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Analysen - Ausland
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23.10.2015
Turbo Put-Optionsschein auf IBM: Umsatzschwund in Serie - Zertifikateanalyse
ZertifikateJournal
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www.optionsscheinecheck.de
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Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Turbo Put-Optionsschein (Open End) (ISIN DE000DG2JJ95/ WKN DG2JJ9) der DZ BANK auf die IBM-Aktie (ISIN US4592001014/ WKN 851399) vor.
Der Turnaround bei IBM lasse weiter auf sich warten. Die Erlöse seien das 14. Quartal in Folge gesunken. Diesmal sei es um 14 Prozent auf 19,3 Mrd. Dollar nach unten gegangen. Vor allem der starke Dollar mache dem Unternehmen zu schaffen. Ohne ihn wäre der Rückgang deutlich geringer ausgefallen. Auch in der Erfolgsrechnung würden sich die Spuren zeigen: Zwar habe IBM seinen Überschuss von 18 Mio. auf 2,95 Mrd. Dollar steigern können, durch die Trennung von der verlustreichen Chipsparte sei im Vorjahr allerdings ein hoher Sonderaufwand angefallen. Also seien die Zahlen nicht vergleichbar. Aussagekräftiger sei der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft - und der sei um 14 Prozent auf 3,0 Mrd. Dollar eingeknickt.
Aber das sei nicht alles: IBM sehe sich nicht mehr in der Lage, die ursprünglich anvisierte Gewinnprognose für das laufende Jahr zu erreichen. Statt 15,75 bis 16,50 Dollar je Aktie peile der Konzern nun nur noch eine Spanne zwischen 14,75 und 15,75 Dollar je Anteilsschein an. Die Börse habe die niedrigeren Gewinnaussichten mit einem deutlichen Kursabschlag quittiert. Auch Analysten hätten enttäuscht reagiert. Die Kursziele seien reihenweise nach unten angepasst worden. Denn Schuld an dem schwachen Ergebnis sei nicht allein der starke Dollar. Neben dem Hardware-Geschäft - der Umsatz der Sparte sei im dritten Quartal um 38,3 Prozent auf 1,6 Mrd. Dollar zurückgegangen - würden die Experten vor allem das schwache Wachstum im Software-Segment monieren.
Ähnlich wie seine Konkurrenz versuche auch IBM, im Cloud-Geschäft Fuß zu fassen. Zwar hätten die Erlöse in diesem Bereich um 45 Prozent gesteigert werden können, doch das Plus reiche bei weitem nicht aus, den Umsatzschwund in den anderen Bereichen auszugleichen - trotz massiver Investitionen. Zudem, so die Experten von Morgan Stanley, verlören traditionelle Anwendungen bei IBM Marktanteile durch die Cloud-Nutzung. Kurzum: Es sehe nicht gerade rosig. Und auch charttechnisch werde es brenzlig. Der Bodenbildungsversuch zwischen 140 und 150 Dollar sei wohl gescheitert. Damit drohe ein erneuter Abverkauf.
Mit dem MINI Short (WKN DG2JJ9) der DZ BANK können sich Anleger in Stellung bringen, so die Experten vom "ZertifikateJournal". Das Papier hebele Verluste - und natürlich auch Gewinne - der IBM-Aktie mit dem Faktor 3,66. Die K.-o.-Barriere sei bei 179,66 Dollar eingezogen worden und liege damit beruhigende 26,9 Prozent über der aktuellen Notiz. Gleichzeitig notiere sie auf einem Niveau, das der Dow-Wert seit fast einem Jahr nicht mehr von oben gesehen habe. Insofern würden Anleger selbst bei einer technischen Gegenreaktion keinen Schaden davontragen. (Ausgabe 41/2015) (23.10.2015/oc/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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