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Analysen - DAX 100
20.05.2016
Optionsscheine auf BASF: Große Umwälzungen - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX1N2B8/ WKN DX1N2B) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000XM4DYA2/ WKN XM4DYA) der Deutschen Bank auf die BASF-Aktie (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) vor.

Neben den Übernahmeaktivitäten im Chemiesektor blicke BASF derzeit vor allem auf die schwierige Konjunktur und die niedrigen Ölpreise. Allerdings scheine sich zumindest in Sachen Ölnotierungen eine Erholung abzuzeichnen.

Mit der Mega-Fusion zwischen den US-Konkurrenten Dow Chemical und DuPont ende für BASF vorerst eine Ära. Damit würden die Ludwigshafener als weltgrößter Chemiekonzern abgelöst. Allerdings seien nach der Fusion Abspaltungen und Anteilsverkäufe geplant, sodass das DAX-Unternehmen seinen Titel als Marktführer schnell zurückerhalten könnte. Darauf wolle man sich bei BASF offenbar nicht verlassen. Genauso wie dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer werde auch BASF ein Interesse an einer Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto nachgesagt. Dies habe die Nachrichtenagentur Bloomberg am 12. Mai berichtet.

Damit werde Monsanto selbst zum Übernahmeziel, nachdem das Unternehmen zuvor versucht habe, Syngenta aus der Schweiz zu schlucken. Stattdessen habe ChemChina den Zuschlag für die Schweizer für rund 43 Mrd. US-Dollar erhalten. Angesichts der laufenden Konsolidierung am Agrarchemiemarkt infolge sinkender Preise in der Landwirtschaft, könnten die ganz großen Deals noch kommen. Die Größe von Monsanto dürfte Bayer und BASF jedoch abschrecken. Schließlich sei das Unternehmen derzeit mehr als 40 Mrd. US-Dollar an der Börse wert. Gleichzeitig könnten kartellrechtliche Bedenken von den Behörden in den USA und Europa angemeldet werden, sodass BASF und Bayer am Ende von einer Mega-Fusion absehen könnten.

Das BASF-Management müsse derzeit jedoch nicht nur Fusionen der Konkurrenz im Auge behalten und möglicherweise selbst nach Übernahmezielen Ausschau halten. Ganz wesentlich für die Geschäftsentwicklung seien derzeit die Konjunktur und die Ölnotierungen. Diese hätten für einen mäßigen Jahresauftakt gesorgt. Laut Konzernangaben vom 29. April habe BASF zwischen Januar und März 2016 um 29 Prozent auf 14,2 Mrd. Euro schrumpfende Umsatzerlöse verbucht. Grund für den deutlichen Rückgang sei vor allem der Verkauf des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts gewesen. Das EBIT vor Sondereinflüssen sei um 8 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro gefallen, während der Nettogewinn wegen einer geringeren Steuerbelastung um 18 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro gesteigert worden sei.

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2016 sei wiederum von einem schwierigen Marktumfeld gekennzeichnet gewesen. Während die Umsätze aufgrund herausfordernder Rahmenbedingungen und des Verkaufs des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts deutlich sinken sollten, dürfte das EBIT vor Sondereinflüssen laut Unternehmensprognose nur leicht zurückgehen. Allerdings plane BASF trotz der schwierigen Bedingungen, die Absatzmengen zu steigern. Damit sollte das Unternehmen, wie schon so häufig in seiner mehr als 150-jährigen Geschichte, erneut unter Beweis stellen, dass man mit Herausforderungen fertig werden könne. Außerdem könnte die zuletzt beobachtete Ölpreiserholung für frischen Auftrieb sorgen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der BASF-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,79, die Knock-Out-Schwelle bei 51,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,17; Knock-Out-Schwelle bei 83,00 Euro) auf fallende Kurse der BASF-Aktie setzen. (Stand vom 19.05.2016) (20.05.2016/oc/a/d)


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