piloten. Außerdem würden die Lufthansa-Piloten versuchen, in die Strategie des Konzerns einzugreifen, was streikrechtlich zwar nicht erlaubt, aber "inoffiziell" beabsichtigt sei. Lufthansa-Chef Carsten Spohr möchte in erster Linie die Billigtochter Eurowings vorantreiben und baue mit Sparmaßnahmen den Konzern maßgeblich um. Die Lufthansa-Piloten würden Spohr Tarifflucht vorwerfen, der Lufthansa-Chef sehe Kostensenkungen jedoch als überlebenswichtig an, um gegen die wachsende Billig-Konkurrenz zu bestehen.
Die jüngsten Quartalszahlen hätten noch keine Erfolge gezeigt: Die Lufthansa habe zwar ein um 290 Millionen Euro gestiegenes Betriebsergebnis präsentiert, das habe aber auch vor allem daran gelegen, dass der niedrige Ölpreis die Spritkosten um 309 Millionen Euro gesenkt habe. Große Sparerfolge seien noch nicht in Sicht. Einen kleinen Lichtblick hätten allerdings aktuelle Verkehrszahlen geliefert, laut denen die Lufthansa Marktanteile gegenüber Air France gewinne.
Der Aktienkurs zeige die Skepsis der Anleger: Seit Jahresbeginn habe die Aktie mehr als 20 Prozent an Wert eingebüßt. Sparen allein könne nicht das Allheilmittel sein, Anleger wollten mehr sehen. Zudem könnten ein wieder erstarkender Euro und ein anziehender Ölpreis die gesamten Sparanstrengungen des Konzerns über den Haufen werfen.
Die Lufthansa-Aktie habe ihr Verlaufstief vom Oktober 2014 bei 10,69 Euro unterschritten und bei 10,25 Euro ein neues 2-Jahres-Tief markiert. Nachdem das Oktobertief zurückerobert worden sei, bestehe kurzfristig Erholungspotenzial bis 11,34 Euro. Auch die 38-Tage-Linie bei 11,95 Euro wäre dann wieder in Reichweite. Werde das Tief bei 10,25 Euro unterschritten, drohe ein Rückgang auf 9,58 Euro. (Ausgabe 36/2015) (08.09.2015/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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