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Analysen - Ausland
02.12.2015
Wave XXL-Optionsscheine auf Amazon.com: Amazon will die Muskeln spielen lassen - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000XM7XWV3/ WKN XM7XWV) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000XM8SCB5/ WKN XM8SCB) der Deutschen Bank auf die Amazon.com-Aktie (ISIN US0231351067/ WKN 906866) vor.

Für die Händler dieser Welt sei die wichtigste Zeit des Jahres angebrochen. Erneut eine ganz besondere Gelegenheit für Amazon.com die Muskeln spielen zu lassen.

Die Konsumlust der US-Amerikaner sei eine sehr wichtige Stütze der größten Volkswirtschaft der Welt. Ganz besonders gerne werde in der vorweihnachtlichen Zeit eingekauft. Schließlich wolle man die Lieben, aber natürlich auch sich selbst zum Fest beschenken. Traditionellerweise starte das Weihnachtsgeschäft für den US-Einzelhandel am Freitag nach "Thanksgiving". Am so genannten "Black Friday" würden Menschen scharenweise mithilfe großzügiger Rabattaktionen in die Geschäfte gelockt. Allerdings sei seit einigen Jahren eine Veränderung zu beobachten.

Online-Händler wie Amazon.com oder eBay hätten die Spielregeln entscheidend verändert und den Konkurrenzdruck für den stationären Handel enorm gesteigert. Amazon & Co hätten den Vorteil, dass die Kunden zum Einkaufen das Haus gar nicht zu verlassen brauchen würden. Außerdem könnten die Rabattaktionen Tag und Nacht sowie auch an Feiertagen laufen. Aus diesem Grund zelebriere man bei Amazon.com eine ganze "Cyber Monday"-Woche. Dabei beschränke sich der "Cyber Monday" längst nicht mehr nur auf die USA. Vielmehr würden Online-Händler und Marketingexperten diesen Ausdruck weltweit nutzen, um Konsumenten zum Einkaufen zu animieren.

Dabei lasse sich der Erfolg, den der Marktführer Amazon.com in den vergangenen Jahren gehabt habe, unter anderem am Kursverlauf der Amazon.com-Aktie ablesen. Dank dieser Kurssteigerungen habe das Papier in diesem Jahr neue Rekordstände erreicht. Außerdem sei Amazon.com zum ersten Mal beim Börsenwert der Sprung über die Marke von 300 Mrd. US-Dollar gelungen. Während Amazon.com weiter kräftig wachse und die Erlöse im dritten Quartal 2015 laut Unternehmensangaben vom 22. Oktober mit 23,2 Prozent auf 25,4 Mrd. US-Dollar überraschend deutlich habe steigern können, würden einige Investoren seit jeher die relativ schwache Ergebnisperformance kritisieren.

Zwischen Juli und September habe Amazon.com gerade einmal einen Gewinn von 79 Mio. US-Dollar erwirtschaftet. Allerdings sei das in den Augen vieler Anleger eine gute Nachricht gewesen. Im Vorjahr habe noch ein Minus von 437 Mio. US-Dollar zu Buche gestanden. Zu der Verbesserung habe insbesondere das stark wachsende und höchst lukrative Cloud-Geschäft (Amazon Web Services, AWS) beigetragen.

Die AWS-Umsätze seien um 78,4 Prozent auf 2,1 Mrd. US-Dollar geklettert, während der operative Gewinn der Sparte von 98 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 521 Mio. US-Dollar nach oben geschossen sei. Damit habe AWS das Potenzial Amazon.com zukünftig auch auf der Ergebnisseite zum Erfolg zu verhelfen. In diesem Bereich sei die Konkurrenz jedoch besonders groß. Schließlich wolle jeder am Ende ein möglichst großes Stück vom Zukunftsmarkt Cloud Computing haben.

Amazon habe beim Wachstum zuletzt ein beeindruckendes Tempo vorgelegt. Außerdem hätten zur Abwechslung auch die Ergebniskennziffern gestimmt. Die Aktie habe in den vergangenen Jahren jedoch einen rasanten Aufstieg hingelegt, sodass man sich fragen müsse, ob zukünftige Erfolge nicht längst eingepreist seien. Neue Investoren müssten sich zusätzlich über die enorme Fallhöhe beim Aktienkurs im Klaren sein. In welch schwindelerregende Höhen der Aktienkurs vorgedrungen sei, lasse sich zum Beispiel an dem für 2016 geschätzten Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) ablesen. Wenn man den aktuellen Aktienkurs zusammen mit den FactSet-Konsensschätzungen für den 2016er-Gewinn betrachte, dann liege das KGV bei rund 125.

Anleger, die steigende Kurse der Amazon.com-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,52, die Knock-Out-Schwelle bei 505,20 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,46; Knock-Out-Schwelle bei 826,50 US-Dollar) auf fallende Kurse der Amazon.com-Aktie setzen. (Stand vom 30.11.2015) (02.12.2015/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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